Elisabethkirche
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Musik gegen das Vergessen

am 09. Oktober um 19 Uhr

Musik gegen das Vergessen: Stimmen aus Theresienstadt in der Elisabethkirche
Am 9. Oktober um 19 Uhr sind der Schauspieler Roman Knižka und das Bläserquintett OPUS 45 mit ihrer musikalischen Lesung „Ich wand’re durch Theresienstadt …“ in der Elisabethkirche Marburg zu Gast. Das eindringliche Programm erinnert an das Leid, die Hoffnungen und die künstlerische Selbstbehauptung der Jüdinnen und Juden, die im Ghetto Theresienstadt inhaftiert waren. Roman Knižka liest aus Erinnerungen von Überlebenden sowie aus Gedichten und Texten von Kindern und Jugendlichen, die in Theresienstadt leben mussten. Die Musikerinnen und Musiker von OPUS 45, die unter anderem aus der Staatskapelle Berlin, der Hamburgischen Staatsoper und der Dresdner Philharmonie kommen, stellen diesen Zeugnissen Musik von Giuseppe Verdi und Bedřich Smetana ebenso gegenüber wie Werke der in Theresienstadt inhaftierten Komponisten Pavel Haas, Hans Krása, Viktor Ullmann und Gideon Klein. So verbinden sich persönliche Lebensgeschichten und Musik zu einer bewegenden Erinnerung an Menschen, deren Stimmen und Werke von den Nationalsozialisten ausgelöscht werden sollten. Das Konzert lädt dazu ein, ihnen zuzuhören und zugleich der Frage nachzugehen, welche Bedeutung Erinnerung und Menschlichkeit für unsere Gegenwart haben. Der Eintritt ist frei; die Veranstaltung wird von der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung gefördert.