Matthäuspassion erklingt in der Elisabethkirche

Am Samstag, 6. April und am Sonntag, 7. April jeweils um 18 Uhr führt die Kantorei der Elisabethkirche die wohl bekannteste Vertonung der Passionsgeschichte Jesu auf: die Matthäuspassion von Johann Sebastian Bach.

Unterstützt wird die Kantorei vom Marburger Kinderchor und dem Orchester Solamente Naturali auf historischen Instrumenten. Die Leitung hat Nils Kuppe

Die Matthäuspassion, die als Komposition zweifelsfrei einen Höhepunkt der abendländischen Kultur darstellt, entstand Ende der 1720er Jahre in Leipzig. Die Uraufführung erfolgte am Karfreitag 1729 in der Thomaskirche unter Leitung des Komponisten.

Das zweiteilige Werk ist eingerahmt vom monumentalen Eingangschor "Kommt ihr Töchter, helft mir Klagen" und dem ergreifenden Schlusssatz "Wir setzen uns in Tränen nieder". Dazwischen wird die Geschichte der Passion Christi nach dem Evangelisten Matthäus in Rezitativen sowie chorischen Passagen berichtet. In kunstvollen Arien wird der Leidensweg Jesu musikalisch betrachtet und durchdrungen, ebenso wie in den Chorälen mit wortgewaltigen oder auch andächtigen barocken Texten.

Das Werk geriet nach Bach's Tod schnell in Vergessenheit und erfuhr erst im 19. Jahrhundert nach der Wiederaufführung durch Felix Mendelssohn Bartholdy eine gebührende Wertschätzung, die sich heute über die ganze Welt erstreckt.

Eine besondere Herausforderung liegt in der großen Dimension dieser Komposition von Johann Sebastian Bach: Die ganze Matthäuspassion ist doppelchörig, der Eingangschor sogar dreichörig angelegt. Entspechend spielen zwei Orchester, so dass an dieser Aufführung über 150 Musikerinnen und Musiker beteiligt sein werden. Als Solisten sind Anselm Richter (Christusworte), Ina Siedlaczek (Sopran), Michael Lieb (Altus), Leonard Reso (Tenor) sowie Michael Roman (Bass) zu hören.

Karten zu 25 Euro und 15 Euro (ermäßigt 10 Euro) gibt es in der Elisabethkirche und an der Abendkasse.