Elisabethkirche
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"Crucifixus"

aus Bachs h-Moll-Messe

Passionskonzert des Jugendchores und der Kantorei der Elisabethkirche mit dem Jugendorchester marburg&music
Nach der beeindruckenden Aufführung von Bachs Johannespassion mit den Sängerinnen und Sängern an der Elisabethkirche und dem Jugendorchester marburg&music 2024 war es nur eine Frage der Zeit, bis sich diese Ensembles wieder zusammentun würden. Jetzt ist es soweit: Unter der Leitung von Marie Verwayen und Nils Kuppe werden über 100 Jugendliche und Erwachsene in der Elisabethkirche ein Passionskonzert gestalten. Mit großer Ernsthaftigkeit haben sich alle Beteiligten auf dieses Konzert vorbereitet. Stehen doch im Mittelpunkt zwei Sätze aus der h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach, für Nils Kuppe die großartigste Musik überhaupt. Mit „et incarnatus est“ und „crucifixus“ treffen hier der alte und der ganz junge Johann Sebastian Bach aufeinander.
Zu Beginn des Konzertes erklingt das Stabat-Mater von Joseph Gabriel Rheinberger. Es ist eines der persönlichsten Werke des Lichtensteiner Komponisten, der feinsinnig die Atmosphäre von Leid und Schmerz im Anblick des Kreuzes ausdrückt, dabei aber eine Musik schreibt, die immer wieder Hoffnung vermittelt.
Der lettische Komponist Peteris Vasks (*1946) ist an diesem Abend mit zwei Werken vertreten. Zunächst mit einer Meditation für Solovioline, zu der er durch die Vision eines Engels inspiriert wurde. Sie ist geprägt von Vasks Bild eines schützenden Engels, der das Leid der Welt sieht und dennoch Hoffnung bewahrt. In ruhigen Bögen und transparenter Kangsprache entsteht eine Musik der Einkehr, des Innehaltens und des leisen Trostes.
Nach den beiden Sätzen aus der h-Moll-Messe spielen marburg&music dann die Trauermusik für Solobratsche und Streicher von Paul Hindemith. Hindemith, der selbst Bratscher war, versteht es wie kein zweiter, dieses wunderbare Instrument solistisch zur Geltung zu bringen.
Im „Dona nobis pacem“ von Peteris Vasks finden Chor und Orchester auf ganz eigene Weise zueinander. Die große Ruhe und die wunderbaren Klänge werden mit der bitte um Frieden, die gerade in unserer Zeit nicht oft genug wiederholt werden kann, einen würdigen Abschluss bilden.
Das Konzert findet am Sonntag, 22. März um 18.00 Uhr in der Elisabethkirche statt. Karten zu 15.- (erm. 8.-) gibt es im Vorverkauf in der Eisabethkirche und an der Abendkasse.