Overbacher Kammerchor singt englische Chormusik aus drei Jahrhunderten

Overbacher Kammerchor (Foto: Overbacher Kammerchor)

Am Samstag, 6. Juli, trägt der Overbacher Kammerchor englische Chormusik aus drei Jahrhunderten in der Elisabethkirche vor.

Mit seinem neuen Programm Composing Mortals with Immortal Fire gastiert der Overbacher Kammerchor aus Jülich, 2. Preisträger des Landeschorwettbewerbs NRW 2017, am 6. Juli um 18 Uhr in der Elisabethkirche Marburg. Auf dem Programm stehen Werke von Georg Friedrich Händel, Henry Purcell und Benjamin Britten.

Als Georg Friedrich Händel sein inzwischen berühmtes "Dixit Dominus" 1707 im zarten Alter von 21 Jahren schrieb, war er noch nicht auf der Insel, die bald seine Heimat sein würde. Er befand sich zu der Zeit noch in Italien, wo er sich drei Jahre lang aufhielt und die hohe Kunst der italienischen Oper lernte, die er wenige Jahre später mit großem Erfolg nach England brachte. Auch seine Kirchenmusik machte ihn in den folgenden Jahren zu Englands berühmtestem Musiker, und das Publikum dort bejubelte nicht nur seinen neu komponierten Messias, sondern auch die Frühwerke aus seiner italienischen Schaffensperiode, darunter Dixit Dominus – eine Vertonung des Psalm 110, die mit einem jugendlichen Feuer und einer hitzigen Leidenschaft komponiert wurde, die beinah einzigartig in seinem Oeuvre blieb.

Dieses hochdramatische und anspruchsvolle Werk wird am Samstag den 6. Juli vom Overbacher Kammerchor aus Jülich bei Aachen und dem Barockstreichensemble Cappella Sidonia aus Bonn in der Elisabethkirche Marburg zur Aufführung gebracht.

Umrahmt wird das Programm zum einen von zwei wunderschönen "Anthems" für Chor von der führenden Londoner Musikerpersönlichkeit der Generation vor Händel, Henry Purcell, und zum anderen von einem der Hauptchorwerke von Englands bekanntestem Komponisten des 20. Jahrhunderts, Benjamin Britten. Seine bezaubernde "Hymn to St. Cecilia" preist die Märtyrerin und Patronin der Kirchenmusik in höchst individuellem Stil nach einem facettenreichen Gedicht von W.H. Auden.

Geleitet wird dieses englisch geprägte Programm von dem gebürtigen Engländer und ehemaligen Leiter der Jungen Marburger Philharmonie, Kerry Jago.