Audio-Gottesdienst für Kinder und Erwachsene (7.2.2021) zum Nachhören

Der Hohe Chor in der Elisabethkirche (Foto: Christian Lademann)

Wir feiern den Gottesdienst für Kinder und Erwachsene am Sonntag Sexagesimä im Hohen Chor der Elisabethkirche mit begrenzter Besucherzahl. Für diejenigen, die (deshalb) nicht persönlich anwesend sein konnten, haben wir hier einen Gottesdienst zum Anhören vorbereitet.

Gottesdienst für Kinder und Erwachsene am Sonntag Sexagesimä (7.2.2021)

Wir folgen Jesus und seinen Freunden in die Stadt Kapernaum am See Genezareth: Dort erfahren wir vom Vertrauen gegenüber Fremden, so wie es die Geschichte vom Hauptmann von Kapernaum (Matthäus 8, 5ff.) erzählt.

Ja, wir vermissen, das Michelchen als reguläre Heimat unseres kleinen, familiären Gottesdienstes auch. Corona-bedingt ist dies aus Platzgründen dort im Moment leider nicht möglich. Der Kirchenvorstand und das Gottesdienstteam hat daher nämlich beschlossen, dass wir (ab Oktober 2020) zweimal im Monat unseren „Gottesdienst aus dem Michelchen“ in die Elisabethkirche verlagern werden, einmal um 11.15 Uhr hinten im Hohen Chor und einmal um 10 Uhr als Hauptgottesdienst unserer Gemeinde.
Der nächste „Gottesdienst für Kinder und Erwachsene“ wird am Sonntag Invocavit, 21. Februar 2021, um 10 Uhr als Hauptgottesdienst der Elisabethkirche gefeiert.

Jetzt sind Sie erst einmal eingeladen, den Audiomitschnitt des Gottesdienstes anzuhören. Suchen SIe sich zuvor einen stillen Ort. Machen Sie es sich bequem. Vielleicht zünden Sie dazu eine Kerze an. Singen und beten Sie mit. Wir wünschen Ihnen Gottes Segen.

Gottesdienst anhören

Gottesdienst für Kinder und Erwachsene (7.2.2021) zum Nachlesen

Orgel

Begrüßung:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Unsere Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. –

Herzlich willkommen zum „Gottesdienst für Kinder und Erwachsene“.
Einem anderen Menschen vertrauen? Für Euch Kinder ist das oft leichter als für uns Erwachsene. Einen anderen Menschen um Hilfe bitten? Auch das können Kinder oft besser als Erwachsene. - Von einem, der beides konnte, werden wir heute hören.


Lied: Aus meines Herzens Grunde (EG 443, 1.4)

1.
Aus meines Herzens Grunde sag ich dir Lob und Dank
in dieser Morgenstunde, dazu mein Leben lang,
dir, Gott, in deinem Thron,
zu Lob und Preis und Ehren
durch Christus, unsern Herren,
dein‘ eingebornen Sohn.

4.
Mein Leib und meine Seele,
Gemahl, Gut, Ehr und Kind
in dein Hand ich befehle
und die mir nahe sind
als dein Geschenk und Gab,
mein Eltern und Verwandten,
mein Freunde und Bekannten
und alles, was ich hab.


Ich bete mit Worten aus dem 36. Psalm:

HERR, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen.
Deine Gerechtigkeit ist so unerschütterlich wie die mächtigen Berge, deine Entscheidungen sind so unermesslich wie das tiefe Meer. Du, Gott, hilfst Menschen und Tieren!
HERR, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen.
Deine Güte, o Gott, ist groß: unter deinen Flügeln finden Menschen Sicherheit und Schutz. Du schenkst uns mehr als genug Freude und Glück. Denn du bist die Quelle des Lebens und in deinem Licht sehen wir das Licht.
HERR, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen.
G: Ehr‘ sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.


Lied(strophe): Gott will ich lassen raten (EG 443, 6)

Gott will ich lassen raten,
denn er all Ding vermag.
Er segne meine Taten
an diesem neuen Tag.
Ihm hab ich heimgestellt
mein Leib, mein Seel, mein Leben
und was er sonst gegeben;
er mach`s, wie`s ihm gefällt.


Geschichte: Der Hauptmann von Kapernaum (Matthäus 8, 5ff) (nach: Ev. Kinderkirche 1/21):

Jesus ist mit seinen Jüngern unterwegs. Er und seine Freunde sind auf dem Weg in eine Stadt am See Genezareth. Sie heißt „Kaper-na-um“.

„Gleich sind wir da“, sagt Andreas. „Endlich! Bin froh, wenn wir uns ausruhen können. Der Weg war lang und anstrengend bis hierher.“ „Ja“, sagt Petrus. „Sich zusammen mit Jesus hinsetzen, nur wir! Und etwas essen und mit Jesus in Ruhe reden oder hören, was er zu sagen hat. Darauf freue ich mich. Ich frage mich sowieso, wie Jesus das nur aushält, dass so viele verschiedene Menschen jeden Tag was von ihm wollen oder seine Hilfe suchen!?“

Während sie so reden, sind sie am Stadttor von Kapernaum angekommen. Da kommt ein Mann auf sie zu. Er trägt eine Uniform. Petrus erkennt sofort: Das ist ein römischer Soldat, und nicht irgendeiner, sondern ein Hauptmann. „Hoffentlich macht der uns keinen Ärger!“, denkt Petrus. Auch die anderen Jünger schauen den Fremden an, der da auf sie zukommt. Andreas sagt: „Ich glaube nicht, dass der Ärger machen will, Petrus. Der hat ja nicht mal eine Waffe dabei!“ „Aber was will er dann von uns?“ fragt Johannes. Und was will er von Jesus? Dieser Römer glaubt doch nicht mal an unseren Gott!“

Der fremde Hauptmann geht geradewegs auf Jesus zu. Er bleibt vor Jesus stehen. Die beiden schauen sich an und begrüßen sich. Dann sagt der Fremde: „Herr, mein Knecht/mein Diener ist krank und hat schlimme Schmerzen. Hilf ihm bitte!“

Die Jünger sind erstaunt. Er ist ein mächtiger Hauptmann und nennt Jesus „Herr“.

Jesus schaut den römischen Hauptmann freundlich an und sagt: „Wenn Du willst, kann ich mit dir kommen und nach Deinem Diener sehen und ihn gesund machen!?“ 

Der Hauptmann schaut Jesus ins Gesicht und sagt dann: „Herr, ich weiß nicht viel über deinen Gott, über das, woran Ihr hier in Israel glaubt. Ich bin es gar nicht wert, dass Du zu mir kommst, aber sprich nur ein Wort und mein Diener wird gesund! – Ich bin ein Hauptmann: Wenn ich einem meiner Soldaten einen Befehl gebe, dann tut er das, was ich ihm befohlen habe. Bei dir ist das genauso: Wenn Du sagst: „Werde gesund!“, dann wird mein Diener gesund. Ein Wort von dir genügt!“

Jesus schaut ihn erneut freundlich lächelnd an und sagt dann: „Geh nachhause, es wird so kommen, wie Du es glaubst! Dein Diener wird wieder gesund werden!“

Dann geht der Hauptmann weg.

Die Jünger von Jesus sind erstaunt: „Was für ein Vertrauen hat dieser Fremde in Jesus!“ 

Und Jesus schaut in ihre Runde und sagt: „So ein Vertrauen, so einen Glauben wie ihn dieser fremde römische Hauptmann hat, habe ich bei denen, die mir eigentlich nahe sind noch nicht gefunden!“

Die Jünger werden nachdenklich. Sie schauen dem fremden Hauptmann nach.

„Es stimmt“, denken sie. „Das Vertrauen, das dieser fremde Hauptmann hat, ist wirklich groß. Wir wollen uns daran ein Beispiel nehmen.“

Dann gehen sie mit Jesus hinein die Stadt und suchen eine Bleibe für die Nacht.
 

Lied: Wo ein Mensch Vertrauen gibt (EG 630)

1.
Wo ein Mensch Vertrauen gibt,
nicht nur an sich selber denkt,
fällt ein Tropfen von dem Regen,
der aus Wüsten Gärten macht.

2.
Wo ein Mensch, den andern sieht,
nicht nur sich und seine Welt,
fällt ein Tropfen von dem Regen …

3.Wo ein Mensch sich selbst verschenkt
und den alten Weg verlässt,
fällt ein Tropfen von dem Regen …


Lasst uns beten:
Jesus Christus, wir wollen Dir gerne vertrauen und darauf setzen, dass Du es gut meinst mit uns und mit denen, die uns am Herzen liegen.

Der Hauptmann in unserer Geschichte hat großes Vertrauen. Dein Wort reicht, sagt er. Dein Wort macht gesund und die Seele heil – davon ist er überzeugt.

Wir sind skeptischer und besorgt, wenn wir an unser eigenes Leben und das Leben derer denken, die zu uns gehören!

Und dennoch kommen wir zu dir und bitten Dich um Deine Nähe und Deinen Schutz, gerade dann, wenn unsere Sorgen und Zweifel größer sind als unser Vertrauen!

Geh‘ mit uns in die kommende Zeit, bewahre uns und halte Deine Hand über die, die wir liebhaben.


Gemeinsam beten wir mit den Worten deines Sohnes Jesus:

Vater unser im Himmel …


Lied(strophe): Wach auf, mein Herz… (EG 446, 4.8-9)

4.
Dein Wort, das ist geschehen:
ich kann das Licht noch sehen,
von Not bin ich befreiet,
dein Schutz hat mich erneuet.

8.
Sprich Ja zu meinen Taten,
hilf selbst das Beste raten;
den Anfang, Mitt und Ende,
ach Herr, zum besten wende.

9.
Mich segne, mich behüte,
mein Herz sei deine Hütte,
dein Wort sei meine Speise,
bis ich gen Himmel reise.


Segen:

Gott segne dich und behüte dich.
Er lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig.
Er erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir seinen Frieden.
Gemeinde: Amen…

(Einladung: Unser nächster „Gottesdienst für Kinder und Erwachsene“ wird am 21. Februar sein, in 2 Wochen. Dann wieder um 10 Uhr vorne im großen Kirchenschiff! Ladet andere, die Ihr kennt dazu ein!)
 



Mitwirkende:
Christa Hauptmeier (Liturgie)
Lori Herrmann (Geschichte)
Musik: Nils Kuppe u.a.

 

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