Gottesdienst für Kinder und Erwachsene am Sonntag Judika - zum Mitlesen und Anhören

Elisabethkirche Marburg. Foto: Christian Lademann

Wir feiern den Gottesdienst für Kinder und Erwachsene am Sonntag Judika als Hauptgottesdienst der Elisabethkirche mit begrenzter Besucherzahl. Für diejenigen, die (deshalb) nicht persönlich anwesend sein konnten, haben wir hier einen Gottesdienst zum Nachfeiern vorbereitet.

Gottesdienst für Kinder und Erwachsene am Sonntag Judika (21.3.21)

Pfarrer Achim Ludwig und das Gottesdienstteam des Michelchens stellen das Thema Salbung in Bethanien (Matth. 26, 6ff) in den Mittelpunkt des Gottesdienstes.

Ja, wir vermissen das Michelchen als reguläre Heimat unseres kleinen, familiären Gottesdienstes auch. Corona-bedingt ist dies aus Platzgründen dort im Moment leider nicht möglich. Der Kirchenvorstand und das Gottesdienstteam hat daher nämlich beschlossen, dass wir (ab Oktober 2020) zweimal im Monat unseren „Gottesdienst aus dem Michelchen“ in die Elisabethkirche verlagern werden, einmal um 11.15 Uhr hinten im Hohen Chor und einmal um 10 Uhr als Hauptgottesdienst unserer Gemeinde.
Der nächste „Gottesdienst für Kinder und Erwachsene“ wird am Ostersonntag, 4. April 2021, um 10 Uhr im Rahmen des Hauptgottesdienstes in der Elisabethkirche gefeiert.

Jetzt sind Sie erst einmal eingeladen, die Gottesdiensttexte (Gebete, Lieder, Erzählung, Predigt etc.) mitzulesen. Suchen Sie sich zuvor einen stillen Ort. Machen Sie es sich bequem. Vielleicht zünden Sie dazu eine Kerze an. Singen und beten Sie mit. Wir wünschen Ihnen Gottes Segen.

Gottesdienst anhören

Gottesdienst für Kinder und Erwachsene am Sonntag Judika (21.3.2021) zum Nachlesen

mit Pfarrer Achim Ludwig und dem Michelchen-Team

Musik aus der Matthäuspassion von J.S. Bach: „Ich will dir meine Herze schenken...“


Begrüßung:

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Unsere Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. –

Herzlich willkommen, liebe Kinder und Erwachsene, zu unserem Gottesdienst heute mitten in der Passionszeit, in der wir in besonderer Weise über Leiden und Sterben von Jesus nachdenken. Dazu helfen uns die Geschichten aus der Bibel und die Musik, die zu dieser Zeit gehören. Nicht nur deshalb haben wir gerade Musik aus der „Matthäuspassion“ von J.S. Bach gehört. Und wir werden noch mehr davon hören.

Nun aber unser erster Choral, ebenfalls ein Passionslied: „Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken“ (EG 91, 1.5-7)

1) Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken,
mich in das Meer der Liebe zu versenken,
die dich bewog, von aller Schuld des Bösen
uns zu erlösen.

5) Seh ich dein Kreuz den Klugen dieser Erden
ein Ärgernis und eine Torheit werden:
so sei’s doch mir, trotz allen frechen Spottes,
die Weisheit Gottes.

6) Es schlägt den Stolz und mein Verdienst darnieder,
es stürzt mich tief, und es erhebt mich wieder,
lehrt mich mein Glück, macht mich aus Gottes Feinde
zu Gottes Freunde.

7) Da du dich selbst für mich dahingegeben,
wie könnt ich noch nach meinem Willen leben?
Und nicht vielmehr, weil ich dir angehöre,
zu deiner Ehre.
(Text: C.F. Gellert 1757/Musik: J. Crüger 1640)


Psalm 23:

Der HERR ist mein Hirte,
mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue
und führet mich zum frischen Wasser.
Gemeinde: Gott salbt mein Haupt mit Öl und schenkt mir voll ein!

Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße
um seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal,
fürchte ich kein Unglück;
denn du bist bei mir,
dein Stecken und Stab trösten mich.
Gemeinde: Gott salbt mein Haupt mit Öl und schenkt mir voll ein!

Du bereitest vor mir einen Tisch
im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl
und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit
werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben
im Hause des HERRN immerdar.
Gemeinde: Gott salbt mein Haupt mit Öl und schenkt mir voll ein!

Gemeinde: Ehr‘ sei dem Vater und dem Sohn…


Lasst uns beten:
Gott, wir sind hier mit all dem, was uns in den vergangenen Tagen beschäftigt hat, mit Schönem und Beunruhigendem. Wir bitten Dich: lass es aufgehoben sein bei Dir! Und schenke uns ein offenes Ohr und Herz für das, was Du uns sagen willst an diesem Morgen! Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Menschenbruder und Herrn, der mit Dir im Heiligen Geist unter uns lebt und wirkt in Ewigkeit. Amen.

(Geburtstage – Geschenke/ und evtl. Liedwunsch Kinder)

Liebe Gemeinde, liebe Kinder und Erwachsene!
Am Anfang der Passionsgeschichte – also der Geschichte von Leiden und Sterben von Jesus, steht im Matthäusevangelium eine besondere Geschichte über die Begegnung Jesu mit einer Frau und was für Diskussionen unter Jesu Freunden diese Begegnung auslöst. Lassen wir uns erzählen, was Matthäus berichtet:
Das Passahfest stand bevor. Jesus war mit seinen Freunden nach Jerusalem gekommen, um wie viele andere Juden/Jüdinnen das große Fest dort zu feiern.
Feiern? Wenn die Freunde ihm wirklich zugehört hätten, hätten sie vielleicht auch den Unterton in seinen Worten gehört, dass das Fest, das da bevorsteht, das letzte gemeinsame Fest sein würde, das Jesus mit ihnen gemeinsam feiern wird. Dreimal nämlich hat er ihnen bereits angekündigt, dass er sehr bald sterben wird. Traurig waren sie gewesen, wenn er das sagte – für einen Moment jedenfalls, abgewehrt hatten sie seine Worte, oder einfach drüber weggehört. Wie wir Menschen das gerne tun, wenn schwere, schreckliche Dinge sich ankündigen.
Auf einem Esel war Jesus in die Stadt eingeritten. Die Menschen hatten ihn begrüßt wie einen König. An den
Straßen hatten sie gestanden und gewunken, als er mit seinen Freunden in die Stadt eingezogen war: „Hosianna dem Sohn Davids! Gesegnet ist der, der da kommt im Namen Gottes!“ hatten sie gerufen und gesungen. Palmzweige hatten sie abgeschnitten und damit gewunken. Kleider hatten sie auf die Straße vor ihn hingelegt, wie einen „roten Teppich“ für einen König. Und die, fragten: „Wer ist das denn da auf dem Esel?“ denen wurde gesagt: „Das ist Jesus, der Prophet aus Nazareth!“
Die Menschen in Jerusalem freuten sich, dass Jesus bei ihnen war, sie besuchte und mit ihnen das Fest feiern wollte.
Aber nicht alle sind froh gewesen! Nein, wahrlich nicht alle.
Es gibt auch die, die ganz und gar nicht froh sind, dass Jesus da ist (war). Seine Gegner, die wichtigen und mächtigen Menschen in Jerusalem, die religiösen und politischen Wortführer waren nicht untätig – ganz im Gegenteil.
Mit Sorge und voller Unruhe haben sie auf den Mann auf dem Esel geblickt. „Der will die Welt ändern, denken sie. „Der stellt alles auf den Kopf. Das ist gefährlich!“ Im Palast des Hohepriesters sind sie zusammengekommen, um zu beraten, was sie gegen Jesus unternehmen sollen. „Er muss weg!“ Da sind sie sich einig und sie suchen nur noch nach einem richtigen Zeitpunkt dafür. „Am besten nicht in der Öffentlichkeit! Am besten, wenn es nur wenige mitbekommen.“ denken sie. –
Es ist der letzte Abend vor dem großen Fest. Jesus ist noch einmal kurz aus der Stadt hinausgegangen. In einem kleinen Vorort von Jerusalem ist er eingeladen. Betanien – so heißt das kleine Dorf. Und Simon heißt sein Gastgeber.
Alle nennen ihn „Simon, den Aussätzigen“. Nicht, weil er krank ist, nennen sie ihn so, sondern sondern weil er einmal krank war und inzwischen wieder gesund ist. Er hat wohl eine lange Zeit der Quarantäne hinter sich bringen müssen, bis es ihm – nach Sichtung durch einen Priester – wieder
erlaubt war, am öffentlichen Leben teilzunehmen, ja Gäste zu sich einzuladen. „Simon der – geheilte - Aussätzige“. Ob Jesus ihn geheilt hat? Das wird nicht erzählt.
Simon jedenfalls hat Jesus und seine Freunde zu sich eingeladen. Der Tisch ist festlich gedeckt. Simon, Jesus und seine Freunde und vielleicht noch ein paar andere, die Simon eingeladen hat, sitzen zusammen zu Tisch. Wahrscheinlich sind es nur Männer.
Frauen haben in dieser Runde eher wenig zu suchen. Sie sind höchstens dafür da, die Gäste zu bewirten. Aber die Gespräche, die geführt werden, führen die Männer unter sich.
Da geht die Tür auf und eine Frau betritt den Raum. Alle schauen sie an. Wir kennen nicht ihren Namen. Matthäus, der uns die heutige Geschichte erzählt, nennt ihn nicht. Vielleicht weil ihm in 1. Linie das wichtig ist, was sie jetzt tut.
Die Frau bleibt nämlich nicht lange im Eingang stehen. Sie geht schnurstracks auf Jesus zu.
Alle sehen: In ihren Händen hält sie ein Gefäß, wie eine kleine Flasche. Sie öffnet den Deckel.
Und ziemlich schnell wissen alle, was in der Flasche ist. Denn ein wunderbarer Duft zieht durch den Raum.

(Aktion - Parfum)

Alle riechen das Parfum. Alle wissen: Das war nicht billig! Das ist richtig teuer! Dafür muss man lange arbeiten, um das kaufen zu können.
Die Frau träufelt das Parfum auf Jesu Kopf. Tropfen für Tropfen. Jesus gefällt das, was sie tut. Er sieht sie an. Er lächelt.
Aber die anderen Männer im Raum lächeln nicht. Im Gegenteil: die Freunde von Jesus sind entsetzt.
Und dann machen sie ihrem Ärger Luft: „Wozu diese Verschwendung?“ sagen sie. „Dieses Parfum hätten man verkaufen können und das Geld vom Verkauf den Armen geben können. Das wäre sinnvoller gewesen!“
Jesus schaut seine Freunde an. Jetzt lächelt er nicht. Eher traurig sieht er aus und sagt: „Warum greift ihr die Frau an? Warum macht ihr ihr das Leben schwer? Sie hat doch was Gutes an mir getan! Arme habt ihr doch zu aller Zeit um euch und könnt euch für sie einsetzen. Diese Frau aber hat etwas getan, was Ihr anscheinend nicht versteht: sie hat mich schon heute gesalbt zu meinem Begräbnis, wie nach meinem Tod. Wie man einen lieben Menschen, der gestorben ist, noch einmal salbt, um ihm zu zeigen, wie wertvoll er war und wie wichtig für einen selbst, so hat sie das schon heute gemacht.“
Noch einmal dreht Jesus sich um und schaut in die Runde: „Hört mir zu!“ sagt er. „Wo auch immer und wann auch immer von mir erzählt werden wird auf der Welt, da wird man auch von dieser Frau erzählen und sich immer und überall an sie erinnern!“
Dann schaut er wieder die Frau an. Und sie verabschiedet sich von ihm. Sie nimmt ihr nahezu leeres Fläschchen und geht durch den Raum, durch die Tür nach draußen. Und alle, alle schauen ihr nach.

Musik. Intermezzo: aus Bach’s Matthäuspassion: „Wozu dienet dieser Unrat …Du lieber Heiland du“


Anmerkungen:

Liebe Gemeinde, lieber Kinder und Erwachsene,
„Was für eine Verschwendung!“ Oder fast noch böser im Text der Vertonung von J.S. Bach eben: „Wozu dienet dieser Unrat..?“
Die Freunde Jesu machen jedenfalls ihrem Unmut Luft über das, was die Frau in Bethanien da tut. „Was für eine Verschwendung!“ und es ist tatsächlich eine! Kostbares Salböl – im Markusevangelium, wo die Geschichte auch erzählt wird, wird sogar der genaue Wert angegeben: 300 Silberstücke, das Jahresgehalt eines Arbeiters der damaligen Zeit.
Ihr Kinder hättet euch bestimmt von dieser Summe genauso wenig irritieren lassen, wie Jesus und wie die Frau das in der Geschichte tun. Manchmal kann es eben nicht genug sein für Euch: nicht genug an Eis, an Sand und Wasser zum „Plörren“, an Geld für ein Spielzeug…. – na und! Über Kosten macht Ihr euch nicht so viele Gedanken, wenn es darum geht, dass etwas Spaß macht und funktioniert…höchsten die Eltern stöhnen im Hintergrund: „Mensch eine ganz schöne Verschwendung!“
„Verschwendung“ – das ist also ein erwachsenes Wort, ein erwachsener Vorwurf und nicht nur deshalb auch durchaus immer wieder mal vernünftig. Damit wird darauf aufmerksam gemacht, dass Ressourcen endlich sind: Wasser-verschwendung; Geld-verschwendung in Staat und Kirche… man denke nur an die Summen, die für den Hauptstadtflughafen oder für ein katholisches Pfarrhaus in Limburg zum Fenster rausgeworfen worden sind und zurecht für Empörung gesorgt haben.
Von außen betrachtet scheint so manches nach Verschwendung auszusehen, aber ab und zu lohnt ein 2. Blick. Gewiss werden demnächst und in den nächsten Jahren etliche, die unsere Kirche besuchen und die Innensanierungsarbeiten wahrnehmen auch denken: „Was für Kosten! Steht das in einem Verhältnis! Darf man das in einer Zeit, immer knapper werdender nicht nur finanzieller Ressourcen!? Wäre das Geld nicht besser in diakonische Arbeit oder Entwicklungshilfe angelegt!?“
Unsere Kirchenälteste erzählt in dem Zusammenhang, wie oft sie bei Führungen von Touristen/innen durch unsere Kirche, besonders beim Anblick des Goldenen Schreins gefragt wurde: „Hätte das Elisabeth gewollt?“ Und unsere Kirchenälteste hat dann auf die Geschichte von der „Salbung in Bethanien“ hingewiesen und darauf, dass Jesus die Frage nach den Kosten, die moralisch ja durchaus berechtigt ist, hier abschmettert und darauf hinweist: „Arme habt ihr allezeit bei euch!“ Und sie hat den vernünftig fragenden Menschen dann auch noch mitgegeben: „Ob wir ohne diese große Kirche und ohne den sündhaft teuren Schrein heute noch an Elisabeth denken würden und uns so von ihr zu sozialem Handeln aus unserem Glauben heraus motivieren ließen? Ich bin mir nicht sicher.“
„Was für eine Verschwendung!“ der durchaus immer wieder mal berechtigte moralische Aufschrei von – leider Gottes – oft Menschen, die es gut meinen, braucht immer auch den Blick darauf, warum eine/r so etwas Verschwenderisches tut!
Im Fall der Frau in unserer Geschichte geschieht es ja aus Liebe, aus Herzenszuneigung zu diesem Jesus. Und für die „Liebe“ ist „Verschwendung“ eben keine Kategorie, weil Liebe sich immer verschwendet, sonst wäre sie keine. Wer bei dem, was er dem Menschen schenkt, der ihm am Herzen liegt, nachrechnet, wie viel das kostet, sollte lieber die Finger von der Liebe, der Beziehung lassen. Wer liebt, will dem Geliebten Gutes tun, und dabei fragt er/sie nicht danach, was das kostet oder ob das „im Verhältnis“ steht.
Bei Matthäus, in unserer Geschichte kommt zu diesem „verschwenderischen Moment“ der Liebe aber noch etwas anderes dazu: „Jesus sagt über die Frau: Sie hat mich im Voraus für mein Begräbnis gesalbt.“ Da wird das Handeln der Frau aus Liebe auch in Verbindung mit dem bevorstehenden Tod Jesu gebracht. Liebe und Tod – die
haben oft unmittelbar miteinander zu tun. Beim Tod eines geliebten Menschen verbieten sich auch fast von selbst „Kosten-fragen“.
Das was die Frau bei Matthäus tut und wie Jesus es für sich dort deutet, erinnert mich an Aktionen wie den „Wünschewagen“ oder die Aktion „Herzenswünsche“, die in den letzten Jahren ins Leben gerufen worden sind. Gemeint sind Aktionen, die die letzten Wünsche eines totkranken Menschen, eines Kindes oder Erwachsenen, erfüllen – ohne danach zu fragen, ob das nicht ein bisschen übertrieben, zu teuer, unverhältnismäßig oder sonst was ist:
Da wird bsw. der Wunsch eines Mannes erfüllt, der gerne den Profiboxer aus dem Ausland einmal treffen würde, den er schon seit Jugendzeiten verehrt; da wird der Wunsch der sterbenskranken Frau erfüllt, die gerne einmal mit einem Fallschirm gesprungen wäre und man setzte alle finanziellen und sonstigen Hebel in Bewegung und ermöglicht einen Tandemsprung mit einem Profi; da wird das sterbenskranke Kind liegend zu einem Bundesligaspiel gefahren und bekommt noch ein Treffen mit dem Fußballer, den es so verehrt. U.u.u.
Diese Art „Verschwendung“ kommt dem nahe, was Matthäus darunter versteht, was die Frau in Bethanien tut.
Verschwendung aus Liebe und Menschlichkeit – die so handeln will die Geschichte in Schutz nehmen gegen all die moralisch richtigen Argumente und allzu vernünftigen Vor- und Anwürfe/Angriffe. Was aus Liebe für einen Menschen getan wird, soll nicht bewertet werden, ob das nicht zu viel des Guten ist, ob das verhältnismäßig ist, ob man das nicht einsparen könnte!
Schön, dass Jesus uns hier sagt, dass wir das, was die hier Frau tut, immer und überall, wo von ihm erzählt wird, erinnern sollen –
und gut, dass er uns damit auch sagt, dass wir der Liebe freie Hand lassen sollen gegen allzu viel Vernunft, gegen moralisch schlechte Gewissen und falsch verstandene Sparsamkeit! Amen.


Lied: Kostbar war der Moment (EG+12)

1.Kostbar war der Moment, als sie das Haus betrat,
das Salböl in den Händen, um Liebe zu verschwenden.
Kostbar war der Moment. Gepriesen, was sie tat!

2.Kostbar war der Moment, als sie mit leichtem Gang
die Mauer der Bedenken durchschritt, um Trost zu schenken.
Kostbar war der Moment. Für sie ein Lobgesang!

3.Kostbar war der Moment, als sie das Siegel brach
und Duft das Haus erfüllte, sie zärtlich Ängste stillte.
Kostbar war der Moment. Erinnerung wirkt nach.

4.Kostbar war der Moment, als Jesus sie bewahrt,
sie schützte und sie ehrte, als sie sein Danke hörte.
Kostbar war der Moment, als Gott den Raum betrat!
(Text: Ilona Schmitz-Jeromin/Musik: Hans-Stephan Simon)


Lasst uns beten:
Gott, was aus Liebe geschieht, kann nicht „verschwendet“ sein. Wir danken dir für all die Momente in unserem Leben, wo wir so aus Liebe zu einem Menschen handeln und denken – Kind oder Erwachsener.
Hilf uns, dass wir beim Namen nennen, was uns in Gesellschaft und Kirche als „verschwendet“ vorkommen, wo Ressourcen und Geld und Kraft unnötig „verschwendet“ werden. –
Wir bitten dich darum, dass wir Andere weniger bewerten und mit moralischen Argumenten angehen, dass wir vielmehr genau hinschauen, warum eine*r etwas tut!
Hilf uns, liebevoller miteinander umzugehen; großzügiger und weniger verbissen!
Gott, sei Du bei uns in diesen Tagen! Sei bei denen, die in Kliniken und Heimen für andere da sind! Gib jedem/r von
uns und uns als Gesellschaft im Ganzen einen langen Atem und Geduld im Umgang mit der Pandemie und ihren Herausforderungen!
In der Stille sagen wir dir, an was wir an diesem Morgen ganz persönlich denken: - Stille –
Alles fassen wir zusammen und Jesu Worten und beten gemeinsam weiter:

Vater unser im Himmel …


Bekanntmachungen


Liedstrophen: Komm, Herr, segne uns (EG 170, 1-2)

1. Komm, Herr, segne uns, dass wir uns nicht trennen,
sondern überall uns zu dir bekennen.
Nie sind wir allein, stets sind wir die Deinen.
Lachen oder Weinen wird gesegnet sein.

2. Keiner kann allein Segen sich bewahren.
Weil du reichlich gibst, müssen wir nicht sparen.
Segen kann gedeihn, wo wir alles teilen,
schlimmen Schaden heilen, lieben und verzeihn.
(Text und Musik: Dieter Trautwein, 1978)


Segen:

Gott segne dich und behüte dich. Er lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Er erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir seinen Frieden. Gemeinde: Amen…


Musik: Choral: „Erkenne mich, mein Hüter“ (aus der „Matthäuspassion“ von Bach)

Kommentare und Antworten

×

Name ist erforderlich!

Geben Sie einen gültigen Namen ein

Gültige E-Mail ist erforderlich!

Gib eine gültige E-Mail Adresse ein

Kommentar ist erforderlich!

Datenschutzerklärung ist erforderlich!

Please accept

* Diese Felder sind erforderlich.

Sei der erste der kommentiert