Gottesdienst am Sonntag Trinitatis zum Nachlesen

Elisabethkirche. Foto: Christian Lademann

Wir feiern den Gottesdienst am Sonntag Trinitatis (30.5.2021), dem sechsten Sonntag nach Ostern. Hier können Sie nun den Gottesdienst nachlesen und von daheim aus feiern.

Gottesdienst Sonntag Trinitatis

Pfarrer Ralf Hartmann hält diesen Gottesdienst.

Nehmen Sie sich Zeit, zünden Sie ein Kerze an und versuchen alles eventuell Störende auszublenden und dann feiern Sie den Gottesdienst auf ihren Tablets und Bildschirmen.

Gottesdienst am Sonntag Trinitatis (30.5.2021) zum Nachlesen

mit Pfarrer Ralf Hartmann

Glockengeläut

Vorspiel Orgel + Trompete: Georg Philipp Telemann - Intrada


Begrüßung

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes!
Unsere Hilfe kommt von dem Herrn...

Herzlich willkommen zum Gottesdienst in der Elisabethkirche.
Ich grüße Sie mit dem Wochenspruch aus dem Buch des Propheten
Jesaja: "Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth;
alle Lande sind seiner Ehre voll." (Jes. 6,3)

Dreimal heilig ist unser Gott - heute feiern wir den Sonntag Trinitatis.
Und erinnern uns daran, wie Gott uns begegnet:
als Vater, als Sohn und als Heilige Geistkraft.

Zur Feier dieses besonderen Festtages haben wir für Sie
eine kleine Überraschung vorbereitet.
Darauf dürfen Sie sich jetzt schon freuen.
Ich wünsche uns einen gesegneten Gottesdienst!


Liedvortrag EG Lied 166, 1 + 2

1. Tut mir auf die schöne Pforte, / führt in Gottes Haus mich ein;
ach wie wird an diesem Orte / meine Seele fröhlich sein!
Hier ist Gottes Angesicht, / hier ist lauter Trost und Licht.

2. Ich bin, Herr, zu dir gekommen, / komme du nun auch zu mir.
Wo du Wohnung hast genommen, / da ist lauter Himmel hier.
Zieh in meinem Herzen ein, / lass es deinen Tempel sein
Text: Benjamin Schmolck 1734 - Melodie: Joachim Neander 1680, Darmstadt 1698


Worte aus Psalm 145

Ich will dich erheben, mein Gott, du König,
und deinen Namen loben immer und ewiglich.
     Der Herr ist groß und sehr zu loben,
     und seine Größe ist unausforschlich.
Kindeskinder werden deine Werke preisen
und deine gewaltigen Taten verkündigen.
     Gnädig und barmherzig ist der Herr,
     geduldig und von großer Güte.
Dein Reich ist ein ewiges Reich,
und deine Herrschaft währet für und für.
     Der Herr ist getreu in all seinen Worten
     und gnädig in allen seinen Werken.
Der Herr hält alle, die da fallen,
und richtet alle auf, die niedergeschlagen sind.
     Aller Augen warten auf dich,
     und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit.
Du tust deine Hand auf
und sättigst alles, was lebt, nach deinem Wohlgefallen.
     Der Herr ist nahe allen, die ihn anrufen,
     allen, die ihn ernstlich anrufen.
Er tut, was die Gottesfürchtigen begehren,
und hört ihr Schreien und hilft ihnen.
Ps 145,1.3.4.8.13-16.18-19


Liedvortrag: Ehr‘ sei dem Vater und dem Sohn


Tagesgebet

Lieber Vater im Himmel,
Du hast Himmel und Erde geschaffen.
Und hältst uns und alle Welt am Leben.
Du bist unter uns gewesen als Mensch.
Jesus hat unser Leben und Sterben geteilt.
Und nun bist du unter uns lebendig durch deinen Heiligen Geist.
Lass ihn kräftig in uns wirken, damit Liebe und Freundlichkeit
und Erbarmen in unser Leben einziehen.
Wir loben und preisen Dich, den Dreieinigen Gott,
der du lebst und Leben schenkst von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Liedvortrag: Amen


Schriftlesung und Predigttext: Johannesevangelium 3, 1 - 8

1 Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern mit Namen Nikodemus, ein Oberster der Juden.
2 Der kam zu Jesus bei Nacht und sprach zu ihm:
Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, von Gott gekommen;
denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm.
3 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.
4 Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er denn wieder in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden?
5 Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir:
Wenn jemand nicht geboren wird aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen.
6 Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch;
und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist.
7 Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe:
Ihr müsst von Neuem geboren werden.
8 Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl;
aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt.
So ist ein jeder, der aus dem Geist geboren ist.

Liedvortrag: Halleluja

Glaubensbekenntnis


Liedvortrag EG Lied 139, 1 - 3

1. Gelobet sei der Herr, / mein Gott, mein Licht, mein Leben,
mein Schöpfer, der mir hat / mein’ Leib und Seel gegeben,
mein Vater, der mich schützt / von Mutterleibe an,
der alle Augenblick / viel Guts an mir getan.

2. Gelobet sei der Herr, / mein Gott, mein Heil, mein Leben,
des Vaters liebster Sohn, / der sich für mich gegeben,
der mich erlöset hat / mit seinem teuren Blut,
der mir im Glauben schenkt / das allerhöchste Gut.

3. Gelobet sei der Herr, / mein Gott, mein Trost, mein Leben,
des Vaters werter Geist, / den mir der Sohn gegeben,
der mir mein Herz erquickt, / der mir gibt neue Kraft,
der mir in aller Not / Rat, Trost und Hilfe schafft.
Text: Johann Olearius 1665


Predigt

Liebe Gemeinde,
ein Mann kommt zu Jesus in der Nacht.
Schon diese Zeitangabe lässt aufhorchen.
Und weckt die Phantasie.
Die Nacht - das kann so viel bedeuten:
ein Spaziergang in der klaren, kühlen Luft,
unter einem weiten Sternenhimmel.
Aber auch ein kleines armseliges Zimmer, wo jemand einsam und verloren
auf seinem Bett liegt und an die Decke starrt.
Doch der Ort des Gesprächs scheint unwichtig zu sein.
Der Evangelist Johannes betont nur die ungewöhnliche Zeit.
Nikodemus, der Ratsherr, der frommer Pharisäer,
der gebildete Schriftgelehrte, kommt zu Jesus in der Nacht.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht.
Aber wenn ich das höre, dann kommen mir
sofort besondere Nächte in den Sinn.
Nächte, in denen ich mit Freunden gesessen, getrunken
und diskutiert habe.
Nächte zu zweit am Küchentisch.
Leuchtende Nächte voller Liebe und Lust und Hingabe.

Aber eben auch ganz andere Nächte.
Schlaflos, mit trüben Gedanken.
Wo Unwichtiges oft so groß wird.
Nächte voller Angst, voll bangem Warten.
Und Nächte, in denen die Einsamkeit weh tat.

Gerade die Zeit nach Mitternacht
heißt nicht umsonst: die 'Geisterstunde'.
Weil sich da, in der Nacht, die Geister melden.
Meistens Geister aus der Vergangenheit:
Taten. Worte. Längst vergessene Momente.
Aber jetzt, in der Nacht, wollen sie angeschaut werden.
Sie machen Angst, fordern Aufmerksamkeit.
Und sie sind nicht die Einzigen, die uns den Schlaf rauben.
Manchmal melden sich dazu auch noch
die Geister des kommenden Tages.
Lassen uns zittern vor schwierigen Aufgaben.
Flüstern uns zu, was alles schief gehen kann
und malen den Teufel an die Wand.
In der Nacht ringen sie miteinander und mit uns:
die Geister der Vergangenheit und der Zukunft.

Dass Jesus und Nikodemus sich in der Nacht begegnen,
ist also kein Zufall.
Die Fragen nach Vergangenheit und Zukunft
spiegeln sich auch in ihrem Gespräch.

Nikodemus beginnt es respektvoll.
'Wir wissen, dass Du ein Lehrer bist, von Gott gekommen.'
Wir wissen... Er spricht also im Namen einer Gruppe.
Er ist der Abgesandte von denen, die das Sagen haben in Israel. Ein Konservativer.
Ein Bewahrer, im guten Sinn des Wortes.

Warum er wirklich zu Jesus gekommen ist, wissen wir nicht.
Vielleicht, weil es kurz vorher im Tempel einen Skandal gab.
Jesus hatte mit der Peitsche die Händler vertrieben.
Die Kirche ist ein Bethaus, hatte er gerufen,
und ihr macht eine Markthalle daraus!
Nikodemus hatte das sicher mitbekommen.
Vielleicht haben sie ihn deshalb geschickt und gesagt:
Rede Du mal mit ihm! Bring ihn zur Vernunft!
Und nun kommt er und versucht es mit Diplomatie.
Er sagt: '... niemand kann die Zeichen tun, die du tust,
es sei denn Gott mit ihm....'

Wäre Jesus ein normaler jüdischer Rabbi gewesen,
hätte das der Auftakt zu einem netten Gespräch werden können.
Aber dazu hatte er keine Zeit oder keine Lust.
Der Smalltalk fällt aus.
Jesus kommt direkt zur Sache.
Er weiß: es geht Nikodemus um das Thema,
das damals alle in Israel umgetrieben hat:
Wann bricht das Reich Gottes an?
Und was kann ich tun, um dabei zu sein?
Muss ich dazu besonders fromm leben?
Muss ich die Gebote einhalten?
Muss ich jeden Tag in den Tempel oder die Kirche gehen?

Vermutlich hätte Nikodemus jeden Rat akzeptiert.
Er hätte alles getan, um sich seine Eintrittskarte
für das Reich Gottes zu erarbeiten.
Aber genau damit kann Jesus nicht dienen.
Weil ein Mensch sich das Reich Gottes nicht erarbeiten kann.

Und so sagt er ihm:
"Wer nicht von Neuem geboren wird,
der kann das Reich Gottes nicht sehen."
Nikodemus versteht das nicht.
Neu geboren werden? Was heißt das?
Soll ein Mensch zurück in den Bauch seiner Mutter?
Das ist doch Unsinn.
Deshalb sagt es Jesus noch einmal genauer:
"Wenn jemand nicht geboren wird
aus Wasser und Geist,
so kann er nicht in das Reich Gottes kommen."
Und das ist neu für den klugen Schriftgelehrten.
Das hat er noch nicht gehört.
Oder wollte es nicht wahrhaben.
Aber jetzt ist es ausgesprochen:
ein Mensch kann zweimal geboren werden!

Es gibt die erste Geburt, die wir alle kennen.
Ein Mensch wird von einer Frau aus Fleisch und Blut geboren.
Und deshalb bleibt er auch bis zum letzten Atemzug
ein Wesen aus Fleisch und Blut, das lebt und irgendwann stirbt.
Um das zu verstehen, muss man kein Christ sein.
Aber es ist nur die eine Hälfte der Wirklichkeit.

Die andere Hälfte erschließt sich erst, wenn man Christ wird.
Denn dann lernt man zu verstehen,
dass es neben der ersten noch eine zweite Geburt gibt.
Sie geschieht, wo Wasser und Geist zusammenkommen.
Und das soll wohl heißen:
sie geschieht durch das Wasser der Taufe
und durch das, was Gottes Geist in dem Getauften bewirkt.

Nikodemus wollte wissen, was er selber tun konnte,
um sich auf Gottes Reich vorzubereiten.
Aber die Antwort von Jesus darauf war ernüchternd:
'Du selbst kannst gar nichts dafür tun!
Du konntest zu deiner ersten Geburt nichts beitragen.
Und du kannst auch zu der neuen Geburt nichts beitragen.
Denn der Geist weht, wo er will.
Du kannst ihm nicht sagen, was er tun soll.
Du kannst nur sehen, was er bewirkt.
Und du kannst sehen, wie die neue Geburt Menschen verwandelt.
Sie werden zu Menschen, die neu anfangen.
Und die ein neues Leben beginnen.

Liebe Gemeinde,
Geisterstunde.
Das Ringen der Vergangenheit mit der Zukunft.
Es hat eine religiöse Dimension.
Aber auch eine gesellschaftliche Dimension.
Wie können wir das Alte gut zurücklassen?
Und etwas Neues beginnen?

Schon wenn wir auf unser eigenes kleines Leben schauen,
sind diese Fragen wichtig:
Wie kann ich hinter mir lassen, was mich lähmt?
Wie kann ich mit Zuversicht in die Zukunft blicken?
Und gleichzeitig sind es auch die Fragen unserer Gesellschaft.

Die ganze Menschheit sehnt sich nach einem Neuanfang.
Wann haben wir das deutlicher gespürt
als während der Corona-Pandemie?
Die Sehnsucht ist groß:
Nach Begegnungen. Nach Umarmungen.
Nach Besuchen im Schwimmbad. Im Theater.
Nach sicheren Arbeitsplätzen und nach unbeschwerten Reisen.
Die Sehnsucht, wieder zu Singen und zu Feiern.

Und gleichzeitig wachsen die Fragen:
Wird es nach Corona so weitergehen wie vorher?
Oder kehren wir doch wieder zurück zur alten Normalität?
Dürfen wir das überhaupt?
Steuert die Welt nicht auf einen Abgrund zu?
Durch unseren Lebensstil vernichten wir
viele Grundlagen des Lebens.
Wir verändern das Klima.
Vermüllen die Welt.
Vernichten Tiere und Pflanzen.
Sind wir also gesellschaftlich nicht gerade da,
wo Nikodemus im Gespräch mit Jesus gelandet ist?
Erleben wir nicht auch gerade den verbissenen Kampf
zwischen einem alten System und einer neuen Lebenshaltung?
Wie kann mit diesem Erbe eine gute Zukunft entstehen?

Aus unserem Predigttext können wir lernen:
dass das Reich Gottes nicht einfach verfügbar ist.
Das heißt für uns: wir sollten nicht denken, dass wir eine heile,
perfekte Welt allein aus eigenen Kräften gestalten könnten.
Darum kümmert sich Gott schon selbst.

Aber weil wir heute den Sonntag Trinitatis feiern,
sage ich es noch einmal ausdrücklich:
Wir hören dabei auf die Worte Jesu.
Wir lassen uns anrühren von seinem Geist.
Und wissen uns so verbunden mit dem Schöpfer, mit Gott selbst.
Und teilen seine Liebe zum Leben, zur Schöpfung, zur Natur.

Liebe Gemeinde,
ich denke, so viel dürfen wir aus der Begegnung
von Jesus und Nikodemus mitnehmen:
wer getauft ist und mit Gottes Geist in Berührung kommt,
der bleibt nicht der Mensch, der er immer schon war.
Auch wenn wir alt werden, wirkt sein Geist in uns weiter.
Wir können aufhören mit Dingen,
die uns und unsere Umwelt belasten.
Und aufbrechen, Neues wagen,
das dem Leben dient und die Schöpfung bewahrt.
Und das kann ganz klein anfangen:
- mit einem Blumenbeet für Bienen, das wir neu anlegen
- mit dem gelegentlichen Verzicht auf lange Autofahrten, auf
Flugreisen und anderes, das die Natur belastet
- mit der Vermeidung von Müll
- oder dem Senken des Wasserverbrauchs.
Selbst solche kleinen Schritte
lassen uns ja etwas von einer neuen Lebendigkeit spüren.
Verzagtheit und depressive Verstimmungen
haben dann keinen Raum mehr.
Wir müssen nicht viel tun - nur das, was wir können.
Alles andere überlassen wir ganz getrost Gott.
Wir spüren das Sausen des Windes.
Und sehen, welche Kräfte sein Geist freisetzt.
Deshalb vertrauen wir darauf: Neues Leben wird möglich.
Auch wenn wir nicht immer genau wissen,
wie es aussieht und wohin es uns führt. Amen

Liebe Gemeinde,
einen winzigen Vorgeschmack auf das Neue
dürfen wir heute miteinander erleben.
Wir dürfen zum ersten Mal
seit über einem Jahr wieder miteinander Singen!
Zwar nur draußen und mit Masken und Abstand - aber immerhin!
Deshalb laden wir Sie jetzt ein zu den Klängen der Orgel
zu einem Spaziergang nach draußen.
Bitte halten Sie dabei Abstand, nehmen Sie sich Zeit beim Gehen.
Wenn alle draußen sind, leitet uns Nils Kuppe an,
bei einem ersten, neuen Lied.
Und der Friede Gottes, der höher ist als alle unsere Vernunft,
der bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen

Zug nach draußen

Liedvortrag Katholisches Gesangbuch Gotteslob GL 346

Refrain: Atme in uns, Heiliger Geist, / brenne in uns, Heiliger Geist,
wirke in uns, Heiliger Geist. Atem Gottes komm!

1. Komm du Geist, durchdringe uns, komm du Geist, kehr bei uns ein.
Komm du Geist, belebe uns, wir ersehnen dich.

2. Komm du Geist, der Heiligkeit, komm du Geist der Wahrheit.
Komm du Geist der Liebe, wir ersehnen dich.

3. Komm du Geist, mach du uns eins. komm du Geist erfülle uns.
Komm du Geist und schaff uns neu, wir ersehnen dich.
T: Jean-Marc Morin M: Pierre und Viviane Mugnier

Abkündigungen


Fürbitten

Wir bringen unseren Dank und unsere Fürbitten im Gebet vor Gott.

Du dreieiniger Gott,
du hast uns das Leben gegeben, du willst unser Glück,
du lässt uns aufatmen. Dafür danken wir dir.

Gott, wir gehören zu dir. Wir sind deine Geschöpfe.
Deshalb bitten wir dich heute um Lebenskraft für deine Schöpfung.

Ganz besonders bitten wir für die Kranken –
in unserer Nachbarschaft und in der Ferne.
Wir bitten für die Trauernden – du kennst ihre Namen.
Gott, du bist der Schöpfer - und wir bitten dich für die Erschöpften.
Hab Erbarmen und gib ihnen Kraft für einen neuen Anfang.

Gott, wir gehören zu dir.
Du rettest und bringst Frieden.
Deshalb bitten wir dich heute:
bring doch Versöhnung in deine Schöpfung hinein.
Wir bitten für die, die einander Feind sind –
unter den Völkern, in unserer Gesellschaft, auch in unserer Mitte.
Wir bitten für die, die nach Rettung schreien –
in Gefängnissen, Folterkellern, auf der Flucht.
Gott, du begegnest uns in Jesus Christus –
Hab Erbarmen mit ihnen und uns.

Gott, wir gehören zu dir.
Du schenkst uns neuen Atem.
Deshalb bitten wir dich um Hoffnung für deine Schöpfung.
Wir bitten für die Suchenden, die Ratlosen und die die Wütenden.
Wir bitten für die, die enttäuscht sind –
von anderen Menschen, vom Glauben, auch von der Kirche.
Gott, Heiliger Geist – wir bitten für alle die sich sehnen nach Dir:
Hab Erbarmen und lass unser Leben neu werden.

In der Stille bringen wir noch vor dich,
was uns selbst heute ganz besonders auf dem Herzen liegt. -
(Stille)

Gemeinsam beten wir:

Vaterunser

Abkündigungen


Lied EG 503, 1 + 8 -9

1. Geh aus, mein Herz, und suche Freud / in dieser lieben Sommerzeit
an deines Gottes Gaben; / schau an der schönen Gärten Zier
und siehe, wie sie mir und dir / sich ausgeschmücket haben,
sich ausgeschmücket haben.

8. Ich selber kann und mag nicht ruhn, / des großen Gottes großes Tun
erweckt mir alle Sinnen; / ich singe mit, wenn alles singt,
und lasse, was dem Höchsten klingt, / aus meinem Herzen rinnen,
aus meinem Herzen rinnen.

9. Ach, denk ich, bist du hier so schön
und lässt du’s uns so lieblich gehn / auf dieser armen Erden: /
was will doch wohl nach dieser Welt / dort in dem reichen Himmelszelt
und güldnen Schlosse werden, / und güldnen Schlosse werden!
Text: Paul Gerhardt 1653 Melodie: August Harder vor 1813


Segen

Der HERR segne dich und behüte dich.
Der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig.
Der HERR erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden.

Gemeinde: „Amen, Amen, Amen“


Lied als Schlußmusik EG 501, 1 + 3 - 4

1. Wie lieblich ist der Maien / aus lauter Gottesgüt,
des sich die Menschen freuen, / weil alles grünt und blüht.
Die Tier sieht man jetzt springen / mit Lust auf grüner Weid,
die Vöglein hört man singen, / die loben Gott mit Freud.

3. Herr, lass die Sonne blicken / ins finstre Herze mein,
damit sich’s möge schicken, / fröhlich im Geist zu sein,
die größte Lust zu haben / allein an deinem Wort,
das mich im Kreuz kann laben / und weist des Himmels Pfort.

4. Mein Arbeit hilf vollbringen / zu Lob dem Namen dein
und lass mir wohl gelingen, / im Geist fruchtbar zu sein;
die Blümlein lass aufgehen / von Tugend mancherlei,
damit ich mög bestehen / und nicht verwerflich sei.
Text: Martin Behm (1604) 1606 Melodie: Johann Steurlein 1575;


Mitwirkende:

Orgel und E-Piano: Nils Kuppe
Gesang: Hanna Rieckmann
Trompete: Wilhelm Lichtenfels
Lesung und Abkündigungen: Gerson Kraft
Liturgie und Predigt: Pfr. Ralf Hartmann

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