Gottesdienst am Sonntag 4. Sonntag nach Trinitatis zum Nachlesen

Elisabethkirche. Foto: Christian Lademann

Wir feiern den Gottesdienst am 4. Sonntag nach Trinitatis (27.6.2021). Hier können Sie nun den Gottesdienst nachlesen und von daheim aus feiern.

Gottesdienst 4. Sonntag nach Trinitatis (27. Juni)

Pfarrer Ralf Hartmann hält diesen Gottesdienst.

Nehmen Sie sich Zeit, zünden Sie ein Kerze an und versuchen alles eventuell Störende auszublenden und dann feiern Sie den Gottesdienst auf ihren Tablets und Bildschirmen.

Gottesdienst am 4. Sonntag nach Trinitatis (27.6.2021) zum Nachlesen

mit Pfarrer Ralf Hartmann

Glockengeläut

Orgelvorspiel


Begrüßung

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes!
Unsere Hilfe kommt von dem Herrn...

Herzlich willkommen zum Gottesdienst in der Elisabethkirche.
Ich grüße Sie mit dem Wochenspruch aus dem Galaterbrief:
„Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.“
(Gal. 6,2)

Heute ist ein besonderer Tag.
Zum einen, weil es heute um zentrale Themen unseres Glaubens geht:
um Vergebung und Versöhnung.
Und zum anderen, weil wir heute zum ersten Mal
nach fast eineinhalb Jahren wieder im Gottesdienst singen dürfen.
Noch mit Mundschutz und Abstand - aber immerhin!

Ich wünsche uns einen gesegneten Gottesdienst!


Lied EG 454 „Auf und macht die Herzen weit“

1. Auf und macht die Herzen weit, / euren Mund zum Lob bereit!
Gottes Güte, Gottes Treu / sind an jedem Morgen neu.

2. Gottes Wort erschuf die Welt, / hat die Finsternis erhellt.
Gottes Güte, Gottes Treu / sind an jedem Morgen neu.

3. Gottes Macht schützt, was er schuf, / den Geplagten gilt sein Ruf.
Gottes Güte, Gottes Treu / sind an jedem Morgen neu.

4. Gottes Liebe deckt die Schuld, / trägt die Sünder in Geduld.
Gottes Güte, Gottes Treu / sind an jedem Morgen neu.

5. Gottes Wort ruft Freund und Feind, / die sein Geist versöhnt und eint.
Gottes Güte, Gottes Treu / sind an jedem Morgen neu.

6. Darum macht die Herzen weit, / euren Mund zum Lob bereit!
Gottes Güte, Gottes Treu / sind an jedem Morgen neu.
Text: Str.1,2,6 Johann Christoph Hampe (1950) 1969 nach dem englischen »Let us with a gladsome mind« von John Milton 1623; Str. 3-5 Helmut Kornemann 1972 - Melodie: nach einem Tempelgesang aus China


Worte aus Psalm 42

Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser,
so schreit meine Seele, Gott, zu dir.
     Meine Seele dürstet nach Gott,
     nach dem lebendigen Gott.
Wann werde ich dahin kommen,
dass ich Gottes Angesicht schaue?
     Meine Tränen sind meine Speise Tag und Nacht,
     weil man täglich zu mir sagt: Wo ist nun dein Gott?
Daran will ich denken
und ausschütten mein Herz bei mir selbst:
     wie ich einherzog in großer Schar,
     mit ihnen zu wallen zum Hause Gottes
mit Frohlocken und Danken
in der Schar derer, die da feiern.
     Was betrübst du dich, meine Seele,
     und bist so unruhig in mir?
Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken,
dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.
Ps 42,2-6

Gemeinde: Ehr‘ sei dem Vater und dem Sohn


Tagesgebet

Lieber Vater im Himmel,
wir kommen zu dir, so wie wir sind:
mit unserer Lebensgeschichte,
mit Verletzungen,
mit allem, was schiefgelaufen ist,
aber auch mit Dankbarkeit für viel Gutes, das wir erfahren durften.
Nun bitten wir dich:
hilf uns, auf Dein Wort zu hören.
Und unser Leben im Licht deiner Liebe neu zu bedenken.
Das bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn,
der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und Leben schenkt
von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Gemeinde: Amen


Schriftlesung und Predigttext: 1. Mose 50, 15 - 21
15 Die Brüder Josefs aber fürchteten sich, als ihr Vater gestorben war, und sprachen: Josef könnte uns gram sein und uns alle Bosheit ver gelten, die wir an ihm getan haben.
16 Darum ließen sie ihm sagen: Dein Vater befahl vor seinem Tode und sprach:
17 So sollt ihr zu Josef sagen: Vergib doch deinen Brüdern die Missetat und ihre Sünde, dass sie so übel an dir getan haben. Nun vergib doch diese Missetat uns, den Dienern des Gottes deines Vaters! Aber Josef weinte, als man ihm solches sagte.
18 Und seine Brüder gingen selbst hin und fielen vor ihm nieder und sprachen: Siehe, wir sind deine Knechte.
19 Josef aber sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Stehe ich denn an Gottes statt?
20 Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen, um zu tun, was jetzt am Tage ist, nämlich am Leben zu erhalten ein großes Volk.
21 So fürchtet euch nun nicht; ich will euch und eure Kinder versorgen. Und er tröstete sie und redete freundlich mit ihnen.

Gemeinde: Halleluja


Lied EG 243, 1 - 2 + 6 „Lob Gott getrost mit Singen“

1. Lob Gott getrost mit Singen, / frohlock, du christlich Schar!
Dir soll es nicht misslingen, / Gott hilft dir immerdar.
Ob du gleich hier musst tragen / viel Widerwärtigkeit,
sollst du doch nicht verzagen; / er hilft aus allem Leid.

2. Dich hat er sich erkoren, / durch sein Wort auferbaut,
bei seinem Eid geschworen, / dieweil du ihm vertraut,
dass er deiner will pflegen / in aller Angst und Not,
dein Feinde niederlegen, / die schmähen dich mit Spott.

6. Gott solln wir fröhlich loben, / der sich aus großer Gnad
durch seine milden Gaben / uns kundgegeben hat.
Er wird uns auch erhalten / in Lieb und Einigkeit
und unser freundlich walten / hier und in Ewigkeit.
Text: Böhmische Brüder 1544 - Melodie: 16. Jh. »Entlaubt ist uns der Walde«;
geistlich Nürnberg um 1535, Böhmische Brüder 1544, bei Otto Riethmüller 1932


Predigt

Liebe Gemeinde,
manchmal holt einen die Vergangenheit ein.
Das passiert in der Geschichte von Josef und seinen Brüdern.
Und es passiert uns heute genauso.

Vielleicht haben wir anderen ein Leid zugefügt.
Oder es war umgekehrt - andere haben uns etwas Böses angetan.
Da hat einer den anderen verletzt, gedemütigt,
hintergangen, belogen - oder noch Schlimmeres.
Und die Wunden, die dabei entstanden sind, heilen nur schwer.
Manchmal vergehen Jahre.
Und längst ist Gras über die Sache gewachsen.
Doch dann passiert etwas,
und mit einem Mal ist plötzlich alles wieder da.
Alte Wunden brechen auf.
Die schmerzhafte Vergangenheit
schwappt wie eine hässliche Brühe herüber in die Gegenwart.

Von Josef und seinen Brüdern wird das meisterhaft erzählt.
Alles beginnt mit Jakob und der Geburt seiner 12 Söhne.
Und - wie das manchmal so ist:
der Vater bevorzugt einen von ihnen - und das ist Josef.
Durch seine Arroganz bringt Josef seine Brüder gegen sich auf.
Um ihm das heimzuzahlen, werfen sie ihn in einen Brunnen.
Und verkaufen ihn als Sklave nach Ägypten.
Aber da kommt alles anders als erwartet.
Josef hat Glück: er kommt in Ägypten zu Ansehen und Macht.
Und wird der zweitmächtigste Mann nach dem Pharao.
In 7 Jahren mit reicher Ernte lässt er Getreidesilos bauen.
Und als dann 7 Jahre lang eine Dürre herrscht, kann er die Ägypter und viele andere vor dem Verhungern retten.
Deshalb kommen eines Tages auch seine Brüder nach Ägypten.
Sie erkennen ihn nicht, aber er sie sehr wohl.
Josef macht es ihnen zuerst nicht leicht.
Doch am Ende verzeiht er ihnen und holt seine ganze Familie nach Ägypten.

Aber dann stirbt der alte Vater Jakob.
Und mit einem Mal sind die Schatten der Vergangenheit wieder lebendig.
Wer von uns selber schon Vater oder Mutter, Oma oder Opa beerdigen musste, der weiß, wovon ich rede.
Wenn ein Mensch stirbt,
der bis dahin immer die Familie zusammengehalten hat, dann gerät alles ins Wanken.
Auch bei Josef und seinen Brüdern ist es der Moment, in dem die alten Verletzungen noch einmal hochkommen.
Wo die unheilvolle Vergangenheit noch einmal ihre Krallen in die Gegenwart ausstreckt.
Als die Brüder dann vor Josef hintreten, ist völlig offen, wie diese Begegnung enden wird.
Es gibt eben keinen Anspruch auf Versöhnung.
Man kann sie nicht einfordern.
Man kann niemanden dazu zwingen.
Am Ende sind alle gemeinsam dafür verantwortlich, was geschieht.
Und jede Einzelne muss sich fragen:
Will ich denn überhaupt, dass die Versöhnung gelingt?
Und was bin ich bereit dafür zu tun?

In unserer Geschichte entscheidet sich Josef, alles für die Versöhnung mit den Brüdern zu tun.
Und so ist er tatsächlich in der Bibel der erste Mensch, der anderen ihre Schuld vergibt!
Er ist der Erste, der verzeiht.
Und wie geht uns das Herz auf, wenn wir davon hören!
Weil einer diesen Mut hat, ändert sich alles.
Versagen und Schuld werden nicht verschwiegen.
Aber ihr Platz ist in der Vergangenheit.
Und dort sollen sie auch bleiben.
Für Gegenwart und Zukunft wird ihre böse Macht gebrochen.
Josef weiß: er hat die Macht, die Zukunft zu ändern.
So wie auch jeder und jede von uns diese Macht besitzt!
Wir können die Zukunft ändern!
Josef tut das, indem er seinen Brüdern vergibt,
was sie ihm angetan haben.
Und die erleben:
Josefs Vergebung bricht die Macht der Vergangenheit.
Die Schatten der Vergangenheit, die sich noch einmal drohend und in ihrer ganzen bösen Größe und Macht aufgebäumt haben - die verlieren ihre zerstörerische Kraft durch drei einfache Worte:
"Ich verzeihe Dir!"

Liebe Gemeinde,
wer die ganzen 13 Kapitel der Josefsgeschichte liest, dem kann Angst und bange werden.
Mehr als einmal sieht es da so aus, als ginge jetzt alles schief.
Aber das tut es nicht.
Die Geschichte endet mit den Worten, die wir heute als Predigttext gehört haben.
Da deutet Josef seinen verschlungenen Lebensweg und sagt:
"Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen,
aber Gott gedachte es gut zu machen,
um zu tun, was jetzt am Tage ist,
nämlich am Leben zu erhalten ein großes Volk.
So fürchtet euch nun nicht; ich will euch und eure Kinder versorgen.
Und er tröstete sie und redete freundlich mit ihnen."

Diese Worte sind wie eine Brücke hinüber ins Neue Testament.
Hin zu dem, was auch für Christinnen und Christen existentiell ist.
Jesus hat ja mindestens drei Gedanken der Josefsgeschichte in besonderer Weise zum Leuchten gebracht.
Die Liebe zu Gott und zu den Mitmenschen
     war für ihn wichtiger als alles andere.
Als ihn einer fragt: wie oft soll ich meinem Bruder vergeben -
     da antwortet er: siebenmal siebzigmal!
Und vom verlorenen Sohn erzählt er, wie sein Vater ihm verzeiht
     und ihm einen neuen Anfang möglich macht.
An alledem wird deutlich:
auch Jesus war überzeugt, dass Liebe und Vergebung
die Macht der Vergangenheit brechen können!

Liebe Gemeinde,
die Bewältigung der Vergangenheit ist ein heikles Thema.
Das war es zur Zeit von Josef, das war es für Jesus,
aber das ist es auch für uns heute.
Liebe und Vergebung können dabei viel bewirken.
Aber manchmal müssen ihnen andere Dinge vorangehen.

Besonders schmerzlich wird uns das in diesen Tagen bewusst,
wenn wir auf die Opfer von sexuellem Missbrauch hören.
Was Betroffene da ein Leben lang mit sich herumtragen,
soll und kann hier nur angedeutet werden.
Ihre Vergangenheit wirkt so in ihre Gegenwart hinein,
dass sie sich ihr oft nicht entziehen können.
Vielen fehlen bis heute die Worte, um ihr Leid zu beschreiben.
Und bei denen, die eine Sprache dafür finden,
dürfen andere nur aufmerksam zuhören.

Wichtig ist für sie zuallererst, dass jemand sie ernst nimmt,
dass einer Anteil nimmt, und versteht,
und Schmerz und Wut und Ängste mit ihnen teilt.
Für sie geht es nicht darum, die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Sondern gerade das Gegenteil.
Sie müssen ihr Sprache geben, sie zulassen, und brauchen dabei andere, die ihnen zur Seite stehen.
Und so individuell, wie ihr persönliches Schicksal, so individuell sind auch die Wege, auf denen sie
mit ihrer Vergangenheit umgehen.
Dazu können Außenstehende nur wenig beitragen.
Es geht allein darum, was die Betroffenen brauchen und sich wünschen.
Das können Aufarbeitung und Entschädigung sein.
Für andere ist es wichtig, dass die Täter vor Gericht gestellt werden.
Und wieder andere brauchen einfach nur einen Raum zum Weinen und Schreien und Anklagen - damit das Unsagbare irgendwann fassbar wird.

Liebe Gemeinde,
wenn wir heute als Christinnen und Christen die alte Geschichte von Josef und seinen Brüdern hören, dann hören wir sie im Licht der Worte Jesu.
Und können daran eines lernen:
ja, die Vergangenheit holt uns manchmal ein.
Ändern können wir sie nicht mehr.
Aber wenn wir sie verschweigen und leugnen wollen, wird nichts besser.
Für die die Bewältigung der Vergangenheit gibt es sehr verschiedenen Wege.
Die Eine braucht den behutsamen, langsamen Weg in kleinen Schritten, damit ihr irgendwann Vergebung und Versöhnung möglich wird.
Der andere braucht die mutige Entscheidung in einer heiklen Situation - so wie Josef sie getroffen hat.
Aber egal, welchen Weg wir für uns wählen:
immer geht es darum, dass die Vergangenheit nicht unsere Gegenwart und unsere Zukunft vergiften soll.

Liebe Gemeinde,
eine unserer Mitarbeiterinnen hat einmal erzählt, dass sie manchmal betet:
"Gott, du bist Gott.
Und ich bin es nicht..."
Ganz ähnlich sagt es auch Josef in unserem Predigttext:
Stehe ich denn an Gottes Statt?
Und die Antwort heißt: Nein! Tue ich nicht!
Ich bin nicht derjenige, der andere verurteilen soll.
Ich bin nicht der, der für Strafe und Vergeltung zuständig ist.
Darum kümmert sich Gott zur rechten Zeit.

Meine Aufgabe ist es, auf sein Eingreifen, und auf seine unsichtbare Führung zu hoffen.
Damit's mir am Ende hoffentlich genauso geht wie Josef.
Und wenn die Zeit dafür reif ist, darf ich Frieden schließen:
mit meiner eigenen Geschichte und mit denen, die mir weh getan haben.

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle unsere Vernunft,
der bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus.
Amen


Lied EGplus 135 „Wie ein Fest nach langer Trauer“

1. Wie ein Fest nach langer Trauer, / Wie ein Feuer in der Nacht.
Ein off'nes Tor in einer Mauer, / Für die Sonne auf gemacht.
Wie ein Brief nach langem Schweigen, / Wie ein unverhoffter Gruß.
Wie ein Blatt an toten Zweigen / Ein-ich-mag-dich-trotzdem-Kuss.
So ist Versöhnung, so muss der wahre Friede sein.
So ist Versöhnung, so ist vergeben und verzeih'n. (2 x)

2. Wie ein Regen in der Wüste, / Frischer Tau auf dürrem Land.
Heimatklänge für vermisste, / Alte Feinde Hand in Hand.
Wie ein Schlüssel im Gefängnis, / Wie in Seenot - Land in Sicht.
Wie ein Weg aus der Bedrängnis / Wie ein strahlendes Gesicht.
So ist Versöhnung, so muss der wahre Friede sein.
So ist Versöhnung, so ist vergeben und verzeih'n. (2 x)

3. Wie ein Wort von toten Worten Lippen, / Wie ein Blick der Hoffung weckt.
Wie ein Licht auf steilen Klippen, / Wie ein Erdteil neu entdeckt.
Wie der Frühling, der Morgen, / Wie ein Lied wie ein Gedicht.
Wie das Leben, wie die Liebe, / Wie Gott selbst das wahre Licht
So ist Versöhnung, so muss der wahre Friede sein.
So ist Versöhnung, so ist vergeben und verzeih'n. (2 x)
T: Jürgen Werth 1988 M: Johannes Nitsch 1988

Abkündigungen


Fürbitten

Wir bringen unseren Dank und unsere Fürbitten im Gebet vor Gott.

Lieber Vater im Himmel,
wir kommen zu dir und das tut gut.
Denn bei dir dürfen wir unser Leben so sehen,
wie du uns siehst: mit den Augen der Liebe.
Unsere Vergangenheit, unsere Gegenwart und unsere Zukunft
alles wird neu im Licht deiner Liebe.
Und dafür danken wir dir!

Aber, Gott, du weißt: da ist noch immer so viel ungestillte Sehnsucht,
da ist die Sehnsucht beachtet zu werden,
da ist der Hunger nach Anerkennung, nach Liebe,
da ist so viel Sehnsucht nach dir.
Komm uns doch entgegen!

Vater, wenn wir auf unsere Vergangenheit schauen,
dann ist da so viel Schuld,
Schuld, die wir kennen,
Schuld, die wir verdrängen,
Schuld, die uns verzweifeln lässt,
weil sie uns trennt von anderen Menschen und von dir.

Deshalb bitten wir dich: Gott, sieh hinter die Masken, die wir tragen.
Nimm die Last der Vergangenheit von uns.
Und öffne uns die Augen für das Leben, das du für uns bereit hälst:
verwandelt durch deine Vergebung,
erfüllt von Barmherzigkeit, Geduld und Frieden.
Bereit, dem Nächsten zu dienen
und deine Liebe weiterzugeben.

In der Stille bringen wir noch vor dich,
was uns selbst heute ganz besonders auf dem Herzen liegt. -
(Stille)

Gemeinsam beten wir:

Vaterunser

Abkündigungen


Lied EG 170, 1 - 3 „Komm, Herr, segne uns“

1. Komm, Herr, segne uns, dass wir uns nicht trennen,
sondern überall uns zu dir bekennen.
Nie sind wir allein, stets sind wir die Deinen.
Lachen oder Weinen wird gesegnet sein.

2. Keiner kann allein Segen sich bewahren.
Weil du reichlich gibst, müssen wir nicht sparen.
Segen kann gedeihn, wo wir alles teilen,
schlimmen Schaden heilen, lieben und verzeihn.

3. Frieden gabst du schon, Frieden muss noch werden,
wie du ihn versprichst uns zum Wohl auf Erden.
Hilf, dass wir ihn tun, wo wir ihn erspähen -
die mit Tränen säen, werden in ihm ruhn.
Text und Melodie: Dieter Trautwein 1978


Segen

Der HERR segne dich und behüte dich.
Der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig.
Der HERR erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden.

Gemeinde: „Amen, Amen, Amen“

Orgelnachspiel


Mitwirkende:
Orgel: Nils Kuppe
Lesung und Abkündigung: Anne Wollenteit
Liturgie und Predigt: Pfarrer Ralf Hartmann

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