Audio-Gottesdienst für Kinder und Erwachsene aus dem Michelchen zum 10. Sonntag nach Trinitatis (16.8) zum Mithören und Mitfeiern

Michaelskapelle (Michelchen), Foto: Christian Lademann

Wir laden Euch und Sie herzlich ein zur Michelchen-Andacht am 10. Sonntag nach Trinitatis (16. August). Wir können uns leider nicht im Michelchen treffen, weil dort zu wenig Platz ist, um Abstand zu halten, aber wir freuen uns, dass wir über unsere Website online mit Euch und Ihnen Gottesdienst feiern können.

Liebe Kinder, liebe Erwachsene vom Gottesdienst im Michelchen,

Wir beginnen mit einer neuen Reihe von Geschichten zu einem ganz wichtigen Mann der Bibel: Moses.
Astrid Berger wird uns später die 1. Geschichte zu ihm erzählen.
Die Liturgie gestaltet Pfr. Achim Ludwig.  

Wir freuen uns, dass Ihr und Sie dabei seid, und wünschen allen einen gesegneten Sonntag! 

Euer Michelchen-Team

 

…und so geht es: Schaltet am Sonntag (oder auch noch einige Tage später) im Kreis Eurer Familie oder auch allein Euren Computer, Tablet-PC oder Euer Smartphone ein, besucht die Homepage der Elisabethkirchengemeinde (www.elisabethkirche.de), klickt auf „Gottesdienst mitfeiern“ und wählt den Audio-Gottesdienst aus dem Michelchen an. Mitsingen könnt Ihr auch: EG 449, Strophe 1+3+4, EG 295, Strophen 1+4, EG+ 35, Strophen 1+2+4 und EG 395, Strophen 1-2.

Herzlich willkommen zur Audio-Andacht für Kinder und Erwachsene aus dem Michelchen.

Klickt einen der beiden Abspielknöpfe oben und folgt dem Glöckchen des Michelchens in den Gottesdienst:

Glockengeläut

Orgel

Begrüßung:

Herzlich willkommen aus dem Michelchen, herzlich willkommen Ihr und Sie, wo immer Ihr uns auch zuhört – auf dem Tablet, Handy oder vorm PC.

Die Sommerferien gehen zu Ende. Manche waren verreist, andere sind zuhause geblieben. Wie auch immer, es waren andere Sommerferien als sonst: Corona hat sich auch auf die Ferien ausgewirkt und wird auch weiter unser Leben mitbestimmen, auch unser Leben als Christen/innen. Deshalb treffen wir uns auch noch nicht im Michelchen, sondern wir feiern unseren „Gottesdienst für Kinder und Erwachsene“ digital. - Wir beginnen mit einer neuen Reihe von Geschichten zu einem ganz wichtigen Mann der Bibel: Moses. Astrid Berger wird uns später die 1. Geschichte zu ihm erzählen. -

Wir feiern unseren Gottesdienst:

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Unsere Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. –

 

Lied: Die güldene Sonne (EG 449, 1.3-4)

1. Die güldne Sonne/voll Freud und Wonne/bringt unsern Grenzen/mit ihrem Glänzen/ein herzerquickendes liebliches Licht./Mein Haupt und Glieder,/die lagen darnieder,/aber nun steh ich,/bin munter und fröhlich,/schaue den Himmel mit meinem Gesicht.

3. Lasset uns singen,/dem Schöpfer bringen/Güter und Gaben;/was wir nur haben/alles sei Gotte zum Opfer gesetzt./Die besten Güter sind unsre Gemüter;/dankbare Lieder sind Weihrauch und Widder,/an welchen er sich am meisten ergötzt.

4. Abend und Morgen sind seine Sorgen;/segnen und mehren,/Unglück verwehren/sind seine Werke und Taten allein./Wenn wir uns legen, so ist er zugegen,/wenn wir aufstehen,/so lässt er aufgehen/über uns seiner Barmherzigkeit Schein.

 

Ich bete mit Worten aus Psalm 31 – wenn Ihr wollt, könnt Ihr immer wenn ich sage: Wir rufen den Kehrvers mitsprechen:

Gott, um deines Namens willen wollest du mich leiten und führen.

Ich vertraue auf Dich, Gott.
Hör mir zu, wenn ich bete!
Komm schnell und hilf mir, wenn ich deine Hilfe brauche!
Denn du bist mein Schutz, meine Burg.
Du stehst mir zur Seite.
Du nimmst mich an der Hand.
Du führst mich auf deinem Weg.

Wir rufen:
Gott, um deines Namens willen wollest du mich leiten und führen.

Gott, in deine Hände lege ich mein Leben.
Bei dir fühle ich mich sicher und geborgen.
Du siehst meine Not.
Du stellst meine Füße auf weiten Raum.
Ich freue mich über deine Güte,
dass du siehst, was mir fehlt und dass du dich meiner annimmst

Wir rufen:
Gott, um deines Namens willen wollest du mich leiten und führen.
 

Gesang: Ehr‘ sei dem Vater und dem Sohn…
 

Lasst uns beten:

Guter Gott, wir danken dir dafür, dass Du bei uns gewesen bist in den Ferien. Wir danken dir für schöne Erfahrungen mit unseren Familien und mit Freunden*innen. Gib uns jetzt Deinen Geist, dass er unsere Herzen und Ohren öffnet für Dich und dein Wort. Amen.
 

Lied: Wohl denen, die da wandeln (EG 295, 1.4)

1) Wohl denen, die da wandeln vor Gott in Heiligkeit,/
nach seinem Worte handeln und leben allezeit;/die recht von Herzen suchen Gott/ und seine Zeugniss' halten,
sind stets bei ihm in Gnad.

4) Dein Wort, Herr, nicht vergehet,/es bleibet ewiglich,
so weit der Himmel gehet,/der stets beweget sich;
dein Wahrheit bleibt zu aller Zeit gleichwie der Grund der Erden,/durch deine Hand bereit'.
 

Geschichte: 2. Mose 3

Ich will von Mose erzählen.
Mose ist Hirte. Er hütet die Schafe und Ziegen seines Schwiegervaters.
Das Land, wo er die Tiere  hütet, ist nicht so grün wie bei uns. Es ist karg: nur Stein und Sand und hier und da ein bisschen Gras und ein paar Sträucher.
Da muss Mose schon suchen und genau schauen, wo er etwas zu fressen findet für die Tiere.
Er setzt sich auf einen Stein, um einen Moment auszuruhen.
Er denkt nach über sein Leben.
Und er erinnert sich an all das, was bisher passiert ist.
Ein dickes Buch könnte er schreiben, so viel ist geschehen:
Er erinnert sich, wie er als Kind in Ägypten geboren worden ist als Sohn jüdischer Sklaven;
wie seine Mutter ihn in einem Körbchen am Fluss Nil versteckt hatte, weil der ägyptische König alle kleinen jüdischen Jungen umbringen lassen wollte;
wie ausgerechnet die Tochter des Königs ihn dort im Körbchen gefunden hat und ihn mitgenommen hat an den Königshof;
wie er dort wie ein Prinz erzogen wurde;
Und wie er dann als erwachsener junger Mann gesehen hatte, wie ein Soldat einen jüdischen Sklaven schlug und wie er darüber so wütend geworden war, dass er den Soldaten erschlagen hatte.
Dann musste er fliehen.
Und so ist er hierhergekommen, erinnert er sich.
Und hier hat er dann seine Frau kennen- und lieben gelernt.
Seither arbeitet er als Hirte bei seinem Schwiegervater.
Moses sitzt auf dem Stein und denkt: „So lange schon habe ich nicht mehr an all das gedacht. Bis heute!“

Er schaut sich um. Er will nach den Tieren sehen, doch …
plötzlich fällt ihm etwas Anderes auf. Etwas sehr Seltsames.
Da leuchtet etwas. Da brennt etwas wie ein Feuer.
Mose ist neugierig.
Er steht auf und geht hin.
Je näher er kommt, umso seltsamer ist das, was er sieht.
Das ist ein Busch, ein Strauch – der brennt,
aber das Feuer scheint den Busch nicht zu ver-brennen.
Jetzt will es Mose genau wissen. Er geht näher ran.
Aber plötzlich hört er eine Stimme. Ganz laut hört er sie in sich.

 „Mose, Mose, zieh deine Schuhe aus. Der Boden, den Du betrittst, ist heiliges Land.“
Erst denkt Mose, dass er sich verhört hat. Vielleicht ist die heiße Sonne ihm zu Kopf gestiegen!?
Doch dann hört er noch einmal die Stimme:
„Mose, Mose, zieh deine Schuhe aus. Der Boden, den Du betrittst, ist heiliges Land.“
Da zieht Mose ganz schnell seine Schuhe aus.
Und ganz vorsichtig und langsam geht er weiter auf den brennenden Busch zu.
Da hört er wieder die Stimme: „Ich bin Gott. Ich bin der Gott deines Volkes Israel, der Gott deiner Vorfahren Abraham, Isaak und Jakob.“
Da hält sich Mose ganz schnell seine Hände vors Gesicht. Denn das hat er gelernt: Wenn man Gott sieht, muss man sterben.
Doch die Stimme spricht weiter: „Mose, ich habe einen Auftrag für Dich.! Geh nach Ägypten. Ich habe gehört, dass es meinem Volk, dem Volk Israel dort sehr schlecht geht. Der König unterdrückt sie. Sie sind nicht frei! Sie sehnen sich aber nach Freiheit. Und deshalb schicke ich Dich dorthin: Du sollst sie in die Freiheit führen und in ein Land, wo es ihnen gut geht, wo sie frei leben und entscheiden können!“
Mose erschrickt und sagt: „Ich? - Ich kann doch nicht nach Ägypten. Du weißt doch, Gott, was früher dort geschehen ist, was ich gemacht habe. Ich habe Angst davor, dort hinzugehen. Der König wird mich auslachen oder Schlimmeres, wenn er herausfindet dass ich das war, der damals den Soldaten… Und meine jüdischen Landsleute? Werden die überhaupt auf mich hören?“
„Keine Angst“, sagt Gottes Stimme. „Ich bin bei dir. Ich bin an Deiner Seite!“
Mose hört, was Gottes Stimme sagt, aber ist dennoch unsicher. Er will nicht nach Ägypten zurückgehen.
Er sagt: „Wenn meine jüdischen Landsleute mich fragen, wie denn der Gott heißt, der mich zu ihnen geschickt hat, was soll ich dann sagen?“
Die Stimme antwortet: „Sage ihnen, Sein Name  ist: „Ich werde sein, der ich sein werde.“
Mose überlegt einen Moment. Das klingt sehr geheimnisvoll.
Aber auch ermutigend: Gott ist immer da, heißt das doch.
Gott ist heute da und morgen und in alle Zukunft!
Noch während er darüber nachdenkt, hört der Busch auf zu brennen.
Mose reibt sich die Augen.
Ist das ein Traum gewesen? – Nein!
Er hat die Stimme in sich gehört, da ist er sich sicher.

Er steht auf, treibt die Schafe und  Ziegen zusammen und macht sich auf den Weg  nach Hause. Er ist sich plötzlich ganz sicher über seinen Weg.
Er wird jetzt erstmal seiner Frau und seinem Schwiegervater erzählen, was er erlebt hat.
Und dann wird er seine Sachen packen und sich auf den Weg machen nach Ägypten.
 

Lied: Kommt herbei, singt dem Herrn (EG+35, 1-2(4))

1.Kommt herbei, singt dem Herrn, ruft ihm zu, der uns befreit.(2x)/ Singend lasst uns vor ihn treten, mehr als Worte sagt ein Lied.(2x)

2. Er ist Gott, Gott für uns, er allein ist letzter Halt. (2x) Überall ist er und nirgends, Höhen, Tiefen, sie sind sein.(2x)

4. Menschen, kommt, singt dem Herrn, ruft ihm zu, der uns befreit. (2x) Singend lasst uns vor ihn treten, mehr als Worte sagt ein Lied. (2x)
 

Lasst uns beten:

Guter Gott, du rufst Moses auf einen neuen Weg, du gibst ihm einen Auftrag. Du rufst ihn heraus mitten aus seiner alltäglichen Arbeit. Er soll sich um Deine Menschen kümmern, mit dafür sorgen, dass sie in das Land gehen können, wo sie frei leben können.

Gott, lass auch uns – wie er – sehen und aufmerksam sein dafür, wo du dich zeigst: in Worten und Menschen. Hilf, dass wir hören, was du von uns willst und das tun, was wir können, damit wir selbst und Andere freier und selbstbestimmter leben können! Nimm uns die Angst davor, wenn wir uns dabei zu wenig zutrauen! -

Geh mit uns in die Tage, die kommen,
begleite uns auf den Wegen, die vor uns liegen! Bewahre und behüte uns und die, die wir lieb haben in diesen ungewissen Zeiten! -

Mit den Worten deines Sohnes Jesus beten wir:

Vater unser …
 

Lied: Vertraut den neuen Wegen (EG 395, 1-2)

1.Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr uns weist,/ weil Leben heißt: sich regen, weil Leben wandern heißt./ Seit leuchtend Gottes Bogen am hohen Himmel stand,/ sind Menschen ausgezogen in das gelobte Land.

2. Vertraut den neuen Wegen und wandert in die Zeit!/ Gott will, dass ihr ein Segen für seine Erde seid./ Der uns in frühen Zeiten das Leben eingehaucht,/ der wird uns dahin leiten, wo er uns will und braucht.
 

Einladung/Segen:

Einladen möchte ich Euch und Sie noch zum nächsten digitalen Gottesdienst in 2 Wochen am 30. August. Und habt unsere Homepage im Auge, da gibt es immer die neuesten Infos zum Gottesdienst. -

Und nun geht in die kommende Zeit mit Gottes Segen:

Gott segne dich und behüte dich. Er lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Er erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir seinen Frieden.

Gesang: Amen. Amen. Amen.
 

Orgel


Mitwirkende:

Orgel/Gesang: Jakob, Johann, Salome und  Nils Kuppe
Erzählerin: Astrid Berger
Liturg: Achim Ludwig
Tonaufnahme: Nils Hahmann


Termine der nächsten Audio-Gottesdienste für Kinder und Erwachsene aus dem Michelchen:
- Sonntag, 30. August 2020

Wir laden euch ein, auch diese Audio-Gottesdienste mit uns zu feiern!