Audio-Gottesdienst für Kinder und Erwachsene aus dem Michelchen zum 12. Sonntag nach Trinitatis (30.8) zum Mithören und Mitfeiern (Kopie 1)

Michaelskapelle (Michelchen), Foto: Christian Lademann

Wir laden Euch und Sie herzlich ein zur Michelchen-Andacht am 12. Sonntag nach Trinitatis (30. August). Wir können uns leider nicht im Michelchen treffen, weil dort zu wenig Platz ist, um Abstand zu halten, aber wir freuen uns, dass wir über unsere Website online mit Euch und Ihnen Gottesdienst feiern können.

Liebe Kinder, liebe Erwachsene vom Gottesdienst im Michelchen,

Wir setzen die Reihe von Geschichten zu einem ganz wichtigen Mann der Bibel fort: Moses.
Astrid Berger wird uns später die 2. Geschichte zu ihm erzählen.
Die Liturgie gestaltet Christa Hauptmeier.  

Wir freuen uns, dass Ihr und Sie dabei seid, und wünschen allen einen gesegneten Sonntag! 

Euer Michelchen-Team

 

…und so geht es: Schaltet am Sonntag (oder auch noch einige Tage später) im Kreis Eurer Familie oder auch allein Euren Computer, Tablet-PC oder Euer Smartphone ein, besucht die Homepage der Elisabethkirchengemeinde (www.elisabethkirche.de), klickt auf „Gottesdienst mitfeiern“ und wählt den Audio-Gottesdienst aus dem Michelchen an. Mitsingen könnt Ihr auch: EG 449, Strophe 1+3+4, EG 295, Strophen 1+4, EG+ 35, Strophen 1+2+4 und EG 395, Strophen 1-2.

Herzlich willkommen zur Audio-Andacht für Kinder und Erwachsene aus dem Michelchen.

Klickt den Abspielknopf oben und folgt dem Glöckchen des Michelchens in den Gottesdienst:

Glockengeläut

Orgel

Begrüßung:

Herzlich willkommen aus dem Michelchen, herzlich willkommen Ihr und Sie, wo immer Ihr uns auch zuhört – auf dem dem Sofa, im Kinderzimmer, in der Küche.

Wir feiern unseren Gottesdienst:

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Unsere Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. –

Wir hören und bedenken Geschichten von Moses und dem Volk Israel. Wir denken darüber nach, was Freiheit ist und was man dafür tun muss. Nicht immer leicht ist das – davon später mehr.

Lied: Die güldene Sonne (EG 449, 1.3-4)

1. Die güldne Sonne/voll Freud und Wonne/bringt unsern Grenzen/mit ihrem Glänzen/ein herzerquickendes liebliches Licht./Mein Haupt und Glieder,/die lagen darnieder,/aber nun steh ich,/bin munter und fröhlich,/schaue den Himmel mit meinem Gesicht.

3. Lasset uns singen,/dem Schöpfer bringen/Güter und Gaben;/was wir nur haben/alles sei Gotte zum Opfer gesetzt./Die besten Güter sind unsre Gemüter;/dankbare Lieder sind Weihrauch und Widder,/an welchen er sich am meisten ergötzt.

4. Abend und Morgen sind seine Sorgen;/segnen und mehren,/Unglück verwehren/sind seine Werke und Taten allein./Wenn wir uns legen, so ist er zugegen,/wenn wir aufstehen,/so lässt er aufgehen/über uns seiner Barmherzigkeit Schein.

 

Ich bete mit Worten aus Psalm 31 – wenn Ihr wollt, könnt Ihr immer wenn ich sage: Wir rufen den Kehrvers mitsprechen:

Gott, um deines Namens willen wollest du mich leiten und führen.

Ich vertraue auf Dich, Gott.
Hör mir zu, wenn ich bete!
Komm schnell und hilf mir, wenn ich deine Hilfe brauche!
Denn du bist mein Schutz, meine Burg.
Du stehst mir zur Seite.
Du nimmst mich an der Hand.
Du führst mich auf deinem Weg.

Wir rufen:
Gott, um deines Namens willen wollest du mich leiten und führen.

Gott, in deine Hände lege ich mein Leben.
Bei dir fühle ich mich sicher und geborgen.
Du siehst meine Not.
Du stellst meine Füße auf weiten Raum.
Ich freue mich über deine Güte,
dass du siehst, was mir fehlt und dass du dich meiner annimmst

Wir rufen:
Gott, um deines Namens willen wollest du mich leiten und führen.
 

Gesang: Ehr‘ sei dem Vater und dem Sohn…
 

Lasst uns beten:

Guter Gott, wir danken dir für diesen Tag. Wir danken für alles Schöne, das wir erleben dürfen, für die Menschen, die an unserer Seite sind. Sei Du jetzt bei uns mit deinem Geist, dass wir aufmerksam und offen sind für Dich und dein Wort. Amen.

Lied: Wohl denen, die da wandeln (EG 295, 1.4)

1) Wohl denen, die da wandeln vor Gott in Heiligkeit,/
nach seinem Worte handeln und leben allezeit;/die recht von Herzen suchen Gott/ und seine Zeugniss' halten,
sind stets bei ihm in Gnad.

4) Dein Wort, Herr, nicht vergehet,/es bleibet ewiglich,
so weit der Himmel gehet,/der stets beweget sich;
dein Wahrheit bleibt zu aller Zeit gleichwie der Grund der Erden,/durch deine Hand bereit'.
 

Geschichte: 2. Mose 3

Mose hat Gott kennen gelernt. Ein Busch brannte und verbrannte nicht – Ihr erinnert Euch!?

Und die Stimme Gottes sprach zu Mose: „Ich habe gehört, dass mein Volk, dass die jüdischen Menschen, in Ägypten leiden. Sie sind nicht frei! Du sollst sie in die Freiheit führen in ein Land, das ich dir zeigen werde.“ „Aber“, hatte Moses entgegnet, „was wird der König von Ägypten tun. Der wird doch die Menschen, die für ihn arbeiten, nicht einfach frei lassen!?“ „Keine Angst, Moses. Ich werde mit dir sein! Ich werde mit Euch sein! So bin ich!“ hatte die Stimme gesagt.

Moses war nach Hause gegangen, hatte seiner Familie alles erzählt und dann seine Sachen gepackt. Er wusste, er musste nach Ägypten gehen. Sein Volk brauchte ihn. Aber Angst vor dem Pharao, dem König von Ägypten, hatte er trotzdem.

Vor allem wusste er: „Ich bin zwar ganz mutig! Aber ich kann nicht so gut reden. Aber man muss gut reden können, wenn man den Pharao überzeugen will.“

Da hatte er eine Idee, vielleicht hatte sie Gott ihm geschenkt. „Ich nehme meinen Bruder Aaron mit! Der kann viel besser reden als ich. Der überzeugt alle! Er soll für mich reden. Er soll mein Mund sein.“

Aaron und Mose zogen nach Ägypten. Zuerst gingen sie zu ihrem jüdischen Volk und erzählten, was Gott versprochen hat: „Gott will euch in die Freiheit führen. Folgt Mose!“ sagte Aaron. Die Menschen waren begeistert: „Das würden wir gerne, aber erst einmal müssen wir die Erlaubnis des Königs haben. Wenn wir einfach losziehen, wird er uns durch seine Soldaten wieder einfangen lassen.“ Aaron sagte: „Das lasst Gottes Sorge sein. Wir beide – Mose und ich – gehen jetzt zum Pharao und reden mit ihm.“ Sie gingen zum Palast. Ein bisschen mulmig war Moses schon, als er und sein Bruder vor dem Pharao standen. Aaron sagte: „Gott schickt uns: Du sollst unser Volk frei lassen. Wir wollen in ein Land ziehen, wo wir frei leben können.“ Der Pharao lachte sie aus. „Warum sollte ich das tun? Und ich glaube auch nicht an Euren Gott. Unsere Götter sind da viel mächtiger!“

Moses sagte: „Du wirst dich wundern, Pharao, wie mächtig unser Gott ist!“ und er und sein Bruder Aaron gingen weg.

Und dann, liebe Kinder und Erwachsene, geschahen unfassbare Dinge in den nächsten Tagen. Schreckliche Ereignisse jagten den Menschen und dem Pharao Angst ein: 

der große Fluss Nil färbte sich rot wie Blut; Frösche, Stechmücken und Heuschrecken kamen in Massen, fielen über die erntereifen Felder her und plagten die Menschen. Es gab verheerende Stürme und mitten am Tag wurde es stockdunkel. Und etliches mehr geschah, was die Ägypter und den Pharao erschreckte. 

Aber kaum war eine Plage vorbei und der Schrecken wieder weniger, sagte der Pharao zu Mose: „Ich lasse dein Volk niemals in die Freiheit ziehen!“ Dann aber kam die 10. Plage, eine, die schrecklicher war, als alles vorher. 

Gott sagte zu Mose: „Sag zu deinem Volk: Alle Familien und Nachbarn sollen heute zusammen feiern. Schlachtet ein Schaf und von dem Blut des Schafes macht ein Zeichen an die Haustüren! Setzt euch in den Häusern zusammen und esst gemeinsam. Backt Brot und nehmt dafür dieses Mal keinen Sauerteig, das dauert zu lange: esst „ungesäuertes“ Brot! Heute Nacht werden viele ägyptische Kinder sterben, das wird furchtbar sein! Aber in Euren Häusern mit dem Zeichen an der Haustüre wird es nicht so sein! Ihr, mein Volk, werdet noch in dieser Nacht in die Freiheit ziehen! In alle Zukunft sollt Ihr jedes Jahr an diese Nacht denken und miteinander essen und trinken und feiern, dass Ihr frei geworden seid! Und Ihr sollt Euren Kindern davon erzählen, dass auch sie es nie vergessen!“ 

Und so geschah es tatsächlich.

Kaum wurde es dunkel, da saßen die Israeliten in ihren Häusern zusammen und aßen und tranken gemeinsam und freuten sich auf die Freiheit. In den Häusern der Ägypter und im Schloss des Pharao hörte man allerdings Menschen weinen und man hörte manchen Schreckensschrei. Es dauerte nicht lang, da ließ der Pharao Mose und Aaron zu sich rufen und sagte: „Haut ab! Ich will Euch hier nicht mehr haben! Nehmt Euer Volk mit!“

Das ließen sich Mose und Aaron und das ganze jüdische Volk nicht zwei-mal sagen. Sie packten ganz schnell ihre Sachen. Sie packten Essen zusammen und Kleidung. Sie nahmen Wasser mit und die Tiere zogen ihre Wagen. Es war noch dunkel, als sie aufbrachen.Mose ging vorweg, aber noch vor ihm war eine Säule aus Feuer zu sehen, wie ein großes Licht mitten in der Dunkelheit. Das leuchtete ihnen auf dem Weg. So hatten sie keine Angst in der Dunkelheit. Und am nächsten Tag, als es hell war, sahen sie eine Wolke, die vor ihnen herzog.Und so war es jeden Tag und jede Nacht auf ihrem Weg: tagsüber zog eine Wolke vor ihnen her und nachts leuchtete die Feuersäule. Als Mose in der Nacht die Feuersäule vor sich sah, erinnerte sich an den brennenden Busch und wusste: „Ja, Gott ist da! Er geht mit uns und zeigt uns den Weg.“

 

Lied: Kommt herbei, singt dem Herrn (EG+35, 1-2(4))

1.Kommt herbei, singt dem Herrn, ruft ihm zu, der uns befreit.(2x)/ Singend lasst uns vor ihn treten, mehr als Worte sagt ein Lied.(2x)

2. Er ist Gott, Gott für uns, er allein ist letzter Halt. (2x) Überall ist er und nirgends, Höhen, Tiefen, sie sind sein.(2x)

4. Menschen, kommt, singt dem Herrn, ruft ihm zu, der uns befreit. (2x) Singend lasst uns vor ihn treten, mehr als Worte sagt ein Lied. (2x)
 

Lasst uns beten:

Gott, dein Volk Israel erinnert sich bis heute an die Nacht, als sie in die Freiheit aufgebrochen sind.

Es musste Schreckliches geschehen, damit es dazu kam. Verstehen können wir das nur schwer, aber manchmal erfahren wir es im Leben tatsächlich so, das Schreckliches geschieht und so ein neuer Weg möglich wird. 

Das Volk Israel zieht in die Freiheit. Und du gehst den Weg durch die Wüste mit. Du bist bei uns am Tag und in der Nacht. Du gibst uns Menschen, die vorangehen, an denen wir uns ausrichten können. Du gibst uns die, die an unserer Seite gehen, die uns Mut machen, wenn wir mutlos sind. 

Geh mit uns auch in die neue Woche, begleite uns und die wir liebhaben auf den Wegen, die da auf uns warten! -

Mit den Worten deines Sohnes Jesus beten wir:

Vater unser …
 

Lied: Vertraut den neuen Wegen (EG 395, 1-2)

1.Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr uns weist,/ weil Leben heißt: sich regen, weil Leben wandern heißt./ Seit leuchtend Gottes Bogen am hohen Himmel stand,/ sind Menschen ausgezogen in das gelobte Land.

2. Vertraut den neuen Wegen und wandert in die Zeit!/ Gott will, dass ihr ein Segen für seine Erde seid./ Der uns in frühen Zeiten das Leben eingehaucht,/ der wird uns dahin leiten, wo er uns will und braucht.
 

Einladung/Segen:

(Einladen möchte ich Euch und Sie noch zum nächsten digitalen Gottesdienst in 2 Wochen am 13. September. Schaut immer mal auf die Homepage unserer Gemeinde, da gibt es immer die neuesten Infos zum Gottesdienst.)

Und nun geht in die kommende Zeit mit Gottes Segen:

Gott segne dich und behüte dich. Er lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Er erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir seinen Frieden.

Gesang: Amen. Amen. Amen.
 

Orgel


Mitwirkende:

Orgel/Gesang: Jakob, Johann, Salome und  Nils Kuppe
Erzählerin: Astrid Berger
Liturgin: Christa Hauptmeier
Tonaufnahme: Nils Hahmann


Termine der nächsten Audio-Gottesdienste für Kinder und Erwachsene aus dem Michelchen:
- Sonntag, 13. September 2020

Wir laden euch ein, auch diese Audio-Gottesdienste mit uns zu feiern!