Pfingstgottesdienst für Kinder und Erwachsene zum Nachhören und Nachlesen

Das große, 1963 von Georg Meistermann geschaffene Farbfenster hinter der Klaisorgel und über dem Westportal thematisiert das Pfingstwunder. Foto: Christian Lademann

Wir feiern den Gottesdienst für Kinder und Erwachsene am Pfingstsonntag (23.5.2021). Hier können Sie nun den Gottesdienst anhören, nachlesen und von daheim aus feiern.

Gottesdienst für Kinder und Erwachsene am Pfingstsonntag

Pfarrer Achim Ludwig und das Michelchen-Team gestalten diesen Gottesdienst. Wir hören u.a. die biblische Erzählung nach der Apostelgeschichte 2 (Das Pfingstwunder).

Nehmen Sie sich Zeit, zünden Sie ein Kerze an und versuchen alles eventuell Störende auszublenden und dann feiern Sie den Gottesdienst auf ihren Tablets und Bildschirmen.

Gottesdienst anhören

Pfingstgottesdienst für Kinder und Erwachsene (So, 23.5.2021) zum Nachlesen

mit Pfarrer Achim Ludwig und dem Michelchen-Team

Eingangsmusik:
Johann Sebastian Bach: „Komm, Gott, Schöpfer, Heiliger Geist“


Begrüßung:

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Unsere Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

Herzlich willkommen zu unserem „Gottesdienst am Pfingstsonntag“, liebe Kinder und Erwachsene.
Wir feiern Gottes Geist, der zu uns kommen will.
(Danke dem Team unseres „Gottesdienstes für Kinder und Erwachsene“, das mit mir zusammen diesen Pfingstgottesdienst vorbereitet hat und gestaltet. Und Danke an Anne und Nils Kuppe, die uns musikalisch dabei helfen, dass wir etwas von diesem Geist zu hören und zu spüren bekommen.)


Lied: Schmückt das Fest mit Maien (EG 135, 1.4-5 1)

1) Schmückt das Fest mit Maien, lasset Blumen streuen, zündet Opfer an,
denn der Geist der Gnaden hat sich eingeladen, machet ihm die Bahn!
Nehmt ihn ein, so wird sein Schein euch mit Licht und Heil erfüllen und den Kummer stillen.

4) Güldner Himmelsregen, schütte deinen Segen auf der Kirche Feld;
lasse Ströme fließen, die das Land begießen, wo dein Wort hinfällt,
und verleih‘, dass es gedeih, hundertfältig Früchte bringe, alles ihm gelinge.

5) Gib zu allen Dingen Wollen und Vollbringen, führ uns ein und aus;
wohn in unsrer Seele, unser Herz erwähle dir zum eignen Haus;
wertes Pfand, mach uns bekannt, wie wir Jesus recht erkennen und Gott Vater nennen.
(Text: Benjamin Schmolck, 1715/Musik: Christian F. Witt, 1715)


Worte nach Psalm 118:

Dies ist der Tag, den Gott macht. Lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.

In den Häusern der Gerechten feiern sie die Freude.
Gott, hilf! Lass das Fest gelingen!
Denn du bist freundlich und deine Güte währt ewiglich!
Wir werden nicht tot sein für immer, sondern lebendig.
Und wir werden allen erzählen, was Gott Großes tut.

Dies ist der Tag, den Gott macht. Lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.

Wir danken dir, Gott, dass du uns erhörst! Wir loben dich, denn du hilfst uns!
Der Stein, den wir für unwichtig erachtet hatten und wegwerfen wollten, ist zum Eckstein geworden, auf dem unser Lebenshaus fest und sicher steht.
Gott hat es so gemacht und es ist ein Wunder vor unseren Augen.

Dies ist der Tag, den Gott macht. Lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.


Gesang: Ehr‘ sei dem Vater und dem Sohn …


Lasst uns beten:

Christus, wir sind zusammen, um Pfingsten zu feiern. Wir feiern das Fest Deines Geistes. Wir bitten dich: Lass uns etwas spüren von diesem Geist heute Morgen. Erfülle uns mit Lebendigkeit und Freude!
Darum bitten wir dich, der Du in Einheit mit deinem himmlischen Vater in diesem Geist unter uns lebst und wirkst in Ewigkeit. Amen.


Lied: Komm, o komm, du Geist des Lebens (EG 134, 1-2.4)

1) Komm, o komm, du Geist des Lebens,
wahrer Gott von Ewigkeit, deine Kraft sei nicht vergebens,
sie erfüll uns jederzeit; so wird Geist und Licht und Schein
in dem dunklen Herzen sein.

2) Gib in unser Herz und Sinnen Weisheit, Rat, Verstand und Zucht,
dass wir anders nichts beginnen als nur, was dein Wille sucht;
dein‘ Erkenntnis werde groß und mach uns von Irrtum los.

4) Reiz uns, dass wir zu ihm treten frei mit aller Freudigkeit;
seufz auch in uns, wenn wir beten, und vertritt uns allezeit;
so wird unsre Bitt erhört und die Zuversicht vermehrt.
(Text: Heinrich Held, 1658/Musik: Meiningen, 1693)


Biblische Erzählung – Apostelgeschichte 2 (Einleitung – Erzählung – Predigtanmerkungen):

Liebe Kinder und Erwachsene, liebe Gemeinde,
„Pfingsten, das liebliche Fest war gekommen
…Festlich heiter glänzte der Himmel und farbig die Erde.“ Nicht wenige werden die Zeilen kennen. Kein geringerer als unser „Dichterfürst“ Goethe hat sie verfasst.
„Pfingsten – festlich, heiter, farbig.“
So soll es sein – so wars am Anfang auch.
Hören wir, wie der Evangelist Lukas in seiner Apostelgeschichte von diesem Anfang erzählt:

Die Freunde von Jesus sind in einem Haus in Jerusalem zusammen. Nicht nur sie allein. Viele andere sind auch da. Kinder und Erwachsene. Menschen, die in Israel leben, aber auch Menschen, die in anderen Ländern zuhause sind: Menschen aus Afrika, Italien, Griechenland – und von sonstwo her.
Sie alle feiern zusammen „Schawuoth“ – so heißt das Fest in Israel. Es ist eine Art „Erntedankfest“. Man freut sich über die 1. Weizenernte des Jahres. Und man sitzt die ganze Nacht zusammen und liest in der Bibel, erzählt sich und ist fröhlich.
Normalerweise ist das so. Aber bei den Freunden/innen von Jesus ist es anders. Sie sind nicht fröhlich. Jesus ist nicht mehr bei ihnen. Sie vermissen ihn. Sie erinnern sich daran, wie schön es war, als er noch bei ihnen gewesen ist.
Leise erzählen sie sich, was sie zusammen mit ihm erlebt haben. Sie erzählen sich davon, wie sie seine Freunde/innen geworden und mit ihm durchs Land gezogen sind. Sie erinnern sich daran, wie Jesus Menschen gesund gemacht, aufgerichtet und ermutigt hat,
selbständig zu leben. Schweren Herzens erzählen sie sich davon, wie die Mächtigen Jesus verhaftet und wie sie ihn vor Gericht gestellt haben. Keiner von ihnen hat vergessen, wie Pilatus, der römische Statthalter des Kaisers, Jesus zum Tod verurteilt hat, und wie die Soldaten Jesus ans Kreuz geschlagen haben. Keiner von ihnen hat vergessen, wie dunkel es war, als Jesus gestorben war.
Aber dann kam Ostern. Sie erinnern sich an den Engel, der den Frauen gesagt hat: Jesus lebt. Und auch sie selbst haben ihn gesehen, seine Anwesenheit gespürt.
Und sie erinnern sich an das letzte Mal, als sie Jesus gesehen haben: am „Himmelfahrtstag“. Wie sie ihm nachgefolgt sind auf den Berg vor der Stadt. Und wie er gesagt hat, dass er jetzt zu Gott geht, seinem Vater, und sie ihn nicht mehr sehen werden.
Und dann fällt ihnen auch ein, dass er zu ihnen gesagt hatte, er würde ihnen seinen „Geist“ schicken, seine Kraft, seinen Mut. „Heiliger Geist“ hatte er das genannt.
„Ja, und seitdem warten wir auf diesen Geist! Wie lange das wohl dauern wird, bis der kommt? Wie der wohl aussieht?“ fragen sie sich untereinander.

Plötzlich hören sie ein ganz sanftes Säuseln,
(untermalt von Orgelmusik)
so als würde ein ganz leiser Wind durchs Haus wehen.
Und der Wind wird stärker und lauter. Aus dem Säuseln wird ein Rauschen. Und dann braust es so, als wenn ein Sturm durchs Haus fährt.
Die Freunde/innen spitzen die Ohren. Sie heben die Köpfe. Ganz wach werden sie.
(Orgelimprovisation: vom Säuseln zum Sturmwind)
Und dann ist es ganz still. –

Aber dann spüren die Freunde/innen von Jesus, wie ihnen ganz warm ums Herz wird und ganz warm im Kopf. Es kommt ihnen so vor, als würde in ihrem Kopf eine Kerze brennen, als würde ihnen „ein Licht aufgehen“. (Fackel wird entzündet!!!)
Und da verstehen sie:
Das ist der Heilige Geist von Jesus. Er macht, dass ihnen warm uns Herz wird. Er macht, dass sie begeistert sind für das, was Jesus wollte, für die Worte, die er geredet hat und die Dinge, die er getan hat. Sie spüren und wissen mit einem Mal: „Wir wollen auch so sein wie Jesus. Wir wollen das tun, was er getan hat. Wir wollen so leben, wie er es uns vorgelebt hat.“
Und was sie sich vornehmen, das sieht man ihnen anscheinend an. Denn auf einmal ist es so, als strahlen ihre Gesichter. Sie freuen sich. Die anderen Menschen im Raum merken das. Einige lachen darüber und sagen: „Die haben wohl zu viel getrunken!“
Andere werden neugierig und gehen auf die Freunde/innen von Jesus zu. Und die fangen an, ihnen von Jesus zu erzählen. Und was ganz merkwürdig dabei ist: obwohl die Menschen aus ganz verschiedenen Ländern kommen, können alle die Freunde/innen von Jesus verstehen.
Petrus, der der Jesus am längsten kennt, ergreift das Wort und sagt:
(Von der Orgelempore:)
„Hört mir zu! – Ihr glaubt, wir wären betrunken. Das
stimmt nicht. Wir sind nicht betrunken. Auch wenn einige hier das denken. Wir sind nur froh. Wir sind begeistert. Wir wissen, dass Jesus lebt und bei uns ist. Wir spüren es: Sein Geist, sein Mut, seine Kraft ist in uns. Es ist so, als wäre ER selbst in uns lebendig.“
Die Leute staunen. Sie sagen: „So froh wie Ihr wollen wir auch werden? Wir wollen auch Freunde/innen von Jesus sein? Wie geht das?“
(Von der Orgelempore:)
Petrus sagt:
„Ganz einfach! Lasst euch taufen! Das ist das Zeichen dafür, dass Ihr zur Gemeinde der Freunde/innen von Jesus gehört.“
Und das tun sie. Sie lassen sich taufen.
3000 Menschen an einem Tag, erzählt die Geschichte.
Und dieser Tag, an dem das geschieht, ist genau der 50. Tag nach Ostern. Der Tag heißt „Pfingsten“ und „Pfingsten“ heißt nichts anderes als „50“. –

Liebe Gemeinde, liebe Kinder und Erwachsene! „Pfingsten, das liebliche Fest, war gekommen; es grünten und blühten Feld und Wald; auf Hügeln und Höhn, in Büschen und Hecken.

Übten ein fröhliches Lied die neuermunterten Vögel; Jede Wiese sprosste von Blumen in duftenden Gründen. Festlich heiter glänzte der Himmel und farbig die Erde.“

So lauten die eingangs zitierten Zeilen von Goethe vollständig! Sie sind der Anfang seines berühmten Buches „Reinecke Fuchs“ und das erzählt in Reimen eine Fabel vom „schlauen Fuchs“, der sich mit Phantasie und Lügen durchwurschtelt und am Schluss sogar „Herrscherwürden“ einheimst – ein in Zeiten von „Fake News“ und „Wirklichkeitsleugnern“ äußerst aktueller Lesestoff.

„Pfingsten, das liebliche Fest war gekommen; …festlich heiter glänzte der Himmel und farbig die Erde.“ Festlich, bunt und farbig soll es heute also zugehen. Festlich, bunt und farbig ist das, was „Pfingsten“ ausmacht. Das haben wir eben in der Geschichte, die vom ersten Pfingstfest berichtet, ja auch erzählt bekommen.

Die Freunde/innen Jesu sind an einem Ort zusammen – so wie wir hier. 50 Tage sind seit „Ostern“ vergangen. Damals hatten sie Unglaubliches erfahren: Jesus lebt. Das war ihnen verkündigt worden. Das hatten sie gespürt: Jesus ist nicht tot. Sie sahen ihn, nahmen ihn unter sich wahr. So erzählen die biblischen Ostergeschichten. Und dann der Abschied vom „Auferstandenen“ an „Himmelfahrt“, als er ihnen ankündigte, er werde sie nicht alleine lassen. „Es kommt jemand, der Euch das spüren lassen wird: zu Euch kommt der ‚Heilige Geist‘.“

Und seither warten sie – und die Zeit wird lang. Manche warten mit Ungeduld, andere resignativ und unsicher: „Wird dieser Geist überhaupt kommen?“ So wie auch in unserer Zeit so viele darauf warten, dass endlich wieder ein anderer „Geist“ herrscht: bunter, farbiger, fröhlicher, weniger sorgenvoll und angstbesetzt.

Die Freunde/innen Jesu sitzen zusammen und erinnern sich an die Zeit mit Jesus, an das, was sie mit ihm erlebt haben: an Menschen, die heil wurden durch ihn; an seine Worte, die Mut gemacht haben; an eine gute Gemeinschaft zwischen ihnen. Sie schwelgen regelrecht in der Vergangenheit, in den guten alten Zeiten, als noch alles gut und einfach schien. Und da kommt der „Heilige Geist“ plötzlich zu ihnen, den Jesus versprochen hat, und holt sie aus der Vergangenheit ins Heute und Jetzt zurück.

Der Geist „mischt sie auf“ und um zu erzählen, wie das aussieht, findet der Erzähler wunderbare Bilder und Symbole:

Wie „ein frischer Wind“ durchweht er zunächst den Raum, in dem sie sitzen, lässt sie ihre Köpfe heben, lässt sie um sich sehen und wahrnehmen, wer und was außer ihnen noch da ist. (Wir haben ihn eben auch gespürt.) Wie ein „frischer Wind“ rückt er zurecht, was sie vielleicht an allzu schönen Bildern der „goldenen Vergangenheit“ in sich tragen. Wie ein „frischer Wind“ rückt er zurecht und stellt in Frage, was sie an Erwartungen und Sehnsüchten in sich tragen nach dem, wie es sein sollte, wie die Welt sein müsste, wie ihre Gemeinschaft aussehen müsste.

Und dann wird der „frische Wind“ zum „Feuer“, dass sich auf ihre Köpfe setzt und ihre Gedanken und Herzen „entzündet“. So wie im Comic haben wir uns das vorzustellen, was der Erzähler uns nahebringen will: wenn im Comic einem Menschen ein „Licht aufgeht“, dann brennt eben über seinem Kopf eine „Flamme“ oder „Glühbirne“. Es geht den Freunden/innen Jesu ein Licht auf darüber, wie es mit ihnen und ihrer Gemeinschaft weitergehen kann und soll.

In der Pfingstgeschichte kommt es dann zu einem großen Verstehen untereinander und mit Andern. Aus aller Herren Länder sind sie dort ja zusammen, jede/r mit seiner/ihrer eigenen Sprache und Sichtweise. Und dann kommt dieser Geist und sorgt dafür, dass sie einander verstehen.

Von diesem Geist gegenseitigen Verstehens könnten wir derzeit auch eine gute Portion brauchen in unserer Kirche, in unserer Gesellschaft, im „Heiligen Land“ – überall dort, wo Fronten aufgerichtet werden, wo Menschen die eigenen Wahrheiten gegeneinander wie Mauern auftürmen, und man kaum bereit ist, einmal die Sichtweise des Andern wahrzunehmen, geschweige denn zu verstehen. Verstehen heißt ja nicht in jedem Fall „teilen“, heißt aber doch zuhören, den andern in seinem Mensch-sein anerkennen und manchmal einfach aushalten, dass man die Welt verschieden sehen kann.

Der „Geist“ von Pfingsten führt in unserer Geschichte dann dazu, dass die Freunde/innen Jesu sich aufrichten, auf-stehen, er lässt sie „Ostern“ nochmals erleben in ihrem Hier und Heute. Stellvertretend für alle, ergreift Petrus das Wort. Und er bekennt, was sie jetzt alle glauben, worauf sie sich verlassen wollen: auf diesen Jesus eben, auf seine Worte und seine Taten, die durch sie weiterleben und wirken sollen.

Liebe Gemeinde, liebe Kinder und Erwachsene! „Pfingsten, das liebliche Fest war gekommen; …festlich heiter glänzte der Himmel und farbig die Erde.“ Nicht alltäglich, nicht zermürbend und traurig, nicht grau und eintönig geht es zu, wenn Jesu Geist zu uns kommt. Er macht, dass wir uns an Ostern und die Verheißung dahinter erinnern. Er will, dass wir Altes bewahren aber auch Neues denken. Er will uns ermutigen, vor uns selbst und Andern zu bekennen, auf wen wir uns verlassen! Er macht, dass wir einander verstehen, obwohl wir doch so unterschiedlich sind.

Nicht jeden Tag wird’s gelingen, nicht jeder Tag ist schließlich ein Feier-Tag, das spüren wir gerade in diesen Zeiten deutlich. Aber „Grund-töne“ von Farbe, von Lebendigkeit, von neuem Denken, vom Grundvertrauen, dass alles gut wird - diese Grund-töne will der „Pfingstgeist“ in unser Leben hineinsingen und uns verwandeln. Momentan spüren wir vielfach noch eher Begrenzung. Aus der Pfingst-geschichte aber lese ich: wir sollten Jesu Geist nicht unterschätzen – auch uns, auch unsere Gemeinschaft, kann er aufmischen und uns, auch mich und alle die unter uns, die wie ich, gesetzteren Alters sind, ist er imstande ein wenig wie Euch Kinder werden zu lassen: bunter, farbiger und verrückter – „besoffen“ von Lebendigkeit. Amen.


Lied: O Heilger Geist kehr bei uns ein (EG 130, 1.5)

1) O Heilger Geist, kehr bei uns ein und lass uns deine Wohnung sein, o komm, du Herzenssonne.
Du Himmelslicht, lass deinen Schein bei uns und in uns kräftig sein zu steter Freud und Wonne.
Sonne, Wonne, himmlisch Leben willst du geben, wenn wir beten; zu dir kommen wir getreten.

5) O starker Fels und Lebenshort,/lass uns dein himmelsüßes Wort in unsern Herzen brennen,
dass wir uns mögen nimmermehr von deiner weisheitsreichen Lehr und treuen Liebe trennen.
Fließe, gieße deine Güte ins Gemüte, dass wir können/Christus unsern Heiland nennen.
(Text: Michael Schirmer, 1640/Musik: Philipp Nicolai, 1599)


Gebet:
Christus, Du kommst zu Deinen Freunden/innen in deinem pfingstlichen Geist. Du schenkst ihnen Mut, zum aufrechten Gang, zur Zuversicht.
Danke für all die Lebensmomente, in denen wir das erfahren können!
Komm immer wieder zu uns mitten hinein in unser Leben!
Hilf uns mutig zu sagen, was wir glauben, und auf was wir vertrauen!
Wir rufen: Christus, erbarme dich.

Wir bitten dich für die unter uns, die gerade gebückt und traurig ihren Lebensweg gehen! Für die, die keinen Mut mehr haben und wenig Zuversicht, wenn sie in die Zukunft schauen.
Hilf ihnen, aufrechter zu gehen! Gieß deinen Geist der Zuversicht und Hoffnung in ihre Herzen!
Wir rufen: Christus, erbarme dich.

Wir bitten für unsere Gesellschaft, unsere Gemeinden und Kirchen, dass sie in dieser krisenhaften Zeit, in der so vieles sich verändert, bewahren, was bewahrenswert ist; dass sie aber auch bereit sind, Neues zu denken und zu tun. Gib immer wieder neue zündende Ideen!
Wir rufen: Christus, erbarme dich.

Christus, die Nachrichten und Bilder der vergangenen Tage gehen mit uns in dieses Pfingstfest und die neue Woche. Wir legen sie in deine Hände und befehlen sie unserer Achtsamkeit. Stellvertretend für so viele nennen wir:
die Gewalt zwischen Israel und den Palästinensern im Heiligen Land;
die schlimmen antisemitischen Parolen bei Demonstrationen gegen Israel’s Politik auf unseren Straßen;
und auch die derzeit – vielleicht zu unbekümmerten – Lockerungen der Coronamaßnahmen bei uns und anderswo ……………………………………………………………………………………………………
Was uns ganz persönlich beschäftigt, sagen wir Dir in der Stille – jede/r für sich:
- stilles Gebet -

In deinen Worten fassen wir alles zusammen und beten gemeinsam weiter:
Vater unser im Himmel …


Lied: Steh uns stets bei (EG 130, 3)

3) Steh uns stets bei mit deinem Rat und führ uns selbst auf rechtem Pfad, die wir den Weg nicht wissen.
Gib uns Beständigkeit, dass wir getreu dir bleiben für und für, auch wenn wir leiden müssen.
Schaue, baue, was zerrissen und beflissen, dich zu schauen und auf deinen Trost zu bauen.
(Text: Michael Schirmer, 1640/Musik: Philipp Nicolai, 1599)

Bekanntmachungen

Segen:
Gott segne dich und behüte dich. Er lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Er erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir seinen Frieden. Amen.

Ausgangsmusik:
Improvisation über „O Heilger Geist, kehr bei uns ein“


Mitwirkende:
Musik: Nils und Anne Kuppe
Psalm: Astrid Berger
Biblische Erzählung: Christa Hauptmeier, Lars Wiechmann
Anmerkungen zur Erzählung und sonstige Liturgie: Achim Ludwig

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