Pfarrer Matti Fischer mit Gottesdienst offiziell eingeführt

Pfarrer Matti Fischer hält während seines Einführungsgottesdienstes seine Predigt über den barmherzigen Samariter. (Foto: Christian Lademann)

Dekan Dr. Burkhard Freiherr von Dörnberg überreicht Pfr. Matti Fischer eine selbst angefertigte Zeichnung. (Foto: Christian Lademann)

Auszug aus der Kirche: Pfr. Matti Fischer wird von Bischof Frederick O. Schoo aus tansania, Dekan Burkhard von Dörnberg sowie den kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorstehern begleitet. (Foto: Christian Lademann)

Am Sonntag, 11. September, ist der neue Pfarrer der Elisabethkirchengemeinde, Matti Fischer, bei einem Gottesdienst offiziell in sein Amt eingeführt worden.

Bereits seit Anfang August ist Matti Fischer als neuer Pfarrer in unserer Elisabethkirchengemeinde tätig. Am Sonntag, 11. September, haben wir nun (s)einen offiziellen Einführungs-Gottesdienst gefeiert. Der 1973 in der Nähe von Hamburg geborene und zuletzt von 2016 bis 2022 als Pfarrer an der deutschen Kirche in Helsinki/Finnland als Pfarrer tätige Fischer übernimmt die seit Anfang 2021 vakante, dritte Pfarrstelle der Gemeinde für den Bezirk Ortenberg (zuvor Pfr. Bernhard Dietrich).

"Der Weg zum neuen Pfarrer war für die Gemeinde nicht ganz leicht", erklärte zur Einführung der ebenfalls noch recht neue Dekan des Kirchenkreises Marburg, Dr. Burkhard Freiherr von Dörnburg. Immerhin attestierte er der Kirchengemeinde, nicht nur vielfältig, sondern auch anspruchsvoll zu sein. Denn was der neue Pfarrer alles mitbringen solle, sei anscheinend gewaltig - am besten solle er "den Konflikt mit der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft lösen" können. Nicht umsonst hielt er als Anspielung auf die anstehenden Aufgaben ein kleines Superhelden-Kostüm empor. Es war aber zugleich eine Reminiszens auf ein noch im Internet abrufbares Video namens "Der Superpfarrer", das Jugendliche der evangelischen Kirchenkreisjugend Fulda im Jahr 2010 erstellt hatten, als Matti Fischer an der Lutherkirche in Fulda seine erste Pfarrstelle (2009-2016) inne hatte.

Nach drei Lesungen aus der heiligen Schrift - aus Josua 1, 8-9 (Vorbereitung für den Einzug in das verheissene Land), aus 1. Brief Petrus 5, 2-4 (Leiten und Dienen in der Gemeinde) und aus Johannes 20, 19-22 (Die Vollmacht der Jünger) - erklärte Matti Fischer mit "Ja, im Vertrauen auf Gott und die Hilfe der Gemeinde" seine Bereitschaft, das Amt als Pfarrer in der Elisabethkirche zu übernehmen. Und auch die Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher bekundeten stellvertretend für die Elisabethkirchengemeinde: "Ja, wir sind bereit", Matti Fischer als neuen Pfarrer anzunehmen und mit ihm zusammenzuarbeiten.

Seine Predigt hielt Pfr. Matti Fischer über die Frage nach dem ewigen Leben und über den barmherzigen Samariter (Lukas 10, 25-37) - deutlich machend, dass Jesus getrost nervt, getrost den Alltag stört. Denn wer hingegen jegliche Störung als einen Fehler im System empfinde, laufe nur schnell seinem eigenen Ziel entgegen, ohne einen Blick zur Seite oder auch mal nach unten auf den Boden richten. Bloß keine Störung! Dort, unten am Boden, könnte aber jemand liegen, der Hilfe benötige. Ist es eine Störung, demjenigen mal beizustehen? Auch Matti Fischer legte sich während seiner Predigtworte demonstrativ bzw. die Sicht welchselnd auf den Boden, um zu schauen, wie es sich anfüllt, wenn so manche mit "Schnell, schnell, weiter, weiter, Schritt, Schritt" ihn nicht beachtend vorüberziehen - wartend auf einen barmherzigen Samariter. Dabei sei es wahrlich leicht, ein guter Christ zu sein: "Liebe Gott und liebe deinen Nächsten. Tue das, und du wirst leben".

Schließlich beendete Fischer seine Predigt mit fünf Wünschen für eine Kirche von morgen und heute. Dazu zählten etwa der Wunsch nach einer Kirche, die sich nicht um ihreZahlen, sondern um ihre Seele sorge, oder nach einer Kirche, die den Menschen nicht ständig erkläre, wie die Welt ist und zu sein hat. Dazu gab es auch spontanen Applaus.

Als besondere Gäste des Gottesdiensten wurden Frederick O. Schoo, Bischof der Norddiozöse der evangelische-lutherischen Kirche Tansania, sowie Prof. Gileard Masenga, Direktor des Kilimanjaro Christian Medical Centre (KCMC) in Moshi/Tansania, begrüßt. Mit dem KCMC besteht eine Klinikpartnerschaft mit dem Fachbereich Medizin der Universität Marburg und eine Kooperation mit dem Universitätskrankenhaus Gießen-Marburg (UKGM) bei der Arzt-Ausbildung im Masterkurs „Notfallmedizin“, erklärte Prof. Harald Renz, Kirchenvorsteher der Elisabethkirchengemeinde. Die Kollekte des Gottesdienstes ist für dieses Tansania-Projekt bestimmt.

Der Gottesdienst wurde musikalisch begleitet vom Posaunenchor der Elisabethkirche, von der Kantorei sowie von Kantor Nils Kuppe.

Im Anschluss an den Gottesdienst gab es für die Gemeindemitglieder und Gäste die Gelegenheit, Pfarrer Matti Fischer bei einem gemütlichen Beisammensein auf der Nordseite der Elisabethkirche jeweils persönlich in der Gemeinde willkommen zu heißen.

Mehr Infos zur Pfarrer Matti Fischer auf seiner Profilseite auf www.elisabethkirche.de

Dekan Dr. Burkhard Freiherr von Dörnberg (Foto: Christian Lademann)

(Foto: Christian Lademann)

(Foto: Christian Lademann)

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