Schönes Krippenspiel an Heiligabend

Foto: Christian Lademann

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Krippenspiel um 15 Uhr mit Pfr. Hartmann. Videoaufnahme: David Kepper

Ein Familiengottesdienst mit Krippenspiel bildete den Auftakt zu insgesamt fünf Christvespern an Heiligabend in der Elisabethkirche. Elf Kinder und Jugendliche erzählten in dem szenischen Spiel "Der unfreundliche Wirt von Bethlehem" die Weihnachtsgeschichte von der Geburt Jesu nach.

Heiligabend 2019, Marburg, eine bis auf den letzten Platz gefüllte Elisabethkirche: Durch den Mittelgang schleppen sich schon ganz erschöpft und entkräftet Josef und die schwangere Maria. Aufgrund der Anordnung einer Volkszählung durch den römischen Kaiser Augustus hatten sich die beiden von Nazareth aus auf den beschwerlichen Weg in die Stadt Bethlehem begeben. Eine passende Herberge mit dem einladenden Namen "Gasthaus zur freundlichen Quelle" ist bereits in Sichtweite... So begann das Krippenspiel "Der unfreundliche Wirt von Bethlehem", das elf Kinder und Jugendliche zusammen mit Pfarrer Ralf Hartmann für den Familiengottesdienst an Heiligabend und zur Feier des Geburtstages von Jesus vorbereitet hatten.


Doch wie kam es eigentlich dazu, dass Jesus nicht in solch einem schönen Haus, sondern in einem Stall, in einer Krippe geboren wurde, wie das Lukasevangelium berichtet, aus dessen 2. Kapitel (Lukas 2, 1-15) Pfarrer Hartmann zu Beginn der Christvesper gelesen hatte?  


Die jungen Darstellerinnen und Darsteller Anna, Benjamin, Clemens, Gabriel, Greta, Hannah, Leni, Lotte, Lucy, Max und Philipp haben sich eine mögliche Antwort ausgedacht, in der ein zunächst "unfreundlicher" Wirt in dem doch eigentlich "freundlichen" Gasthaus eine zentrale Rolle spielt. In ihrer Erzählung verwehrt der Wirt den beiden armen Reisenden Maria und Josef Zutritt, denn das Haus sei bereits mit zur Volkszählung angereisten Verwandten belegt: "Kein Zutritt für Fremde! Das Haus ist voll, basta!"


Die Tochter des Hauses zeigt jedoch Mitleid und gewährt - ohne Wissen des Vaters - Maria und Josef Unterkunft im Stall, gibt Brot und Milch. Nicht nur den unweit ihre Herde hütenden Hirten verkündet ein Engel die Geburt des Heilands - und sie machen sich auf den Weg -, auch drei Weise führte ein Stern nach Bethlehem: "Wir sind unterwegs zu dem Höchsten!". Doch der Wirt versteht sie nicht, erkennt in den drei wohlhabend gekleideten Herren nur eine reiche Reisegesellschaft, wittert das schnelle Geschäft, wirft die Verwandten seiner Frau aus der Herberge ("An deiner Familie verdienen wir doch keinen Pfennig") und will die "reichen" Reisenden in "die beste Herberge der Stadt" locken. Doch sie wollen zum "Höchsten", der sich im Stall befindet. Der immer noch nichts ahnende Wirt ist verwundert: "Das Höchste, was man dort findet, ist ein großer Haufen Stroh". Doch als auch er erkennen muss, dass das dort in der Krippe geborene Kind, der verkündete Heiland und Retter der Welt sein muss, bittet er sofort um Verzeihung und Wiedergutmachung. Maria entgegnet ihm aber: "Nach uns werden noch andere kommen, die deine Hilfe brauchen. Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten oder eine andere Sprache sprechen. Schicke sie nicht weg wie uns, hilf ihnen. Dann ist es so, als hättest du uns und unserem Kind geholfen."


Pfarrer Hartmann fasste die Botschaft des Krippenspiels, das mit dem gemeinsamen Singen von passend ausgewählten Weihnachtsliedern wie "Vom Himmel hoch...", "Kommet ihr Hirten" oder "Stille Nacht" umrahmt wurde (Orgel: Bezirkskantor Nils Kuppe), kurz so zusammen: "Gott will nicht in einem Hotel wohnen und auch nicht in einem Stall, sondern in unserem Herz. Und wenn wir ihn da hinein lassen, dann wird es Weihnachten - nicht nur am 24. Dezember".

 

Einen Bericht zu allen Christvestern an Heiligabend sowie eine Videoaufnahme des Krippenspiels finden Sie hier ebenfalls. [Link dazu unten]

 

 

Foto: Christian Lademann

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