Konfirmanden gestalten Meditativen Gottesdienst mit

Meditative Atmosphäre im Hohen Chor (Foto: Christian Lademann)

Unter dem biblischen Leitwort: Jesus Christus spricht: „Wer mich sieht, der sieht den Vater“ (Joh 14,9) stand der meditative Gottesdienst am Sonntag Okuli im Hohen Chor der Elisabethkirche. Auch die Konfirmandinnen und Konfirmanden dieses Jahrgangs beteiligten sich an der Gestaltung mit ihrem dritten Vorstellungsgottesdienst.

Dem Leitwort und entsprechenden biblischen Lesungen aus dem Johannesevangelium 14, 6-9a (Jesus der Weg zum Vater) und aus dem ersten Buch der Könige 19,1-13a (Elia am Horeb) folgend lauschte die Gemeinde unter anderem einem meditativen Gebet auf dem Weg zur Stille (Pfr. Bernhard Dietrich), stimmte mehrstimmige Lieder aus der Tradition der ökumenischen Bruderschaft von Taizé und der Ostkirche an, trat in Wechselgrüße mit dem Liturgen und gab genauso dem Zuhören viel Raum.

So sprachen die Konfirmandinnen und Konfirmanden, die sich aktuell mit dem Vater-Unser-Gebet auseinandersetzten, die Fürbitten aus, die von „Kyrie eleison“-Gebetsrufen der Gemeinde begleitet wurden. Da hieß es einerseits etwa: „Gott, du hast uns in der Tat ein großartiges Geschenk gemacht. Jeden Tag dürfen wir es weiter auspacken und uns über den Inhalt freuen. Seitdem können wir uns in allen Lebenslagen zu dir wenden. Für dieses Vertrauen danken wir dir. So bitten wir, dass wir und andere dieses Vertrauen auch in schwierigen Situationen bewahren können. Wir bitten dich, dass Politiker und alle, die Verantwortung tragen in aller Welt, für den Erhalt und die Wiederherstellung des Friedens kämpfen.“ Ein anderer Konfirmand sprach: „Großer Gott, durch das Gebet hast du mir große Konzentration geschenkt. Ich begreife, dass ich nicht alleine bin und Du die ganze Zeit für mich da bist und mir zuhörst. Nun bitte ich Dich, lasse es auch andere Menschen erfahren, ja alle Lebewesen. Biete ihnen Zuflucht bei dir in deinem großen Haus. Erbarme dich unser und führe uns in eine gute Welt.“ Des Weiteren wurden beispielsweise Unterdrückung und Ungerechtigkeit angemahnt, für Sicherheit und Geborgenheit gedankt und um Frieden und Gerechtigkeit gebeten.

Mit gemeinsamem Gebet und der Gabe von Brot und Wein endete der abendliche meditative Gottesdienst.