Kandidatinnen und Kandidaten zur Kirchenvorstandswahl stellen sich im Gottesdienst vor

Vorstellungsrunde 1 (von 2), von links: Lars Wiechmann, Inge Reifenberg, Anne M. Kuppe, Rolf Steubing, Dr. Uwe F. Winkler, Dr. Nicola Sandner, Anne Wollenteit. Nicht anwesend: Prof. Dr. Harald Renz. (Foto: Lademann)

Vorstellungsrunde 2 (von2), von links: Dr. phil. Michael Herrmann, Nils Hahmann-Düringer, Ruth Knüppel, Barbara Hesse, Marie-Luise Brinkmann, Moritz von Harling, Jutta Kaletsch und Gerson Kraft. (Foto: Lademann)

Im Gottesdienst am 10. Sonntag nach Trinitatis haben sich die Kandidatinnen und Kandidaten für die Kirchenvorstandswahl der Elisabethkirchengemeinde persönlich vorgestellt. Hier können Sie die Kandidaten im O-Ton, in Bild und Text kennenlernen und sich für die Wahl am 22.9. vorbereiten. Auch online können Sie wählen.

Elisabethkirchengemeinde. Der Gottesdienst am 10. Sonntag nach Trinitatis, also am 25. August 2019, war ein besonderer Gottesdienst im Kirchenjahr. Zu einem wird er auch als sogenannter "Israelsonntag" bezeichnet - seit dem 16. Jahrhundert in Erinnerung an die Zerstörung des Jerusalemer Tempels.

Zum anderen stellten sich 15 der 16 Kandidatinnen und Kandidaten für die Kirchenvorstandswahl der Elisabethkirchengemeinde, welche am 22. September stattfindet, vor.

Pfarrerin Dr. Anna-Karena Müller stellte passend zum Israelsonntag nicht nur den Psalm 33 ("Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat" an den Anfang des Gottesdienstes, sondern hob ebenso hervor, wie eng Juden und Christen verbunden sind:

"An diesem Sonntag üben wir uns im Nebeneinanderstehen und in Gottes Lob. Wir schauen auf das Gemeinsame, auf den Dank, auf das Verbindende."

Dazu leuchtete zunächst erst eine der sechs Kerzen auf dem Altar. Denn als Zeichen der Verbundenheit wurden erst im Laufe des Gottesdienstes die übrigen Kerzen entzündet.

Hier können Sie sich den Gottendienst in voller Länge noch einmal anhören.

Die Predigt von Pfarrerin Müller (zu Mk 12, 28-34) hören Sie hier separat.

 

Und schließlich stellten sich die Kandidatinnen und Kandidaten zur KV-Wahl vor.

Neben den bereits aus dem Kandidaten-Flyer bekannten eigenen Vorstellungstexten können Sie sich auch noch einmal Präsentationen der jeweiligen Kandidaten während des Gottesdienstes im Folgenden anhören.

 

 Informationen zur Kirchenvorstandswahl in der Elisabethkirchengemeinde, insbesondere zu den Wahlmöglichkeiten, finden Sie hier.

Übrigens:

Online können Wahlberechtigte bereits vom 27.8. bis zum 16.9. wählen. Sie brauchen dazu nur den im Rubbelfeld freigerubbelten Code auf ihrer Wahlbenachrichtungskarte. Wählen können sie damit hier: www.ekkw.de/kv-wahl

Marie-Luise Brinkmann

Ich heiße Marie-Luise Brinkmann und wurde 1965 in der Grafschaft Bentheim, direkt an der niederländischen Grenze geboren. Ich komme aus einem sehr protestantischen Elternhaus (bei uns war man reformiert), das jedoch niemals dogmatisch war. Dort habe ich einen liebenden, schützenden und an meiner Person interessierten Gott kennengelernt, der mich bis heute begleitet. Religiöse Fragen und Wertevorstellungen haben mich schon mein ganzes Leben begleitet und interessiert.
Ich bin Psychologin und arbeite als Psychotherapeutin und Supervisorin in meiner eigenen Praxis. Ich habe drei Kinder, von denen zwei erwachsen sind. Seit vielen Jahren singen mein Mann und ich in der Kantorei und so ist mir die Elisabethkirche eine neue spirituelle Heimat geworden. Sowohl beruflich als auch privat erlebe ich immer wieder Menschen in großen Lebens- bzw. Sinnkrisen.
Im Kirchenvorstand daran mitzuwirken, dass die Elisabethkirche wieder spirituelle Heimat für mehr Menschen wird, herauszufinden, was die Menschen heute von Kirche erwarten und brauchen und somit unsere Kirche zukunftsfähig zu machen, das wäre mir eine große Herzensangelegenheit.

Nils Hahmann-Düringer

Jahrgang 1969, Toningenieur, verheiratet, zwei Kinder.
Auch nach dem Umzug nach Amöneburg sind wir der Elisabethkirche treu geblieben und wir fühlen uns immer noch als „Marburger“. Seit über zehn Jahren besuchen wir die Gottesdienste in der Elisabethkirche und im Michelchen, die mich jedes Mal sehr bereichern und mir Halt geben. Das bewog mich, vor zwei Jahren in die Elisabethgemeinde einzutreten.
Nun möchte mich auch gern ehrenamtlich in der Gemeinde engagieren, die mir in all den Jahren sehr ans Herz gewachsen ist.
Besonders interessiert mich die Kirchenmusik und die anstehende Renovierung der Elisabethkirche.

Moritz von Harling

Zusammen mit meiner Frau und meinen beiden Söhnen (7 und 9 Jahre alt) lebe ich seit 13 Jahren in Marburg, Am Grassenberg.
Nach einem forst­wissen­schaft­lichen Stu­dium in Göttingen und einem technischen Ergänzungsstudium in England und Spanien bin ich beruflich seit rund 15 Jahren im Bereich der Bioenergie tätig. Seit zwei Jahren habe ich zudem Aufgaben im Bereich der digi­talen Produktentwicklung übernommen.
Darüber hinaus bin ich seit vielen Jahren aktives Mitglied der Johanniter, einer Hilfsorganisation mit christlichem Werteverständnis. Seit etwa sieben Jahren gehöre ich dem Kirchenvorstand der Elisabethkirche an. Dort möchte ich mich insbesondere in den unumgänglich erforderlichen Veränderungs­prozess in Verwaltungs­bereichen sowie der Weiter­entwicklung unseres örtlichen Ge­meinde­lebens einbringen. Zur Entspannung wandere ich gerne durch die Natur, gehe zur Jagd oder verbringe die Zeit mit meiner Familie.

Dr. phil. Michael Herrmann

1953 in Marburg geboren, verbrachte ich meine Kindheit und Schulzeit im Marburger Nordviertel. Ich kenne die Elisabethkirche seit meiner frühesten Kindheit und wurde dort getauft und konfirmiert. Studium der Kunstgeschichte, Musikwissenschaft und Mittelaltergeschichte.
Beruflich war ich als Museumskurator in Massachusetts und später an der Brown University in Rhode Island tätig. Seit 1998 lebe ich mit meiner Familie wieder in Marburg, wo ich seit 20 Jahren eine Galerie für zeitgenössische Kunst betreibe. Meine drei Kinder sind in der Elisabeth­kirchen­gemeinde aufgewachsen und in der Elisabethkirche konfirmiert worden.  
Als Kunsthistoriker fühle ich mich sehr mit dem einzigartig wichtigen Bauwerk unserer Elisabethkirche verbunden und bin sehr interessiert an der Renovierung des Kircheninnenraumes und an der Erhaltung der Kunstschätze. Deren spirituelle Kraft muss für die Menschen erhalten werden. Ich kann mir desweiteren eine sensible kuratorische Arbeit mit zeitgenössischer Kunst in der Kirche vorstellen, welche ich vor einigen Jahren mit dem Bildhauer Georg Hüter vorgestellt habe.  Ebenfalls bin ich sehr mit der sakralen Musik in der Kirche verbunden und würde diese gerne unterstützen.

Barbara Hesse

Geboren 1966 in Marburg, verheiratet, zwei Kinder.
In der Elisabethkirche bin ich aufgewachsen und konfirmiert worden. Sie ist für mich ein Ort der Einkehr und der Ruhe, um neue Kraft zu tanken. Nach Ausbildung und BWL-Studium bin ich seit 1998 als Steuerberaterin in eigener Kanzlei tätig und in verschiedenen Wirtschaftsverbänden aktiv.
Unsere beiden Kinder wurden in der Elisabethkirche getauft und unser Sohn letztes Jahr konfirmiert. Unsere Tochter besucht zurzeit den Konfirmandenunterricht.
Die Neugestaltung des Elisabethbriefes lag mir sehr am Herzen. Den Verein „Freunde und Förderer der Elisabethkirche in Marburg“ habe ich mit gegründet und bin dessen Vorsitzende. Mit Hilfe des Vereins sollen die vor uns liegenden Aufgaben im Rahmen der Innensanierung der Kirche sowie Teile der Gemeindearbeit finanziert werden, die vor weiteren finanziellen Kürzungen steht. Die Elisabethkirche und unsere Gemeinde in schwierigen Zeiten für unsere Kinder zu erhalten und noch attraktiver zu gestalten, ist mir bei meiner Arbeit im Kirchenvorstand sehr wichtig. Daher würde ich mich freuen, meine Arbeit weiter fortsetzen zu können.

Jutta Kaletsch

Mein Name ist Jutta Kaletsch, ich bin 63 Jahre alt und seit 41 Jahren verheiratet. Gemeinsam haben wir zwei Kinder, vier Enkelkinder und zwei Schwiegersöhne. Dem Kirchenvorstand gehöre ich seit zwölf Jahren an. Ich arbeite im Team des Familiengottesdienstes im Waldtal mit und unterstütze außerdem die Arbeit im Café für Alleinstehende und Bedürftige. Seit 2011 unterstütze ich Pfr. Hartmann außerdem bei den Geburtstagsbesuchen unserer Gemeindemitglieder im Waldtal.

Ruth Knüppel

Verheiratet, vier Kinder, geboren am 4.11.1950.
Die Elisabethkirche ist Teil meiner Heimat geworden, die mein Leben bereichert und lebendig macht: durch viele Begegnungen im Team als Kirchenführerin, als Lektorin im Gottesdienst und bei der Mitarbeit im Kirchenvorstand und Mittagsgebet. Teil dieser Kirche zu sein erlebe ich als grosses Geschenk, was ich gerne weitergeben möchte.
Meine Ziele: Unsere Kirche als Raum für Menschen aller Generationen und unterschiedlicher Herkunft offen und einladend zu gestalten und Freiräume für neue Glaubenserfahrungen und kreative, vielfältige Begegnungen zu ermöglichen.

Gerson Kraft

Ich bin am 19.04.1971 in Marburg geboren und seit 26 Jahren glücklich verheiratet. Wir haben einen Sohn (24) und eine Tochter (21); beide wurden in der Elisabethkirche konfirmiert. Als stellvertretender Schulleiter arbeite ich an einem Gießener Gymnasium.
Im Kirchenvorstand möchte ich mich bei den anfallenden Aufgaben im Gottesdienst, im Bauausschuss und dort, wo ich mich außerdem mit tatkräftiger Mitarbeit einbringen kann, engagieren.
Dass sich Menschen vom Glauben und der Kirche berühren lassen, ist mir ein Anliegen.

Anne M. Kuppe

36 Jahre, verheiratet, drei Kinder, Zahnmedizinerin.
Seit 2003 lebe ich in Marburg und wohne mit meiner Familie in der Ketzerbach.
Aufgewachsen in einem Pfarrhaus, fühle ich mich schon seit meiner Kindheit mit der Kirche verbunden. Seit zwölf Jahren bin ich Mitglied des Kirchenvorstandes und habe mich in dieser Zeit in verschiedenen Bereichen engagiert.
Für mich ist die Elisabethkirche ein Ort, an dem Menschen Gastfreundschaft erfahren und ein geistliches Zuhause finden.
Kirchenmusik gehört unbedingt zum Gemeindeleben. Als Sängerin in der Kantorei erlebe ich, wie wichtig neben der Musik die Gemeinschaft ist.
Ich möchte weiter daran mitwirken, dass auch in Zukunft in unserer Elisabethkirchengemeinde trotz angezeigter Sparzwänge eine gute Arbeit  geleistet werden kann.
Außerdem liegt mir das „Michelchen“ sehr am Herzen. Kinder und Erwachsene sollen im Michelchengottesdienst auf eine besondere Art geistliche Impulse finden.

Inge Reifenberg

Dabei sein im Gottesdienst als Lektorin, den Kirchenkaffee kochen, den Blumenschmuck der Altäre besorgen, Gäste durch unsere Kirche führen, im Bücherkiosk zweimal die Woche für das Pilger- und Begegnungszentrum Spenden sammeln, in der Kreissynode beisitzen – das macht mir alles Freude.
Was aus der Gemeinde an Rückmeldungen kommt, möchte ich weiter im Kirchen­vorstand berichten und vertreten.

Prof. Dr. Harald Renz

Geboren am 22.10.1960 in Bremerhaven, verheiratet seit 33 Jahren, zwei Söhne und ein Enkel.
Seit 20 Jahren leben wir (wieder) in Marburg, in diesem Lebensabschnitt als Professor und Direktor des Instituts für Labormedizin am Fachbereich Medizin unserer Universität. In der letzten Amtsperiode habe ich mich vielfältig für die Belange unserer Gemeinde im Kirchenvorstand engagiert. Für die kommende Wahlperiode liegt mir besonders die Nachwuchs- und Jugendarbeit am Herzen und die Frage, wie wir unsere Gemeinde im stabilen Fahrwasser halten und lenken können, bei all den vielfältigen und herausfordernden Aufgaben in der Zukunft.

[keine Vorstellung im Gottesdienst]

Dr. Nicola Sandner

1983 in Hameln geboren kam ich zum Chemiestudium nach Marburg. Ich bin verheiratet, Mutter von drei Kindern und seit 2013 Mitglied des Kirchenvorstandes.
Als besonders wertvoll in dieser Zeit habe ich unser Kirchenasyl empfunden, welches ich gerne aktiv unterstützt habe. Es ist mir wichtig, dass Kirche für die Menschen da ist und zu einem friedlichen Miteinander in unserer Gesellschaft beiträgt.
Des Weiteren liegt mir die Kirchenmusik mit ihren unterschiedlichen Gruppen für Groß und Klein sehr am Herzen. Meine Familie ist in der Kantorei, dem Marburger Kinderchor und bei den Jungbläsern aktiv. Außerdem sind wir regelmäßig im Gottesdienst für Kinder und Erwachsene im „Michelchen“ zu Gast. Diese Art Gottesdienst zu feiern finde ich sehr passend für junge Familien.
Ich wünsche mir für die Elisabethkirche, dass sie ein Ort der Gemeinschaft ist und bleibt - mit viel Musik, vielen offenen persönlichen Gesprächen von unterschiedlichen Menschen, die dort zusammentreffen: voller Lebendigkeit!

Rolf Steubing

1948 in Dillenburg geboren.
Nach Berufsausbildung und Studium habe ich die Fächer Politik und Wirtschaft, Ev. Religion und Ethik an Schulen in Gießen, Frankfurt und Lollar unterrichtet. Ich bin verheiratet, wir haben erwachsene Kinder und zahlreiche Enkel.
Seit über zehn Jahren leben wir in Marburg und gehören seitdem zur Elisabethkirchengemeinde, in der wir uns wohl und gut aufgehoben fühlen. An ihr schätzen wir die Lebendigkeit, das offene Wort und den offenen Geist in allen Fragen des Glaubens, aber auch das soziale Engagement, z.B. im Waldtal  sowie das Niveau in Wort und Musik.
Aus alledem resultiert mein Engagement in der Kantorei, bei Kirchenführungen oder dem Lektorat. Im noch amtierenden Kirchenvorstand liegt der Schwerpunkt meiner Mitarbeit auf den Belangen der Kirchenmusik und der Öffentlichkeitsarbeit. Im neuen Kirchenvorstand möchte ich dieses Engagement gerne weiterführen aber auch an der Entwicklung eines zukunftsfähigen Leitbildes für unsere Gemeinde  mitwirken.

Lars Wiechmann

Geboren 1970 in Bremen.
Ich wohne mit meiner Frau und zwei Söhnen in Cappel und bin seit zwölf Jahren im Kirchenvorstand der Elisabethkirche. Ich war bereits mit unseren Konfirmanden auf dem Konfi@Castle als Teamer und gestalte aktiv den Gottesdienst für Kinder und Erwachsene im Michelchen mit.
Des Weiteren bin ich im Kinder- und Jugendausschuss des Kirchenkreises. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen macht mir viel Freude und ich würde diese Tätigkeit gerne weiter fortführen.

Dr. Uwe F. Winkler

Ich bin 58 Jahre alt, seit Studienzeiten bin ich der Elisabethkirche und deren Gemeinde verbunden und lebe seit 30 Jahren in Marburg, erfreue mich an zwei erwachsenen Töchtern. In der ev. Jugend Gründung der Adventsaktion „Brot statt Böller“. Als Arzt, Psychiater und Psychotherapeut hier in der Sozialpsychiatrie und in Frankfurt tätig. Gelegentlich bin ich in Ländern des Südens im medizinischen Einsatz. Mein mögliches Engagement im Kirchenvorstand würde ich besonders, aber nicht ausschließlich, den Fragen der christlichen Pilgerschaft als einer Form der Spiritualität und der Bedeutung der Elisabethkirche sowohl als Ziel als auch als Ausgangsort für viele Pilger widmen wollen. Ebenso bin ich an den historischen und baulichen Aspekten unserer Elisabethkirche interessiert und würde den Ausbau eines Pilgerzentrums begleiten können.

Anne Wollenteit

Seit zwölf Jahren bin ich so gern Kirchenvorsteherin (und 2. Vorsitzende), dass ich mich erneut zur Wiederwahl stelle, weil die Mitarbeit im Kirchenvorstand mit seinen vielfältigen Aufgaben, in Gottesdiensten, beim Mittagsgebet, beim Besuchskreis, in der Synode und im Bauausschuss lebendige Einblicke ins kirchliche Leben mit sich bringt. Dieses mitzugestalten ist mir ein wichtiges Anliegen, besonders in einer so großartigen Kirche wie unsere Elisabeth-Kirche, in der Pfarrer und Laien in Eintracht und mit großem Engagement die Geschicke der Gemeinde leiten.