Gottesdienst zur Eröffnung der Pilgersaison mit Einzelsegen

Am 22. April wurde die Pilgersaison auf Elisabethpfaden mit eine feierlichen Gottesdienst eröffnet. Pfarrer Michael Becker war zu Gast und hielt die Predigt. Mit Pfrin. Dr. Müller und Pfr. Dietrich segnete er Menschen für ihren persönlichen Weg.

Marburg.  Das Wetter war wie fürs Wandern gemacht. Bei strahlendem Sonnenschein ging es am vergangenen Sonntag aber für rund zweihundert Gottesdienstbesucher erst einmal in die Elisabethkirche, wo die diesjährige Pilgersaison eröffnet wurde. Gemeinsam mit Pfarrerin Dr. Anna Karena Müller, Pfr. Michael Becker aus Kassel lud Pfarrer Bernhard Dietrich die Gemeinde ein, übers Pilgern und Wandern nachzudenken und Geist und Seele während des Gottesdienstes zu stärken.

„Ich freue mich, dass wir diesen Gottesdienst nun schon zum zehten Mal feiern können“, denn um Wege mit nuer Kraft unter die Füße zu nehmen, brauchen Menschen den Segen Gottes, sagte Dietrich, der am Tag zuvor erneut zum Ersten Vorsitzenden des Elisabeth-Pfad-Vereins gewählt worden war.

Neben ihm wurden Barbara Krzensk als Schriftführer, Harald Hain als Beisitzer, Michael Baier als Kassenwart, Arno Hammer als Zweiter Vorsitzender gewählt.

In seiner Predigt führte Pfarrer Becker aus, dass Pilgern bedeute, bewusst aus sich herauszugehen, um sich zu finden. „ Unterwegs sagt man uns, wer wir sind .“ Gerade wer in der Schöpfung pilgere, sehe, um weiter zu sehen . Es gelte hindurch zu sehen von der Wirklichkeit zum Wahren hin, denn hinter der Zeit sei die Herrlichkeit . „ Wir werden nicht müde “, habe der Apostel Paulus geschrieben, der viel zu Fuß und mit heißem Herzen unterwegs gewesen sei. Wenn auch der äußere Mensch verfalle, so werde sich doch der innere Mensch von Tag zu Tag erneuern. Wer die Wirklichkeit aushalte , sehe mehr als Wirkliches und hindurch auf Herrliches. „ Die Welt ist nicht dazu da, dass es uns gut geht, sondern dass wir sie gut machen“, sagte Pfarrer Becker.

Drei „ Elisabethpfade “ führen sowohl von Köln als auch von Eisenach und Frankfurt nach Marburg. Unter den Pilgern befand sich auch Maria Elisabeth Krombach aus Malberg (Landkreis Altenkirchen / Westerwald ), die zum ersten Mal die Elisabethkirche besuchte. Sie erzählte, dass in ihrem Nachbarort Elkenroth die heilige Elisabeth als Kirchen- und Ortspatronin verehrt werde und dort auch einmal übernachtet haben soll. Auch sie trage den Vornamen „ Elisabeth“. Angenommen habe sie jedoch, dass es sich bei der Elisabethkirche um eine katholische Kirche handele.

In Pilgerausrüstung besuchte die 41-jährige Christine Marburger aus Frankfurt diesen Pilgergottesdienst, die über das Internet auf diese Veranstaltung aufmerksam geworden war. „ Das passt genau“, sagte die Pilgerin, die den Pilgersegen gerne annehmen will, da sie demnächst eine Pilgerreise mit derzeit noch unbekanntem Ziel plane.

Wie in jedem Jahr zur Pilgersaison-Eröffnung hatten die Gottesdienstbesucher die Möglichkeit, vorne am Altar einen persönlichen Segen zu erhalten – ganz egal, ob sie eine weite Pilgerreise geplant haben oder nicht.

„Hiermit erkläre ich die Pilgersaison 2018 für eröffnet!“ Mit dem Segen und dieser Erklärung endete der Gottesdienst. Nach dem Gottesdienst gab es für alle im Seitenschiff der Kirche noch das Kirchencafé, das zu Begegnung und Austausch einlud. Anschließend gab es für die, die sich noch nicht sofort wieder auf den Weg machen wollten, den Pilgerstammtisch, wo Kontakte gepflegt und Erfahrungen ausgetauscht werden konnten.

 

Predigt von der Pilgersaisoneröffnung ansehen und -hören