Spuren der Reformation in der Elisabethkirche

Ausstellungsplakat (klicken zum Vergrößern)

Eine Ausstellung in der Marburger Elisabethkirche
17. Mai - 31. Oktober 2017

Heiligenfiguren, Schnitzaltäre, Reliquienschrein – auf den ersten Blick fällt es schwer zu glauben, dass die Elisabethkirche heute protestantisch ist, ja, dass hier sogar schon seit Ende der 1520er Jahre fast durchgängig evangelischer Gottesdienst gefeiert wird. Wie ist dieser Widerspruch zu erklären? Wie ging man von protestantischer Seite aus mit dem reichen mittelalterlichen, „katholischen“ Erbe der Kirche um? Was wurde aus den Reliquien der heiligen Elisabeth?

Diese und weitere Fragen möchte die Ausstellung aufgreifen, beantworten und anhand der zahlreichen, nicht gerade immer offensichtlichen Spuren, die die Reformation trotz alledem in der Elisabethkirche hinterlassen hat, veranschaulichen. Thematisch reicht das Spektrum dabei von der vorreformatorischen Frömmigkeit um 1500 und lutherischer Begräbniskultur über Bildersturm und die Beziehung Elisabethkirche-Universität bis hin zum Simultaneum, während dessen 1811-1827 Protestanten wie Katholiken gleichermaßen den Kirchenraum nutzten.

Zur Ausstellungseröffnung am 17. Mai um 19.30 Uhr in der Elisabethkirche spricht der Tübinger Kirchenhistoriker Prof. Dr. Volker Leppin zum Thema: "Luther: Mystik und Reformation - eine Botschaft für die Leistungsgesellschaft des 21. Jahrhunderts".

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Die Ausstellung "Spuren der Reformation in der Marburger Elisabethkirche" wird ab 17. Mai bis einschließlich 31- Oktober 2017 in der Elisabethkirche zu sehen sein. Die Ausstellungstafeln werden im nördlichen Seitenschiff Platz finden. Der Eintritt ist frei!

Öffnungszeiten: Mo-Sa 9-18 Uhr (im Oktober: 9-17 Uhr), So 11-18 Uhr