Die Sakristei
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Begibt man sich an die Nordseite des "Hohen Chors", so gelangt man zum Eingang der
Sakristei. Der rechteckige Innenraum der Sakristei ist mit einem alten farbigen Verputz und
einem Mosaikfußboden ausgestattet. Beachtenswert ist das figurenreiche alte schmiedeeiserne
Gitter, das den Schrein umgibt. Der (15) "goldene Schrein",
das Material ist vergoldetes Kupfer über Eichenholzkern, wurde um 1240 zur Aufnahme der Gebeine
Elisabeths angefertigt. Er ist also ein Sarg und erinnert als solcher an die Verstorbene:
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Goldener Schrein |
Auf dem Dache sehen wir wieder Szenen wie beim Elisabethfenster;
von rechts nach links: Elisabeth empfängt das Kleid des dritten Ordens,
sie verteilt Almosen, speist einen Alten, läßt Durstige tränken
und wäscht einem Alten die Füße - nach dem Vorbild Christi.
Das Ganze hat aber nicht die Form eines Sargs, sondern die einer Kirche mit
Langhaus und Querschiff, Dach, Türmen und vier großen Portalen.
Es ist ein "Abbild" der "einen, heiligen, apostolischen Kirche":
Elisabethfigur |
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Auf den Längsseiten in getriebener Arbeit die 12 Apostel,
über jedem ein Satz des Glaubensbekenntnisses in den Giebeln,
in ihrer Mitte Christus als Gekreuzigter
(67KB) - geraubte Figur - und auf dem Thron
seiner Herrlichkeit (67KB), dazu an den beiden Stirnseiten
Elisabeth und die Muttergottes (37KB).
Von den prächtigen Dachknäufen in der symbolischen Siebenzahl
ragt der mittlere über die anderen; seine Rundscheiben geschmückt
mit der Darstellung der vier Paradiesströme: die in alle
Reiche der Welt strömende erlösende Kraft Christi. Der
Bau dieser Kirche erwächst auf der Weissagung der vorchristlichen
Zeit: die kleinen Medaillons im Sockel dürfen wir als Sibyllen
und Propheten deuten.
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Zum "Schatz" dieser Kirche gehört auch das Leben und Wirken
der Heiligen Elisabeth. Der goldene Schrein ist heute leer. Nachdem schon
in den Jahrhunderten vor der Reformation immer wieder Elisabethreliquien an
verschiedene Empfänger verschenkt wurden, entnahm 1539 Landgraf Philipp
die restlichen Gebeine. Ihr Verbleib ist bis heute ungeklärt.
Beim Rückweg werfen wir noch einen Blick westwärts über die Vierung mit dem Chorgestühl
hinweg auf das moderne Farbglasfenster von Georg Meistermann (1963) und die Orgel (Bosch, Kassel 1963).
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Westfenster |
Abruf #
seit dem 14.05.2001.
Copyright © 1998-2001 Elisabethkirchengemeinde Marburg
Letzte Änderung am
24.06.2002 9:59
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