Traugebete

Auch als Brautpaar können Sie während ihrer Trauung einander vor Gott etwas sagen und so miteinander beten.

Wir möchten Ihnen hier drei Vorschläge unterbreiten, die Sie in ihrem Traugottesdienst selbst sprechen/beten können (optional): 

Vorschlag 1

Bräutigam:
Liebe im Sinne Jesu bringt uns dazu, dass wir uns einander zuwenden und daduch frei werden für alles, was die nächste Stunde bringt ...
Braut:
dass wir herausfinden, wie einer den anderen braucht,
Bräutigam:
dass wir nicht der Gewohnheit erliegen, sondern uns täglich neu suchen.

Braut:
Liebe im Sinne Jesu bringt uns dazu, dass wir den Mut gewinnen, der Enttäuschungen überwindet und den anderen nicht fallen lässt,
Bräutigam:
dass wir auf das Wort und die Liebe des anderen hoffen,
Braut:
dass wir dem Dank Raum lassen von Tag zu Tag.

Braut und Bräutigam gemeinsam:
Herr, lass es dazu kommen. Dann bist du unter uns lebendig.

Pfarrer:
Gott geleite euch heute und in den Tagen, die kommen. In dem Wort, das uns vertrauen und hoffen, vergeben und lieben lässt, werdet ihr ihn erfahren. Das wird euerm Leben Richtung und Sinn geben.

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Vorschlag 2

Bräutigam:
Wir wollen miteinander leben.

Braut:
Wir werden aufeinander einwirken mit unseren Eigenarten und Begabungen, mit dem, was wir uns sagen und verschweigen, mit dem, was wir uns geben oder schuldig bleiben.

Bräutigam:
Es wird nicht immer leicht sein, wenn ein Tag wieder der andere ist, wenn Verstehen schwindet und Freude ausbleibt.

Braut:
Aber wir hoffen auf neue Anfänge, auf Wege und Einsichten, die weiterhelfen, auf Kraft, auszuhalten, was ist.

Bräutigam:
Wir vertrauen auf Worte, die Missverstehen ausräumen und uns zusammenführen, die Vergebung erbitten und gewähren.

Braut:
Wir leben von Hoffnung, die sich auf morgen freut.

Pfarrer:
Wer hofft, hat weiten Raum. Wer Liebe wagt, der findet Antwort. So wird Gott unser Leben täglich aufs neue erfüllen.

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Vorschlag 3

Bräutigam:
Wir haben uns Liebe und Treue versprochen;

Braut:
Aber wir wissen, dass unser Wort mehr enthält, als wir jetzt übersehen können.

Bräutigam:
Darum wollen wir unser Versprechen als Bitte verstehen:

Braut:
dass Gott unser Wort durch sein Wort bestätigt;

Bräutigam:
dass wir einander immer entgegenkommen,

Braut:
dass die größere Gemeinschaft, in der wir leben, uns mit Verständnis und Hilfe umgibt.

Bräutigam:
Wir wollen uns nicht auf das festlegen, was wir heute sind,

Braut:
sondern offen bleiben für das, was morgen aus uns werden kann.

Bräutigam:
Enttäuschung soll uns die Freude am Leben mit dem anderen nicht nehmen.

Braut und Bräutigam gemeinsam:
Herr, in dem allen hoffen wir, dass uns geholfen wird.


Pfarrer:
Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. Darauf könnt ihr vertrauen.


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