Die Taufe mitgestalten

Lieder zum Beginn der Taufe

Lieder, die zu Beginn gesungen werden können und den Taufgottesdienst "eröffnen":

EG 165 Gott ist gegenwärtig ...

1. Gott ist gegenwärtig.
Lasset uns anbeten
und in Ehrfurcht vor ihn treten.
Gott ist in der Mitte.
Alles in uns schweige
und sich innigst vor ihm beuge.
Wer ihn kennt,
wer ihn nennt,
schlag die Augen nieder;
kommt, ergebt euch wieder.

Erste Strophe vorsingen lassen:

2. Gott ist gegenwärtig, / dem die Cherubinen / Tag und Nacht gebücket dienen. / Heilig, heilig, heilig!
/ singen ihm zur Ehre / aller Engel hohe Chöre. / Herr, vernimm / unsre Stimm, / da auch wir Geringen /
unsre Opfer bringen. Jes 6,3

3. Wir entsagen willig / allen Eitelkeiten, / aller Erdenlust und Freuden; / da liegt unser Wille, / Seele, Leib und Leben / dir zum Eigentum ergeben. / Du allein / sollst es sein, / unser Gott und Herre, / dir gebührt die Ehre.

4. Majestätisch Wesen, / möcht ich recht dich preisen / und im Geist dir Dienst erweisen. / Möcht ich wie die Engel / immer vor dir stehen / und dich gegenwärtig sehen. / Lass mich dir / für und für / trachten zu gefallen, / liebster Gott, in allem.

5. Luft, die alles füllet, / drin wir immer schweben, / aller Dinge Grund und Leben, / Meer ohn Grund und Ende, / Wunder aller Wunder: / ich senk mich in dich hinunter. / Ich in dir, / du in mir, / lass mich ganz verschwinden, / dich nur sehn und finden.

6. Du durchdringest alles; / lass dein schönstes Lichte, / Herr, berühren mein Gesichte. / Wie die zarten Blumen / willig sich entfalten / und der Sonne stille halten, / lass mich so / still und froh / deine Strahlen fassen / und dich wirken lassen.

7. Mache mich einfältig, / innig, abgeschieden, / sanft und still in deinem Frieden; / mach mich reines Herzens, / dass ich deine Klarheit / schauen mag in Geist und Wahrheit; / lass mein Herz / überwärts / wie ein’ Adler schweben / und in dir nur leben.

8. Herr, komm in mir wohnen, / lass mein’ Geist auf Erden / dir ein Heiligtum noch werden; / komm, du nahes Wesen, / dich in mir verkläre, / dass ich dich stets lieb und ehre. / Wo ich geh, / sitz und steh, / lass mich dich erblicken / und vor dir mich bücken.

Text: Gerhard Tersteegen (vor 1727) 1729
Melodie: Wunderbarer König (Nr. 327)

EG 166 Tut mir auf die schöne Pforte ...

1. Tut mir auf die schöne Pforte,
führt in Gottes Haus mich ein;
ach wie wird an diesem Orte
meine Seele fröhlich sein!
Hier ist Gottes Angesicht,
hier ist lauter Trost und Licht.

2. Ich bin, Herr, zu dir gekommen,
komme du nun auch zu mir.
Wo du Wohnung hast genommen,
da ist lauter Himmel hier.
Zieh in meinem Herzen ein,
laß es deinen Tempel sein.

Erste Strophe vorsingen lassen:

3. Laß in Furcht mich vor dich treten, / heilige du Leib und Geist, / daß mein Singen und mein Beten / ein gefällig Opfer heißt. / Heilige du Mund und Ohr, / zieh das Herze ganz empor.

4. Mache mich zum guten Lande, / wenn dein Samkorn auf mich fällt. / Gib mir Licht in dem Verstande / und, was mir wird vorgestellt, / präge du im Herzen ein, / laß es mir zur Frucht gedeihn. Mt 13,23

5. Stärk in mir den schwachen Glauben, / laß dein teures Kleinod mir / nimmer aus dem Herzen rauben, /
halte mir dein Wort stets für, / daß es mir zum Leitstern dient / und zum Trost im Herzen grünt.

6. Rede, Herr, so will ich hören, / und dein Wille werd erfüllt; / nichts laß meine Andacht stören, / wenn der Brunn des Lebens quillt; / speise mich mit Himmelsbrot, tröste mich in aller Not.

EG 206: Liebster Jesu wir sind hier

1. Liebster Jesu, wir sind hier,
deinem Worte nachzuleben;
dieses Kindlein kommt zu dir,
weil du den Befehl gegeben,
daß man sie zu dir hinführe,
denn das Himmelreich ist ihre.

3. Darum eilen wir zu dir;
nimm das Pfand von unsern Armen;
tritt mit deinem Glanz herfür
und erzeige dein Erbarmen,
daß es dein Kind hier auf Erden
und im Himmel möge werden.

4. Hirte, nimm das Schäflein an;
Haupt, mach es zu deinem Gliede;
Himmelsweg, zeig ihm die Bahn;
Friedefürst, sei du sein Friede;
Weinstock, hilf, daß diese Rebe
auch im Glauben dich umgebe

Text: Benjamin Schmolck 1704
Melodie: Liebster Jesu, wir sind hier (Nr. 161)

EG 166: Tut mir auf die schöne Pforte

1. Tut mir auf die schöne Pforte,
führt in Gottes Haus mich ein;
ach wie wird an diesem Orte
meine Seele fröhlich sein!
Hier ist Gottes Angesicht,
hier ist lauter Trost und Licht.

2. Ich bin, Herr, zu dir gekommen,
komme du nun auch zu mir.
Wo du Wohnung hast genommen,
da ist lauter Himmel hier.
Zieh in meinem Herzen ein,
laß es deinen Tempel sein.

3. Laß in Furcht mich vor dich treten,
heilige du Leib und Geist,
daß mein Singen und mein Beten
ein gefällig Opfer heißt.
Heilige du Mund und Ohr,
zieh das Herze ganz empor.

4. Mache mich zum guten Lande,
wenn dein Samkorn auf mich fällt.
Gib mir Licht in dem Verstande
und, was mir wird vorgestellt,
präge du im Herzen ein,
laß es mir zur Frucht gedeihn.
Mt 13,23

5. Stärk in mir den schwachen Glauben,
laß dein teures Kleinod mir
nimmer aus dem Herzen rauben,
halte mir dein Wort stets für,
daß es mir zum Leitstern dient
und zum Trost im Herzen grünt.

6. Rede, Herr, so will ich hören,
und dein Wille werd erfüllt;
nichts laß meine Andacht stören,
wenn der Brunn des Lebens quillt;
speise mich mit Himmelsbrot,
tröste mich in aller Not.

Text: Benjamin Schmolck 1734
Melodie: Joachim Neander 1680, Darmstadt 1698

EG 211: Gott, der du alles Leben schufst

1. Gott, der du alles Leben schufst
und uns durch Christus zu dir rufst,
wir danken dir für dieses Kind
und alles Glück, das nun beginnt.

2. Wir bitten dich, Herr Jesu Christ,
weil du ein Freund der Kinder bist,
nimm dich des jungen Lebens an,
daß es behütet wachsen kann.

3. Eh wir entscheiden Ja und Nein,
gilt schon für uns: gerettet sein.
Dank sei dir, daß das Heil der Welt
nicht mit uns selber steht und fällt.

4. So segne nun auch dieses Kind
und die, die seine Nächsten sind.
Wo Schuld belastet, Herr, verzeih.
Wo Angst bedrückt, mach Hoffnung frei.

5. Gott, der du durch die Taufe jetzt
im Glauben einen Anfang setzt,
gib auch den Mut zum nächsten Schritt.
Zeig uns den Weg und geh ihn mit.

Text: Detlev Block 1978
Melodie: O Jesu Christe, wahres Licht (Nr. 72)

EG 209: Ich möcht, dass Einer mit mir geht

1. Ich möcht', daß einer mit mir geht,
der's Leben kennt, der mich versteht,
der mich zu allen Zeiten kann geleiten.
Ich möcht', daß einer mit mir geht.

2. Ich wart', daß einer mit mir geht,
der auch im Schweren zu mir steht,
der in den dunklen Stunden mir verbunden.
Ich wart', daß einer mit mir geht.

3. Es heißt, daß einer mit mir geht,
der's Leben kennt, der mich versteht,
der mich zu allen Zeiten kann geleiten.
Es heißt, daß einer mit mir geht.

4. Sie nennen ihn den Herren Christ,
der durch den Tod gegangen ist;
er will durch Leid und Freuden mich geleiten.
Ich möcht', daß er auch mit mir geht.

Text und Melodie: Hanns Köbler 1964

EG 324: Ich singe Dir mit Herz und Mund

1. Ich singe dir mit Herz und Mund,
Herr, meines Herzens Lust;
ich sing und mach auf Erden kund,
was mir von dir bewußt.

2. Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad
und ewge Quelle bist,
daraus uns allen früh und spat
viel Heil und Gutes fließt.

3. Was sind wir doch? Was haben wir
auf dieser ganzen Erd,
das uns, o Vater, nicht von dir
allein gegeben werd?

12. Du füllst des Lebens Mangel aus
mit dem, was ewig steht,
und führst uns in des Himmels Haus,
wenn uns die Erd entgeht.

13. Wohlauf, mein Herze, sing und spring
und habe guten Mut!
Dein Gott, der Ursprung aller Ding,
ist selbst und bleibt dein Gut.

14. Er ist dein Schatz, dein Erb und Teil,
dein Glanz und Freudenlicht,
dein Schirm und Schild, dein Hilf und Heil,
schafft Rat und läßt dich nicht

Text: Paul Gerhardt 1653
Melodie: Nun danket all und bringet Ehr (Nr. 322)
Satz: Johann Crüger 1653

EG 577: Kind, du bist uns anvertraut

1. Kind, du bist uns anvertraut.
Wozu werden wir dich bringen?
Wenn du deine Wege gehst,
wessen Lieder wirst du singen?
Welche Worte wirst du sagen
und an welches Ziel dich wagen?

2. Kampf und Krieg zerreißt die Welt,
einer drückt den andern nieder.
Dabei zählen Macht und Geld,
Klugheit und gesunde Glieder.
Mut und Freiheit, das sind Gaben,
die wir bitter nötig haben.

3. Freunde wollen wir dir sein,
sollst des Friedens Brücken bauen.
Denke nicht, du stehst allein;
kannst der Macht der Liebe trauen.
Taufen dich in Jesu Namen.
Er ist unsre Hoffnung. Amen

Text: Friedrich Karl Barth, Gerhard Grenz, Peter Horst 1973
Melodie: Liebster Jesu, Wir sind hier (Nr. 161)

EG 574: Segne dieses Kind

1. (A) Segne dieses Kind und hilf uns, ihm zu helfen,
daß es sehen lernt mit seinen eignen Augen
(V) das Gesicht seiner Mutter
und die Farben der Blumen
und den Schnee auf den Bergen
und das Land der Verheißung.

2. Segne dieses Kind und hilf uns, ihm zu helfen,
daß es hören lernt mit seinen eignen Ohren
auf den Klang seines Namens,
auf die Wahrheit der Weisen,
auf die Sprache der Liebe
und das Wort der Verheißung.

3. Segne dieses Kind und hilf uns, ihm zu helfen,
daß es greifen lernt mit seinen eignen Händen
nach der Hand seiner Freunde,
nach Maschinen und Plänen,
nach dem Brot und den Trauben
und dem Land der Verheißung.

4. Segne dieses Kind und hilf uns, ihm zu helfen,
daß es reden lernt mit seinen eignen Lippen
von den Freuden und Sorgen,
von den Fragen der Menschen,
von den Wundern des Lebens
und dem Wort der Verheißung.

5. Segne dieses Kind und hilf uns, ihm zu helfen,
daß es gehen lernt auf seinen eignen Füßen
auf den Straßen der Erde,
auf den mühsamen Treppen,
auf den Wegen des Friedens
in das Land der Verheißung.
Schluß. Segne dieses Kind und hilf uns, ihm zu helfen,
daß es lieben lernt mit seinem ganzen Herzen

Text: Lothar Zenetti 1971
Melodie: Herbert Beuerle 1976)

EG 170: Komm, Herr, segene uns

1. Komm, Herr, segne uns, daß wir uns nicht trennen,
sondern überall uns zu dir bekennen.
Nie sind wir allein, stets sind wir die Deinen.
Lachen oder Weinen wird gesegnet sein.

2. Keiner kann allein Segen sich bewahren.
Weil du reichlich gibst, müssen wir nicht sparen.
Segen kann gedeihn, wo wir alles teilen,
schlimmen Schaden heilen, lieben und verzeihn.

3. Frieden gabst du schon, Frieden muß noch werden,
wie du ihn versprichst uns zum Wohl auf Erden.
Hilf, daß wir ihn tun, wo wir ihn erspähen -
die mit Tränen säen, werden in ihm ruhn.

4. Komm, Herr, segne uns, daß wir uns nicht trennen,
sondern überall uns zu dir bekennen.
Nie sind wir allein, stets sind wir die Deinen.
Lachen oder Weinen wird gesegnet sein.


Text und Melodie: Dieter Trautwein 1978

EG 316: Lobe den Herren, den mächtigen König

1. Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren,
lob ihn, o Seele, vereint mit den himmlischen Chören.
Kommet zuhauf,
Psalter und Harfe, wacht auf,
lasset den Lobgesang hören!

2. Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret,
der dich auf Adelers Fittichen sicher geführet,
der dich erhält,
wie es dir selber gefällt;
hast du nicht dieses verspüret?

3. Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet,
der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet.
In wieviel Not
hat nicht der gnädige Gott
über dir Flügel gebreitet!

4. Lobe den Herren, der sichtbar dein Leben gesegnet,
der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet.
Denke daran,
was der Allmächtige kann,
der dir mit Liebe begegnet.

5. Lobe den Herren, was in mir ist, lobe den Namen.
Lob ihn mit allen, die seine Verheißung bekamen.
Er ist dein Licht,
Seele, vergiß es ja nicht.
Lob ihn in Ewigkeit. Amen.

Text: Joachim Neander 1680 (ökumenische Fassung) Melodie: 17. Jh.; geistlich Stralsund 1665, Halle 1741

EG 503: Geh aus mein Herz und suche Freud

1. Geh aus, mein Herz, und suche Freud
in dieser lieben Sommerzeit
an deines Gottes Gaben;
schau an der schönen Gärten Zier
und siehe, wie sie mir und dir
sich ausgeschmücket haben,
sich ausgeschmücket haben.

13. Hilf mir und segne meinen Geist
mit Segen, der vom Himmel fleußt,
daß ich dir stetig blühe;
gib, daß der Sommer deiner Gnad
in meiner Seele früh und spat
viel Glaubensfrüchte ziehe,
viel Glaubensfrüchte ziehe.

14. Mach in mir deinem Geiste Raum,
daß ich dir werd ein guter Baum,
und laß mich Wurzel treiben.
Verleihe, daß zu deinem Ruhm
ich deines Gartens schöne Blum
und Pflanze möge bleiben,
und Pflanze möge bleiben.

Text: Paul Gerhardt 1653
Melodie: August Harder vor 1813

EG 619: Er hält die ganze Welt in seiner Hand (Spiritual)

1. Er hält die ganze Welt in seiner Hand,
er hält die ganze Welt in seiner Hand,
er hält die ganze Welt in seiner Hand,
Gott hält die Welt in seiner Hand.

2. Er hält das winzig kleine Baby in seiner Hand,
er hält das winzig kleine Baby in seiner Hand,
er hält das winzig kleine Baby in seiner Hand,
Gott hält das Baby in seiner Hand.

3. Er hält die Sonne und den Mond in seiner Hand,
er hält die Sonne und den Mond in seiner Hand,
er hält die Sonne und den Mond in seiner Hand,
Gott hält sie beide in seiner Hand.

4. Er hält auch dich und mich in seiner Hand,
er hält auch dich und mich in seiner Hand,
er hält auch dich und mich in seiner Hand,
Gott hält auch dich und mich in seiner Hand.

oder:
1. He's got the whole world in his hands,
He's got the whole world in his hands,
He's got the whole world in his hands,
He's got the whole world in his hands.

2. He's got the tiny little baby in his hands,
He's got the tiny little baby in his hands,
He's got the tiny little baby in his hands,
He's got the baby in his hands.

3. He's got the sun and the moon in his hands,
He's got the sun and the moon in his hands,
He's got the sun and the moon in his hands,
He's got the sun and the moon in his hands.

4. He's got you and me brother (sister) in his hands,
He's got you and me brother (sister) in his hands,
He's got you and me brother (sister) in his hands,
He's got you and me in his hands.

Text: überliefert
Spiritual


Lieder während der Taufe

Lieder, die in der Mitte, direkt nach der Taufhandlung gesungen werden können und sich inhaltlich eng auf die Taufe beziehen, die gerade vollzogen wurde:

EG 200: Ich bin getauft auf deinen Namen

1. Ich bin getauft auf deinen Namen,
Gott Vater, Sohn und Heilger Geist;
ich bin gezählt zu deinem Samen,
zum Volk, das dir geheiligt heißt.
Ich bin in Christus eingesenkt,
ich bin mit seinem Geist beschenkt.

2. Du hast zu deinem Kind und Erben,
mein lieber Vater, mich erklärt;
du hast die Frucht von deinem Sterben,
mein treuer Heiland, mir gewährt;
du willst in aller Not und Pein,
o guter Geist, mein Tröster sein.

4. Mein treuer Gott, auf deiner Seite
bleibt dieser Bund wohl feste stehn;
wenn aber ich ihn überschreite,
so laß mich nicht verlorengehn;
nimm mich, dein Kind, zu Gnaden an,
wenn ich hab einen Fall getan

Text: Johann Jakob Rambach 1735
Melodie: O daß ich tausend Zungen hätte (Nr. 330)

EG 211: Gott, der du alles Leben schufst

1. Gott, der du alles Leben schufst
und uns durch Christus zu dir rufst,
wir danken dir für dieses Kind
und alles Glück, das nun beginnt.

2. Wir bitten dich, Herr Jesu Christ,
weil du ein Freund der Kinder bist,
nimm dich des jungen Lebens an,
daß es behütet wachsen kann.

3. Eh wir entscheiden Ja und Nein,
gilt schon für uns: gerettet sein.
Dank sei dir, daß das Heil der Welt
nicht mit uns selber steht und fällt.

4. So segne nun auch dieses Kind
und die, die seine Nächsten sind.
Wo Schuld belastet, Herr, verzeih.
Wo Angst bedrückt, mach Hoffnung frei.

5. Gott, der du durch die Taufe jetzt
im Glauben einen Anfang setzt,
gib auch den Mut zum nächsten Schritt.
Zeig uns den Weg und geh ihn mit.

Text: Detlev Block 1978
Melodie: O Jesu Christe, wahres Licht (Nr. 72)

EG 206: Liebster Jesu wir sind hier

1. Liebster Jesu, wir sind hier,
deinem Worte nachzuleben;
dieses Kindlein kommt zu dir,
weil du den Befehl gegeben,
daß man sie zu dir hinführe,
denn das Himmelreich ist ihre.

3. Darum eilen wir zu dir;
nimm das Pfand von unsern Armen;
tritt mit deinem Glanz herfür
und erzeige dein Erbarmen,
daß es dein Kind hier auf Erden
und im Himmel möge werden.

4. Hirte, nimm das Schäflein an;
Haupt, mach es zu deinem Gliede;
Himmelsweg, zeig ihm die Bahn;
Friedefürst, sei du sein Friede;
Weinstock, hilf, daß diese Rebe
auch im Glauben dich umgebe

Text: Benjamin Schmolck 1704
Melodie: Liebster Jesu, wir sind hier (Nr. 161)

EG 205: Gott, Vater höre unsre Bitt

1. Gott Vater, höre unsre Bitt:
teil diesem Kind den Segen mit,
erzeig ihm deine Gnade,
laß's sein dein Kind, nimm weg sein Sünd,
daß ihm dieselb nicht schade.

2. Herr Christe, nimm es gnädig auf
durch dieses Bad der Heilgen Tauf
zu deinem Glied und Erben,
damit es dein mög allzeit sein
im Leben und im Sterben.

3. Und du, o werter Heilger Geist,
samt Vater und dem Sohn gepreist,
wollst gleichfalls zu uns kommen,
damit jetzund in deinen Bund
es werde aufgenommen.

Text: Johann Bornschürer 1676
Melodie: In dich hab ich gehoffet, Herr (Nr. 275)


Lieder zum Abschluss der Taufe

Lieder, die zum Abschluss gesungen werden können und Dankcharakter haben:

EG 211: Gott, der du alles Leben schufst

1. Gott, der du alles Leben schufst
und uns durch Christus zu dir rufst,
wir danken dir für dieses Kind
und alles Glück, das nun beginnt.

2. Wir bitten dich, Herr Jesu Christ,
weil du ein Freund der Kinder bist,
nimm dich des jungen Lebens an,
daß es behütet wachsen kann.

3. Eh wir entscheiden Ja und Nein,
gilt schon für uns: gerettet sein.
Dank sei dir, daß das Heil der Welt
nicht mit uns selber steht und fällt.

4. So segne nun auch dieses Kind
und die, die seine Nächsten sind.
Wo Schuld belastet, Herr, verzeih.
Wo Angst bedrückt, mach Hoffnung frei.

5. Gott, der du durch die Taufe jetzt
im Glauben einen Anfang setzt,
gib auch den Mut zum nächsten Schritt.
Zeig uns den Weg und geh ihn mit.

Text: Detlev Block 1978
Melodie: O Jesu Christe, wahres Licht (Nr. 72)

EG 170: Komm, Herr, segene uns

1. Komm, Herr, segne uns, daß wir uns nicht trennen,
sondern überall uns zu dir bekennen.
Nie sind wir allein, stets sind wir die Deinen.
Lachen oder Weinen wird gesegnet sein.

2. Keiner kann allein Segen sich bewahren.
Weil du reichlich gibst, müssen wir nicht sparen.
Segen kann gedeihn, wo wir alles teilen,
schlimmen Schaden heilen, lieben und verzeihn.

3. Frieden gabst du schon, Frieden muß noch werden,
wie du ihn versprichst uns zum Wohl auf Erden.
Hilf, daß wir ihn tun, wo wir ihn erspähen -
die mit Tränen säen, werden in ihm ruhn.

4. Komm, Herr, segne uns, daß wir uns nicht trennen,
sondern überall uns zu dir bekennen.
Nie sind wir allein, stets sind wir die Deinen.
Lachen oder Weinen wird gesegnet sein.


Text und Melodie: Dieter Trautwein 1978

EG 316: Lobe den Herren, den mächtigen König

1. Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren,
lob ihn, o Seele, vereint mit den himmlischen Chören.
Kommet zuhauf,
Psalter und Harfe, wacht auf,
lasset den Lobgesang hören!

2. Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret,
der dich auf Adelers Fittichen sicher geführet,
der dich erhält,
wie es dir selber gefällt;
hast du nicht dieses verspüret?

3. Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet,
der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet.
In wieviel Not
hat nicht der gnädige Gott
über dir Flügel gebreitet!

4. Lobe den Herren, der sichtbar dein Leben gesegnet,
der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet.
Denke daran,
was der Allmächtige kann,
der dir mit Liebe begegnet.

5. Lobe den Herren, was in mir ist, lobe den Namen.
Lob ihn mit allen, die seine Verheißung bekamen.
Er ist dein Licht,
Seele, vergiß es ja nicht.
Lob ihn in Ewigkeit. Amen.

Text: Joachim Neander 1680 (ökumenische Fassung) Melodie: 17. Jh.; geistlich Stralsund 1665, Halle 1741

EG 503: Geh aus mein Herz und suche Freud

1. Geh aus, mein Herz, und suche Freud
in dieser lieben Sommerzeit
an deines Gottes Gaben;
schau an der schönen Gärten Zier
und siehe, wie sie mir und dir
sich ausgeschmücket haben,
sich ausgeschmücket haben.

13. Hilf mir und segne meinen Geist
mit Segen, der vom Himmel fleußt,
daß ich dir stetig blühe;
gib, daß der Sommer deiner Gnad
in meiner Seele früh und spat
viel Glaubensfrüchte ziehe,
viel Glaubensfrüchte ziehe.

14. Mach in mir deinem Geiste Raum,
daß ich dir werd ein guter Baum,
und laß mich Wurzel treiben.
Verleihe, daß zu deinem Ruhm
ich deines Gartens schöne Blum
und Pflanze möge bleiben,
und Pflanze möge bleiben.

Text: Paul Gerhardt 1653
Melodie: August Harder vor 1813

EG 619: Er hält die ganze Welt in seiner Hand (Spiritual)

1. Er hält die ganze Welt in seiner Hand,
er hält die ganze Welt in seiner Hand,
er hält die ganze Welt in seiner Hand,
Gott hält die Welt in seiner Hand.

2. Er hält das winzig kleine Baby in seiner Hand,
er hält das winzig kleine Baby in seiner Hand,
er hält das winzig kleine Baby in seiner Hand,
Gott hält das Baby in seiner Hand.

3. Er hält die Sonne und den Mond in seiner Hand,
er hält die Sonne und den Mond in seiner Hand,
er hält die Sonne und den Mond in seiner Hand,
Gott hält sie beide in seiner Hand.

4. Er hält auch dich und mich in seiner Hand,
er hält auch dich und mich in seiner Hand,
er hält auch dich und mich in seiner Hand,
Gott hält auch dich und mich in seiner Hand.

oder:
1. He's got the whole world in his hands,
He's got the whole world in his hands,
He's got the whole world in his hands,
He's got the whole world in his hands.

2. He's got the tiny little baby in his hands,
He's got the tiny little baby in his hands,
He's got the tiny little baby in his hands,
He's got the baby in his hands.

3. He's got the sun and the moon in his hands,
He's got the sun and the moon in his hands,
He's got the sun and the moon in his hands,
He's got the sun and the moon in his hands.

4. He's got you and me brother (sister) in his hands,
He's got you and me brother (sister) in his hands,
He's got you and me brother (sister) in his hands,
He's got you and me in his hands.

Text: überliefert
Spiritual

EG 209: Ich möcht, dass Einer mit mir geht

1. Ich möcht', daß einer mit mir geht,
der's Leben kennt, der mich versteht,
der mich zu allen Zeiten kann geleiten.
Ich möcht', daß einer mit mir geht.

2. Ich wart', daß einer mit mir geht,
der auch im Schweren zu mir steht,
der in den dunklen Stunden mir verbunden.
Ich wart', daß einer mit mir geht.

3. Es heißt, daß einer mit mir geht,
der's Leben kennt, der mich versteht,
der mich zu allen Zeiten kann geleiten.
Es heißt, daß einer mit mir geht.

4. Sie nennen ihn den Herren Christ,
der durch den Tod gegangen ist;
er will durch Leid und Freuden mich geleiten.
Ich möcht', daß er auch mit mir geht.

Text und Melodie: Hanns Köbler 1964

EG 324: Ich singe Dir mit Herz und Mund

1. Ich singe dir mit Herz und Mund,
Herr, meines Herzens Lust;
ich sing und mach auf Erden kund,
was mir von dir bewußt.

2. Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad
und ewge Quelle bist,
daraus uns allen früh und spat
viel Heil und Gutes fließt.

3. Was sind wir doch? Was haben wir
auf dieser ganzen Erd,
das uns, o Vater, nicht von dir
allein gegeben werd?

12. Du füllst des Lebens Mangel aus
mit dem, was ewig steht,
und führst uns in des Himmels Haus,
wenn uns die Erd entgeht.

13. Wohlauf, mein Herze, sing und spring
und habe guten Mut!
Dein Gott, der Ursprung aller Ding,
ist selbst und bleibt dein Gut.

14. Er ist dein Schatz, dein Erb und Teil,
dein Glanz und Freudenlicht,
dein Schirm und Schild, dein Hilf und Heil,
schafft Rat und läßt dich nicht

Text: Paul Gerhardt 1653
Melodie: Nun danket all und bringet Ehr (Nr. 322)
Satz: Johann Crüger 1653

EG 321: Nun danket alle Gott

1. Nun danket alle Gott
mit Herzen, Mund und Händen,
der große Dinge tut
an uns und allen Enden,
der uns von Mutterleib
und Kindesbeinen an
unzählig viel zugut
bis hierher hat getan.

2. Der ewigreiche Gott
woll uns bei unserm Leben
ein immer fröhlich Herz
und edlen Frieden geben
und uns in seiner Gnad
erhalten fort und fort
und uns aus aller Not
erlösen hier und dort.

3. Lob, Ehr und Preis sei Gott
dem Vater und dem Sohne
und Gott dem Heilgen Geist
im höchsten Himmelsthrone,
ihm, dem dreiein'gen Gott,
wie es im Anfang war
und ist und bleiben wird
so jetzt und immerdar.


Text und Melodie: Martin Rinckart (um 1630) 1636 (Melodiefassung nach Johann Crüger 1647)

EG 621: Ins Wasser fällt ein Stein

1. Ins Wasser fällt ein Stein,
ganz heimlich still und leise,
und ist er noch so klein,
er zieht doch weite Kreise.
Wo Gottes große Liebe
in einen Menschen fällt,
da wirkt sie fort
in Tat und Wort,
hinaus in unsre Welt.

2. Ein Funke, kaum zu sehn,
entfacht doch helle Flammen,
und die im Dunkeln stehn,
die ruft der Schein zusammen.
Wo Gottes große Liebe
in einem Menschen brennt,
da wird die Welt
vom Licht erhellt,
da bleibt nichts, was uns trennt.

3. Nimm Gottes Liebe an.
Du brauchst dich nicht allein zu mühn,
denn seine Liebe kann
in deinem Leben Kreise ziehn.
Und füllt sie erst dein Leben,
und setzt sie dich in Brand,
gehst du hinaus,
teilst Liebe aus,
denn Gott füllt dir die Hand.

Text: Manfred Siebald 1973
Melodie: Kurt Kaiser 1965 )

EG 632: Wenn das Brot, das wir teilen

1. Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht
und das Wort, das wir sprechen, als Lied erklingt,
dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut,
dann wohnt er schon in unserer Welt.
Ja, dann schauen wir heut schon sein Angesicht
in der Liebe, die alles umfängt,
in der Liebe, die alles umfängt.

2. Wenn das Leid jedes Armen uns Christus zeigt
und die Not, die wir lindern, zur Freude wird,
dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut,
dann wohnt er schon in unserer Welt.
Ja, dann schauen wir heut schon sein Angesicht
in der Liebe, die alles umfängt,
in der Liebe, die alles umfängt.

3. Wenn die Hand, die wir halten, uns selber hält
und das Kleid, das wir schenken, auch uns bedeckt,
dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut,
dann wohnt er schon in unserer Welt.
Ja, dann schauen wir heut schon sein Angesicht
in der Liebe, die alles umfängt,
in der Liebe, die alles umfängt.

4. Wenn der Trost, den wir geben, uns weiter trägt
und der Schmerz, den wir teilen, zur Hoffnung wird,
dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut,
dann wohnt er schon in unserer Welt.
Ja, dann schauen wir heut schon sein Angesicht
in der Liebe, die alles umfängt,
in der Liebe, die alles umfängt.

5. Wenn das Leid, das wir tragen, den Weg uns weist
und der Tod, den wir sterben, vom Leben singt,
dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut,
dann wohnt er schon in unserer Welt.
Ja, dann schauen wir heut schon sein Angesicht
in der Liebe, die alles umfängt,
in der Liebe, die alles umfängt.

Das Lied spielt in der ersten Strophe auf das Rosenwunder bei Elisabeth von Thüringen an.

"Seht, ich habe es doch gesagt, wir sollen die Menschen froh machen!"

Elisabeth von Thüringen bei einer Armenspeisung in Marburg

Text: Claus-Peter März (1981) 1985
Melodie: Kurt Grahl (1981) 1985 )

EG 334: Danke für diesen guten Morgen

1. Danke für diesen guten Morgen,
danke für jeden neuen Tag.
Danke, daß ich all meine Sorgen
auf dich werfen mag.

2. Danke für alle guten Freunde,
danke, o Herr, für jedermann.
Danke, wenn auch dem größten Feinde
ich verzeihen kann.

3. Danke für meine Arbeitsstelle,
danke für jedes kleine Glück.
Danke für alles Frohe, Helle
und für die Musik.

4. Danke für manche Traurigkeiten,
danke für jedes gute Wort.
Danke, daß deine Hand mich leiten
will an jedem Ort.

5. Danke, daß ich dein Wort verstehe,
danke, daß deinen Geist du gibst.
Danke, daß in der Fern und Nähe
du die Menschen liebst.

6. Danke, dein Heil kennt keine Schranken,
danke, ich halt mich fest daran.
Danke, ach Herr, ich will dir danken,
daß ich danken kann.

Text und Melodie: Martin Gotthard Schneider (1961)

EG 638: Ich lobe meinen Gott

Strophen
1. Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt, damit ich lebe.
Ich lobe meinen Gott, der mir die Fesseln löst, damit ich frei bin.

Kehrvers
Ehre sei Gott auf der Erde
in allen Straßen und Häusern,
die Menschen werden singen,
bis das Lied zum Himmel steigt.
Ehre sei Gott und den Menschen Frieden,
Ehre sei Gott und den Menschen Frieden,
Frieden auf Erden.

2. Ich lobe meinen Gott, der mir den neuen Weg weist, damit ich handle.
Ich lobe meinen Gott, der mir mein Schweigen bricht, damit ich rede.

3. Ich lobe meinen Gott, der meine Tränen trocknet, daß ich lache.
Ich lobe meinen Gott, der meine Angst vertreibt, damit ich atme.

Text: Hans-Jürgen Netz 1979
Melodie: Christoph Lehmann 1979

EG 574: Segne dieses Kind

1. (A) Segne dieses Kind und hilf uns, ihm zu helfen,
daß es sehen lernt mit seinen eignen Augen
(V) das Gesicht seiner Mutter
und die Farben der Blumen
und den Schnee auf den Bergen
und das Land der Verheißung.

2. Segne dieses Kind und hilf uns, ihm zu helfen,
daß es hören lernt mit seinen eignen Ohren
auf den Klang seines Namens,
auf die Wahrheit der Weisen,
auf die Sprache der Liebe
und das Wort der Verheißung.

3. Segne dieses Kind und hilf uns, ihm zu helfen,
daß es greifen lernt mit seinen eignen Händen
nach der Hand seiner Freunde,
nach Maschinen und Plänen,
nach dem Brot und den Trauben
und dem Land der Verheißung.

4. Segne dieses Kind und hilf uns, ihm zu helfen,
daß es reden lernt mit seinen eignen Lippen
von den Freuden und Sorgen,
von den Fragen der Menschen,
von den Wundern des Lebens
und dem Wort der Verheißung.

5. Segne dieses Kind und hilf uns, ihm zu helfen,
daß es gehen lernt auf seinen eignen Füßen
auf den Straßen der Erde,
auf den mühsamen Treppen,
auf den Wegen des Friedens
in das Land der Verheißung.
Schluß. Segne dieses Kind und hilf uns, ihm zu helfen,
daß es lieben lernt mit seinem ganzen Herzen

Text: Lothar Zenetti 1971
Melodie: Herbert Beuerle 1976)

EG 577: Kind, du bist uns anvertraut

1. Kind, du bist uns anvertraut.
Wozu werden wir dich bringen?
Wenn du deine Wege gehst,
wessen Lieder wirst du singen?
Welche Worte wirst du sagen
und an welches Ziel dich wagen?

2. Kampf und Krieg zerreißt die Welt,
einer drückt den andern nieder.
Dabei zählen Macht und Geld,
Klugheit und gesunde Glieder.
Mut und Freiheit, das sind Gaben,
die wir bitter nötig haben.

3. Freunde wollen wir dir sein,
sollst des Friedens Brücken bauen.
Denke nicht, du stehst allein;
kannst der Macht der Liebe trauen.
Taufen dich in Jesu Namen.
Er ist unsre Hoffnung. Amen

Text: Friedrich Karl Barth, Gerhard Grenz, Peter Horst 1973
Melodie: Liebster Jesu, Wir sind hier (Nr. 161)


Psalmgebete

Die Eingangspsalmen für Gottesdienste stehen im Gesangbuch (EG- Ausgabe für Hessen) ab der Nummer 702. Sie können im Wechel zwischen Liturg und Gemeinde gebetet werden. Der Liturg beginnt und die Gemeinde spricht die eingerückten Verse.

Als für die Taufe besonders gut geeignet schlagen wir Ihnen hier zur Auswahl vor:

EG 705: Psalm 8

Herr, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen,
der du zeigst deine Hoheit am Himmel!

Aus dem Munde der jungen Kinder und Säuglinge
hast du eine Macht zugerichtet um deiner Feinde willen.

Wenn ich sehe die Himmel, deiner Finger Werk,
den Mond und die Sterne, die du bereitet hast:

was ist der Mensch, daß du seiner gedenkst,
und des Menschen Kind, daß du dich seiner annimmst?

Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott,
mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt.

Du hast ihn zum Herrn gemacht über deiner Hände Werk,
alles hast du unter seine Füße getan:

Schafe und Rinder allzumal,
dazu auch die wilden Tiere,

die Vögel unter dem Himmel und die Fische im Meer
und alles, was die Meere durchzieht.

Herr, unser Herrscher,
wie herrlich ist dein Name in allen Landen!

EG 711: Psalm 23

Der Herr ist mein Hirte,
mir wird nichts mangeln.

Er weidet mich auf einer grünen Aue
und führet mich zum frischen Wasser.

Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,
fürchte ich kein Unglück;

denn du bist bei mir,
dein Stecken und Stab trösten mich.

Du bereitest vor mir einen Tisch
im Angesicht meiner Feinde.

Du salbest mein Haupt mit Öl
und schenkest mir voll ein.

Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.

EG 719: Psalm 36

Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist,
und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen.

Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes
und dein Recht wie die große Tiefe.
Herr, du hilfst Menschen und Tieren.

Wie köstlich ist deine Güte, Gott,
daß Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben!

Sie werden satt von den reichen Gütern deines Hauses,
und du tränkst sie mit Wonne wie mit einem Strom.

Denn bei dir ist die Quelle des Lebens,
und in deinem Lichte sehen wir das Licht.

EG 736: Psalm 91

Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt
und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt,

der spricht zu dem Herrn: Meine Zuversicht und meine Burg,
mein Gott, auf den ich hoffe.

Denn er errettet dich vom Strick des Jägers
und von der verderblichen Pest.

Er wird dich mit seinen Fittichen decken,
und Zuflucht wirst du haben unter seinen Flügeln.

Seine Wahrheit ist Schirm und Schild,
daß du nicht erschrecken mußt vor dem Grauen der Nacht,

vor den Pfeilen, die des Tages fliegen,
vor der Pest, die im Finstern schleicht,
vor der Seuche, die am Mittag Verderben bringt.

Denn der Herr ist deine Zuversicht,
der Höchste ist deine Zuflucht.

Es wird dir kein Übel begegnen,
und keine Plage wird sich deinem Hause nahen.

Denn er hat seinen Engeln befohlen,
daß sie dich behüten auf allen deinen Wegen,

daß sie dich auf den Händen tragen
und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.

Über Löwen und Ottern wirst du gehen
und junge Löwen und Drachen niedertreten.

"Er liebt mich, darum will ich ihn erretten;
er kennt meinen Namen, darum will ich ihn schützen.

Er ruft mich an, darum will ich ihn erhören; ich bin bei ihm in der Not,
ich will ihn herausreißen und zu Ehren bringen.

Ich will ihn sättigen mit langem Leben
und will ihm zeigen mein Heil."

EG 740: Psalm 100

Jauchzet dem Herrn, alle Welt!
Dienet dem Herrn mit Freuden,

kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken!
Erkennet, daß der Herr Gott ist!

Er hat uns gemacht und nicht wir selbst
zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide.

Gehet zu seinen Toren ein mit Danken, zu seinen Vorhöfen mit Loben;
danket ihm, lobet seinen Namen!

Denn der Herr ist freundlich, und seine Gnade währet ewig
und seine Wahrheit für und für.


Vorschläge für Fürbitten zur Taufe

Warum beim Beten und der Fürbitte bei der Taufe des eigenen Kindes nicht selber auch eine Bitte sprechen? Warum nicht als Eltern beten oder aus der Sicht von Paten eine Bitte sprechen?

Viele Eltern und Paten bisher haben auf diese Frage gesagt: Ja! Warum eigentlich nicht?

Hier sind eine Reihe von Bitten, die Sie anregen sollen, zum Auswählen, zum Um- und Neuformulieren eigener Bitten, die Sie im Taufgottesdienst dann auch sprechen.

Gedacht ist das so, dass wir alle uns erheben und uns auf den Altar/auf Gott ausrichten und Jede/Jeder spricht dann seine Bitte von seinem Platz aus.

Die einzelnen Bitten können dann von der Gmeinde aufgenommen werden und entweder mit dem gesprochenen Gebetsruf: "Herr erbarme dich" oder dem von allen gesungenen Gebetsruf "Kyrie eleison" (Herr, erbarme dich) zu Gott "empor" getragen werden.

Vorschlag 1

PfarrerIn oder Pate: Gott, wir danken für dieses Kind. Du hast ihm Ohren gegeben, um zu hören, Augen, um zu sehen, Hände und Füße, um leibhaftig zu erfahren, daß es gut ist, was du gemacht hast. Du hast ihm einen Mund gegeben, daß es lernen darf, zu lachen und die Sprache der Menschen zu sprechen. Halte fern von ihm alles, was böse und unmenschlich ist. - Wir bitten dich:

Pate: In seinem Leben wird es vielen Gefahren ausgesetzt sein. Beschütze es, damit es nicht verunglückt. Gib ihm täglich, was zum Leben nötig ist. Deine Liebe entzünde sein Herz, daß es fähig wird sich und andere Menschen zu lieben - Wir bitten dich:

Eltern: Wir sind glücklich, daß wir dieses Kind haben und daß es gesund ist.
Laß uns als Eltern begreifen, daß es nicht in unseren Besitz sondern in unsere Verantwortung gegeben ist.
-Wir bitten dich:

Eltern: Es wird Zeiten geben, in denen unser Kind uns fremd wird und wir ihm, dann laß uns lernen einander gelten zu lassen und uns nicht aufzudrängen, damit wir uns wiederfinden. - Wir bitten dich:

Eltern: Unser Kind soll unbeschwert und als freier Mensch leben. Es wäre gut, wenn wir ihm dabei nicht im Wege stehen. Laß uns lernen loszulassen, wenn es Zeit ist. Laß uns ihm mit Geduld und Liebe begegnen.
-Wir bitten dich:

Pfarrer: Viele Menschen werden dieses Kind begleiten auf seinem Weg. Eltern, Paten und Großeltern tragen neben anderen besondere Verantwortung. Wir bitten dich, mache sie bereit zum Verständnis, geduldig im Ratgeben, zuversichtlich im Verzeihen. Gib ihnen Glauben, daß sie den Kindern deine Liebe bezeugen, von der wir alle leben.
-Wir bitten dich:

Pate: Wir leben in einer Welt, die bedroht ist von Krieg und Zerstörung. Behüte uns und unsere Kinder und laß uns trotz dieser Bedrohung die Hoffnung auf ein Leben in dieser Welt nicht verlieren. -Wir bitten dich:

Pfarrer: Du führst die neue Schöpfung herauf in der altgewordenen Welt. Erfülle uns mit Zuversicht auf deine Macht, die alles vollendet, und schenke uns die Hoffnung auf den entgültigen Anbruch der Freiheit, die Herrlichkeit der Kinder Gottes. -Wir bitten dich:

Vorschlag 2 (leicht verändert)

Pfarrer: Gott, wir danken für dieses Kind. Du hast ihm Ohren gegeben, um zu hören, Augen, um zu sehen, Hände und Füße, um leibhaftig zu erfahren, daß es gut ist, was du gemacht hast. Du hast ihm einen Mund gegeben, daß es lernen darf, zu lachen und die Sprache der Menschen zu sprechen. Halte fern von ihm alles, was böse und unmenschlich ist. - Wir bitten dich:

Eltern: Gott, wir danken dir für dieses Kind. Du hast es uns gesund und dem Leben zugewandt gegeben. Gib ihm die Kraft und den Willen, sein Leben und die Welt zu erfahren und schütze ihn hierbei vor allem Unglück und Bösen.
- Wir bitten dich:

Paten: Wir sind glücklich ein solch gesundes und frohes Kind zu haben. Beschütze es, damit er sicher durch das Leben kommt. Zeige ihm den rechten Pfad, an jeder Weiche auf seinem Lebensweg. Bewahre ihm immer die Hoffnung auf die Zukunft des Lebens. - Wir bitten dich:

Eltern: Uns hast du dieses Kind gegeben, es will nun alles von uns. Gib uns die Kraft ihm zur rechten Zeit den rechten Rat zu geben und hilf uns, ihn zur rechten Zeit seinen Weg gehen zu lassen. Behüte unser Kind und uns, gib ihm und uns täglich was zum Leben nötig ist. Schenke ihm die Fähigkeit zu geben, laß ihn nicht lieben mit Worten, sondern mit der Tat und der Wahrheit. - Wir bitten dich:

Eltern: Ich möchte im Umgang mit Dir, N., daran denken, du gehörst zu Gott, Dein ganzes Sein ist eine Mitteilung Gottes an mich. Seine Liebe umgibt Dich von allen Seiten. Ich wünsche Dir, N., daß Du in Deinem Leben lernst, im Licht, das Du schaust, und in der Luft, die Du atmest, Gottes Liebe zu erkennen. - Wir bitten dich:

Eltern: Gott, nirgends sonst erleben wir das Wunder deiner Schöpfung so nahe, wie wir es bei der Geburt eines Kindes erfahren haben. Ich bitte Dich, schöpfende Kraft des Lebens, bleib unserem/er Sohn/Tochter freundlich zugewandt, umhülle ihn/sie mit väterlicher Güte, hege und pflege ihn/sie mit mütterlicher Wärme und Liebe, daß er/sie Selbstvertrauen und Selbstsicherheit entwickeln und dem Leben positiv zugewandt seinen/ihren Weg gehen kann. -Wir bitten dich:

Pfarrer: Viele Menschen werden dieses Kind begleiten auf seinem Weg. Eltern, Paten und Großeltern tragen neben anderen besondere Verantwortung. Wir bitten dich, mache sie bereit zum Verständnis, geduldig im Ratgeben, zuversichtlich im Verzeihen. Gib ihnen Glauben, daß sie den Kindern deine Liebe bezeugen, von der wir alle leben. -Wir bitten dich:

Vorschlag 3

Wir beten für N., dass sie / er gesund bleibt und ihren Eltern Freude macht
Wir bitten, dass N. sich auf ihrem ganzen Lebensweg zu Jesus Christus bekennt, denn er ist das Licht der Welt und der Weg, auf dem wir das Glück finden.

Wir beten für die Eltern, N. und N., dass sie ihrer Tochter / ihrem Sohn viel Liebe und Geduld schenken können, so dass in der Liebe der Eltern etwas von der Liebe Gottes zu uns Menschen sichtbar wird.

Wir beten für die Paten und alle Familienangehörigen, dass sie für N. gute Vorbilder für ein christliches Leben sind.

Wir beten für alle anderen, Kinder und Erwachsene, die sich auf die Taufe vorbereiten, daß sie Jesus Christus kennenlernen als ihren Freund und Wegbegleiter.

Wir beten für alle getauften Christen auf der ganzen Welt, dass sie immer Christus nachfolgen und seine Liebe in die Welt tragen.

Vorschlag 4

1. Gott, wir danken Dir dafür, Kinder haben zu können! Bitte hilf all den Paaren, die sich aus Liebe zueinander Kinder wünschen, diese zu bekommen! - Wir bitten Dich:

2. Gott, wir danken Dir für unsere Kinder! Sie haben unsere Leben verändert und unserem Sein neuen Sinn gegeben. Bitte lass uns die Freude darüber nie verlieren und uns immer die Achtung voreinander bewahren! -Wir bitten Dich:

3. Gott, wir danken Dir, dass unsere Kinder gesund und munter sind! Bitte hilf uns, diesen Zustand zu erhalten und beschütze Du sie da, wo wir es nicht vermögen! - Wir bitten Dich:

4. Gott, wir danken Dir, dass unsere Kinder neugierig sind und sich täglich fortentwickeln. Bitte hilf uns, sie in ihrer Entwicklung und ihrem Erfahrungs- und Wissensdrang hilfreich zu begleiten ohne ihnen im Weg zu stehen! - Wir bitten Dich:

5. Gott, je mehr wir über die sogenannte „Erziehung" nachdenken, desto schwerer und sperriger scheint sie zu werden. Bitte hilf uns daher, nicht auf Theorien, sondern auf unser Herz zu hören und unsere Kinder in Liebe geduldig, gerecht und gütig zu begleiten. Bitte schenke auch unseren Kindern ein Herz voller Liebe! -Wir bitten Dich:

6. Gott, wir danken Dir für die Freude, diesen Kindern ins Leben helfen zu dürfen. Bitte hilf uns als Eltern, Großeltern, Geschwister, Verwandten und Paten, sie zu fördern und zu fordern ohne sie zu überfordern oder zu überschatten. Hilf uns, sie als Gleichberechtigte zu behandeln und lass aus Kindern Freunde werden. - Wir bitten Dich:

7. Gott, wir danken Dir, dass wir einen Partner haben, mit dem wir uns vorstellen konnten, eine Familie zu gründen. Bitte hilf uns, diesen geliebten Menschen neben all unseren täglichen Aufgaben und Sorgen nicht zu vernachlässigen oder zu reduzieren. Lass uns nicht nur Eltern, sondern auch weiter Partner sein. - Wir bitten Dich:

8. Gott, wir sind nur Menschen und daher oft genug egoistisch, schwach und müde. Bitte hilf uns besonders in diesen Phasen, nicht ungerecht, voreingenommen und intolerant zu sein. Beseele unser Denken und Handeln stattdessen von Liebe und hilf uns, uns selber nicht so wichtig zu nehmen. - Wir bitten Dich:

9. Gott, es werden Zeiten kommen, in denen uns der Mut und die Kraft verlassen. Bitte schenke uns besonders dann Hoffnung und richte uns wieder auf. -Wir bitten Dich:

10. Gott, diese Welt ist voller Krieg, Hass, Egozentrik und Bedrohungen. Bitte lass diese Kinder und uns dennoch nicht verzagen, sondern hilf, dass wir mutig den richtigen Weg gehen und unsere Überzeugungen vertreten. - Wir bitten Dich:


Worte und Wünsche für das Kind

Wir möchten nicht, dass unser Kind
mit allen Wassern gewaschen ist.

Wir möchten, dass es
mit dem Wasser der Gerechtigkeit,
mit dem Wasser der Barmherzigkeit,
mit dem Wasser des Friedens
reingewaschen wird.

Wir möchten dass unser Kind
mit dem Wasser des christlichen Geistes
gewaschen, übergossen, beeinflusst

getauft wird.