Die Sakristei

Begibt man sich an die Nordseite des "Hohen Chors", so gelangt man zum Eingang der Sakristei. Der rechteckige Innenraum der Sakristei ist mit einem farbigen Verputz und einem Mosaikfußboden ausgestattet.
Sie wurde etwas später als die drei Chöre gebaut; bei den letzten Untersuchungen wurde sie auf etwa 1266 datiert.
Beachtenswert ist auch das figurenreiche alte schmiedeeiserne Gitter, das den Schrein umgibt.

Der goldene Schrein

Der "goldene Schrein", das Material ist vergoldetes Kupfer über Eichenholzkern, wurde um 1240 zur Aufnahme der Gebeine Elisabeths angefertigt. Er ist also ein Sarg und erinnert als solcher an die Verstorbene:

Auf dem Dach sehen wir wieder Szenen wie beim Elisabethfenster; von rechts nach links: Elisabeth empfängt das Kleid des dritten Ordens, sie verteilt Almosen, speist einen Alten, läßt Durstige tränken und wäscht einem Alten die Füße - nach dem Vorbild Christi. Das Ganze hat aber nicht die Form eines Sargs, sondern die einer Kirche mit Langhaus und Querschiff, Dach, Türmen und vier großen Portalen. Es ist ein "Abbild" der "einen, heiligen, apostolischen Kirche".

Auf der östlichen Seite thront Maria, die Himmelskönigin und macht mit der rechten Hand eine einladende Geste.
Diese Geste gilt der heiligen Elisabeth auf der westlichen Seite. Sie ist die einzige stehende Figur; auf Marias Einladung hin schreitet sie hinein ins Paradies.

In der Mitte thront uns zugewandt Christus, um ihn herum seine 12 Apostel.

Auf der Rückseite befand sich ursprünglich eine Kreuzigungsszene. Sie ist in napoleonischer Zeit abhanden gekommen.