Der Landgrafenchor

Vom Hohen Chor aus gelangen Sie in Richtung Süden in den Landgrafenchor. Vor Ihnen stehen etliche steinerne Grabmale. Der Südchor der Elisabethkirche war bis zur Reformation die Grablege der hessischen Landgrafen.

Gleich vorne, wenn man in den Chor (01) eintritt, steht das Grabmal Konrad von Thüringens. Er war der Schwager der heiligen Elisabeth und maßgeblich an ihrer Heiligsprechung beteiligt. Konrad hatte dafür gesorgt, dass der Deutsche Orden das Hospital Elisabeths weiterführen durfte und gilt als einer der treibenden Kräfte beim Bau der Elisabethkirche.
1239 wurde er Hochmeister des Deutschen Ordens, starb aber schon ein Jahr später in Rom. Seine sterblichen Überreste wurden nach Marburg in überführt und hier bestattet.

Die Landgrafengräber

Der Grabstein Konrads von Thüringen ist das älteste Grabdenkmal im Landgrafenchor und von ausgesuchter künstlerischer Qualität. Als Zeichen seines Amtes trägt Konrad in der rechten Hand eine Geißel.

Die Altäre

An der östlichen Wand des Chores befinden sich zwei Altäre. Auch sie sind Werke von Ludwig Juppe und Johann van der Leyten aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts.

Der vordere Altar ist Johannes dem Täufer geweiht. Darüber befindet sich eine deutlich ältere Darstellung des Johannes aus Mitte des 14. Jahrhunderts. Sie ist aus Sandstein gehauen.

Der hintere Altar ist den beiden Heiligen Georg und Martin geweiht.