Elisabeth von Thüringen 1207-1231
Aus Liebe zu ihrem Herrn Jesus Christus, der Hohn und Spott, Schläge und die Kreuzigung erduldet hatte, konnte Elisabeth Erniedrigung, Demütigung und Anfeindung heiter und gelassen aushalten. Im Frühjahr 1228 wurden die Gebeine Landgraf Ludwigs in Reinhardsbrunn bestattet. Nach der Beisetzung erreichte Konrad von Marburg, daß Elisabeth ihr Witwengeld bekam, und veranlaßte ihre Übersiedlung nach Marburg. Elisabeth hatte ihm am Karfreitag 1228 noch einmal Gehorsam gelobt, dazu den Verzicht auf alle weltlichen Bindungen und auch auf ihre Kinder. Man erzählt, daß sie ihre jüngste Tochter Gertrud, die nach Ludwigs Tod geboren wurde, selbst von Marburg ins Kloster Altenburg bei Wetzlar getragen habe. Elisabeth hätte wohl gern all ihr Geld mit vollen Händen an die Armen ausgeteilt. Konrad aber versuchte, wie so oft, ihre überströmende Liebe zu mäßigen: Er gebot ihr, jedem Armen nicht mehr als ein Geldstück zu geben und von einem Teil ihres Geldes ein Hospital zu bauen.
Letzte Änderung am 26.02.2002 11:18 |