Christlicher Glaube in unruhigen Zeiten - Gemeindenachmittag mit Vortrag: „Sind wir nicht einig geworden um einen Silbergroschen...?“ - Die Frage nach Wirtschaft und Gerechtigkeit aus biblischer Sicht -

Fotos: Bernhard Dietrich

Am 27. April findet um 15.30 Uhr mit dem Thema: „Sind wir nicht einig geworden um einen Silbergroschen...?

- Die Frage nach Wirtschaft und Gerechtigkeit aus biblischer Sicht -“ der Gemeindenachmittag mit Vortrag und Gespräch in der Ortenbergkapelle statt. Studienleiter i.R. Bernhard Böttge hält den Vortrag.

Ortenberg. Auf Anregung zweier Gemeindeglieder laden wir zu einer Reihe von Gemeindenachmittagen und -abenden ein, durch die wir am Ortenberg in beunruhigenden Zeiten gemeinsam nach den Wurzeln fragen wollen, aus denen wir neuen Mut und Vertrauen für die Herausforderungen der Zukunft gewinnen können.

In den Wintermonaten nachmittags und in den Sommermonaten am frühen Abend um 19 Uhr treffen wir uns einmal im Monat in der Ortenbergkapelle, beschäftigen uns intensiv mit einem Thema und kommen bei Kaffee, Tee und Keksen in einen anregenden Austausch, der uns zusammenbringt und stärkt.

Am 27. April 15.30 Uhr treffen wir uns wieder zu einem Gemeindenachmittag in der Ortenbergkapelle unter dem Thema:

„Sind wir nicht einig geworden um einen Silbergroschen...?"
- Die Frage nach Wirtschaft und Gerechtigkeit aus biblischer Sicht -“

Einer der aufregendsten Texte der Bibel ist zweifellos das "Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg" im Evangelium nach Matthäus. Jesus erzählt von einem Weinbergbesitzer, der unabhängig von der erbrachten Leistung allen denselben Lohn auszahlt. Nichts scheint unserem Gerechtigkeitsempfinden mehr zu widersprechen: "Leistung muss sich lohnen", "gerechter Lohn für geleistete Arbeit" - das sind die Forderungen, die heute in unserer Gesellschaft erhoben werden.

Was bedeutet es, wenn dieses Gleichnis allem zu widersprechen scheint, was wir für "gerecht" halten? Oft wird der Text religiös verstanden als Sinnbild für die "Gerechtigkeit aus Glauben", die aufgrund der Gnade Gottes allen gleichermaßen zuteil wird, ohne "Verdienst".  Aber davon steht in dem Text nichts: es wird eine alltägliche Arbeits-Situation beschrieben, die aber am Ende völlig "unalltäglich" gelöst wird - und darum stellt sich unweigerlich die Frage:

Was ist eigentlich  "Gerechtigkeit" aus biblischer Sicht? Welche Anregungen und Impulse gibt die Bibel auf die aktuelle Frage vieler Menschen heute, die daran leiden, dass unsere Gesellschaftsordnung offenbar dazu führt, dass die "Schere zwischen Arm und Reich" immer weiter auseinandergeht...? Und wie lässt sich mehr Gerechtigkeit erreichen?

Ob ein Multimillionär wie Donald Trump als amerikanischer Präsident hier eine Wende zum Besseren einleiten kann?

Oder sind die Rezepte von Karl Marx, dessen 200jähriges Geburtsjubiläum in diesem Jahr begangen wird,  erfolgversprechender?

Oder erzählt Jesus von einem "dritten Weg", der Ernst macht mit dem Gedanken, dass alle Menschen Geschöpfe des einen Gottes sind...?

Der Gemeindenachmittag möchte diese Fragen aufnehmen und Wege zu einer Gerechtigkeit ins Auge fassen, die der Bibel vorschwebt - eine Gerechitigkeit , die "vor Gott gilt".

Studienleiter i.R. Pfr. Bernhard Böttge wird den Vortrag halten und zu Austausch und Gespräch bereit stehen.

Bei Kaffee & Kuchen wird auch dem Leib und dem geselligen Beisammensein Rechnung getragen.

Herzliche Einladung in die Ortenbergkapelle, in der Schützenstraße 39, am 23. Februar 2018 um 15.30 Uhr.