Christlicher Glaube in unruhigen Zeiten - Gemeindenachmittag mit Vortrag: „Meinen alle Religionen denselben Gott...? Unser Gottesglaube und der Glaube der anderern."

Fotos: Bernhard Dietrich

Am 25. Mai findet um 15.30 Uhr mit dem Thema: „Meinen alle Religionen denselben Gott...? Unser Gottesglaube und der Glaube der anderern. Trennendes benennen und Verbindendes suchen“ der Gemeindenachmittag mit Vortrag und Gespräch in der Ortenbergkapelle statt. Studienleiter i.R. Bernhard Böttge hält den Vortrag.

Ortenberg. Auf Anregung zweier Gemeindeglieder laden wir zu einer Reihe von Gemeindenachmittagen und -abenden ein, durch die wir am Ortenberg in beunruhigenden Zeiten gemeinsam nach den Wurzeln fragen wollen, aus denen wir neuen Mut und Vertrauen für die Herausforderungen der Zukunft gewinnen können.

In den Wintermonaten nachmittags und in den Sommermonaten am frühen Abend um 19 Uhr treffen wir uns einmal im Monat in der Ortenbergkapelle, beschäftigen uns intensiv mit einem Thema und kommen bei Kaffee, Tee und Keksen in einen anregenden Austausch, der uns zusammenbringt und stärkt.

Am 25. Mai 15.30 Uhr treffen wir uns wieder zu einem Gemeindenachmittag in der Ortenbergkapelle unter dem Thema:

„Meinen alle Religionen denselben Gott...?  Unser Gottesglaube und der Glaube der anderern. Trennendes benennen und Verbindendes suchen“

Wir leben in einer Zeit, in der religiöse Fragen und Haltungen immer öfter ins Zentrum der Betrachtung rücken - Religion scheint wieder wichtiger zu werden. Vor allem der Islam spielt dabei eine wichtige Rolle. Nicht selten beunruhigen uns dabei gewalttätige Aktionen mit islamistischem Hintergrund. Viele sind sich daher ganz sicher: "Der Islam gehört nicht zu Deutschland". Und auf einmal wird die jüdisch-christliche Prägung unserer Kultur wieder betont, als sei es in der Geschichte zwischen beiden Religionen stets einvernehmlich zugegangen...

Skeptiker dagegen können nur mit dem Kopf schütteln: wie kann man über Gott, von dem doch niemand etwas sicher weiß, auf einmal wieder so erbitterte Auseinandersetzungen führen? Die sogenannten heiligen Schriften, Koran und Bibel, reden widersprüchlich über Gott - mit welcher Berechtigung und Sicherheit kann man da andere überhaupt als "Ungläubige" abstempeln?

Andere wiederum sind der Meinung, dass der Glaube an Gott doch eigentlich Menschen und Angehörige verschiedener Religionen verbinden müsste, angesichts von Gleichgültigkeit und "praktischem Atheismus", der sich in modernen (Konsum-) Gesellschaften vielfach ausgebreitet hat. Wie kann die Suche nach Gott, nach dem Ursprung und den letzten Gründen unserer Existenz, Menschen so sehr entzweien?

In der Reihe "Christlicher Glaube in unruhigen Zeiten" stehen diese Fragen, die ja auch von vielen Christinnen und Christen leidenschaftlich diskutiert werden, im Brennpunkt.

Wer oder was ist "unser" Gott - wer oder was ist Allah? Meinen Christen, Juden und Muslime letztlich denselben Gott...? Wie haben sich Gottesvorstellungen in der Geschichte entwickelt? Was bedeutet "Offenbarung", was ist das Besondere am Christentum? Und: Was könnte heute zum Frieden unter den Religionen beitragen?

Nach einer Einführung von Studienleiter Pfarrer Bernhard Böttge gibt es auf diesem Gemeindeabend Gelegenheit zum Gespräch in der gemeinsamen Suche nach Wegen aus einem Problem, das uns zunehmend belastet.

Bei Kaffee & Kuchen wird auch dem Leib und dem geselligen Beisammensein Rechnung getragen.

Herzliche Einladung in die Ortenbergkapelle, in der Schützenstraße 39, am 25. Mai 2018 um 15.30 Uhr.