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Von: Bernhard Dietrich, Montag, 07.11.2016

Musikgottesdienst feiert 10 jähriges Orgeljubiläum.

Am 6.11.2016 feierte die Elisabethgemeinde das 10 jährige Jubiläum ihrer Orgel mit einem besonderen musikalisch geprägten Gottesdienst.

Die Kantorei der Elisabethkirche und die Orgel musizieren gemeinsam. Foto Bernhard Dietrich

"Wir gratulieren der großen Klais-Orgel in der Elisabethkirche zum Geburtstag. Am 5.11.2006, also fast auf den Tag genau vor 10 Jahren, haben wir hier in diesem Haus die neue Orgel eingeweiht. Zehn Jahre sind nicht viel für ein Instrument, das viele hundert Jahre 'leben' kann.

Wir feiern trotzdem, weil wir uns freien, weil wir dankbar sind über all das Helle, Schöne, Strahlende und in schweren Tagen Tröstliche, das mit diesem Instrument und überhaupt mit der Musik in unserer Kirche wohnt. Wir freuen uns und danken - auch all den Menschen, die bei uns in der Gemeinde für die Kirchenmusik verantwortlich sind: an der Orgel, in der Kantorei, im Kinderchor oder bei den Posaunen oder Flöten:

Herzlichen Glückwunsch!"

So begrüßte Propst Helmut Wöllenstein beim Jubiläumsgottesdienst die Gemeinde. Und natürlich spielte die Musik in diesem besonderen Gottesdienst eine große Rolle.

Wie zum Konzert am Vorabend musizierte die Kantorei der Elisabethkirche zusammen mit der Orgel besondere Stücke, nämlich aus dem "Te Deum" von Flor Peeter und der "Messe Solenelle" von Louis Vierne. Ein besonderer Höhepunkt war "Der 139. Psalm" von Johann Lieberknecht sein. Johann Lieberknecht, seit inzwischen sieben Jahren als Kirchenmusiker an der Elisabethkirche tätig, hat dieses Stück speziell zu diesem Anlass komponiert.

Wie zur Einweihnung vor 10 Jahren widmete sich Propst Wöllenstein in seiner Predigt den Besonderheiten der Orgel und ihrer Aufgaben in der Verkündigung.

Propst Wöllenstein predigte

Liebe Gemeinde,

... Die Königin hat Geburtstag, so stand es am Freitag in der Zeitung zu unserem Orgeljubiläum. Und wir feiern sie. Und wir gratulieren, auch dem König, dem Mann, der mit ihr wie verheiratet scheint, und den Prinzen und Prinzessinnen, die gern mit ihr spielen, die sie mit Händen und Füßen zart oder kräftig bearbeiten und ihr dabei wunderbare Töne entlocken.Töne, die eine Königen von sich zu geben, nicht unbedingt den Mut hätte.Ja, sie ist schön wie eine Königin. Sie trohnt über uns wie eine Königin. Sie hat kräftige Zacken in der Krone und schwungvolle Falten im leuchtend farbigen Gewand. Und doch ist sie ganz anders, als Königinnen sonst sind. Nicht vornehm zurückhaltend. Sie begnügt sich nicht mit einer Rede im Jahr an ihr Volk, sondern sie arbeitet. Sie wird laut. Sie lässt an sich arbeiten. Früher hieß es sogar, die Orgel wird geschlagen. Und das ist es was wir uns heute zusammen ansehen wollen, liebe Festgemeinde, was macht so eine Orgel das leibe alnge Jahr, Sonntag für Sonntag und Feiertags und Alltags?

Predigt zum Orgeljubiläum nachhören

 

 

Den ganzen Gottesdienst mit Gesang und Musik nachhören:

 

 

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