Ausgabe Nr 6: Frühling 2016

Liebe Leserin, lieber Leser

Der Auferstandene als Gärtner. Nicht leichtfüßig schwebend in einer Lichtkugel, sondern mit beiden Beinen auf der Erde, den Spaten fest in der Hand. Maria Magdalena hat ihn so gesehen: „sie meinte, es sei der Gärtner…“ (Joh. 20,15).

Jesus wirkt vital und aktiv. In vielen Geschichten hatte er davon erzählt: Das Reich Gottes ist wie ein Acker. Es macht Freude, darin zu graben und zu säen.

Hier macht sich der Auferstandene selbst an die Arbeit:

Er jätet alles bei uns aus,  was einem neuen Leben die Kraft nimmt. Er pflanzt bei uns ein:

  • Neuen Schwung,
  • Liebe, Verständnis,
  • gute Ideen,
  • die Lust zu singen
  • oder zu beten,
  • in Ruhe diese schöne Glasmalerei im Hohen Chor der Elisabethkirche anzuschauen –

oder die Artikel des Elisabethbriefes in diesem Sinne zu lesen

 

mit herzlichem Gruß,
Ihr Team Öffentlichkeitsarbeit

Elisabethkirche erleben

Am Außenflügel des Johannesaltars im Landgrafenchor kann man bei einer Kirchenerkundung zum Beispiel eine Schnecke entdecken

Auch Menschen, die in unserer Gemeinde zu Hause sind, können immer noch neue Angebote ihrer Gemeinde entdecken. Viele wissen zum Beispiel nur wenig über unser Angebot an Kirchenführungen. Vor einigen Jahren haben wir ja begonnen, gerade für die, die denken: ‚Elisabethkirche, kenne ich, Kirchenführung – brauche ich nicht‘, Führungen zu besonderen Themen anzubieten. Dazu erscheint zwei Mal im Jahr der rote Flyer mit wechselnden Themen und Einladungen.

Ganz verborgen scheint vielen etwas Besonderes zu sein: unter Anleitung einer Kirchenführerin, die dafür besonders ausgebildet ist, die Elisabethkirche entdecken. „Kirchenerkundung“ nennen wir das. Ein bisschen sperrig ist das Wort, aber man kann daran merken: Es geht nicht darum, dass ein Fachmann etwas erzählt und die Gruppe hört zu. Sondern Sie entdecken und erkunden selbst. Das geht auf vielerlei Weise, je nach Thema, je nach Gruppe. Kreative Mittel können eingesetzt werden, Sie suchen und finden, deuten und interpretieren neu, Sie entdecken Neues im alten Gemäuer, begegnen Geschichte und Gegenwart, den anderen und sich selbst.

Kirchenerkundungen können stärker thematisch ausgerichtet sein – das ist oft interessant für Schulklassen oder Konfirmandengruppen, die ein bestimmtes Thema in der Kirche sehen,  entdecken, neu finden wollen.
Die Erkundungen können auch stärker spirituell ausgerichtet sein, Ihr eigenes Erleben und Leben in Verbindung mit dem Raum bringen.

Zu beiden Arten der Erkundung können Sie mit einer Gruppe kommen und, wenn Sie wollen, Thema und Ausrichtung vorher absprechen.

In diesem Jahr probieren wir zum ersten Mal, eine solche Erkundung ‚öffentlich‘ anzubieten, das heißt, Sie können sich unabhängig von einer Gruppe direkt als Einzelperson anmelden.

Unter dem Titel „... ich will mal schauen ...“ – Spirituelle Sichtweisen in der Elisabethkirche
wird Pfr. i.R. Traugott J. Simon am 17. April um 16 Uhr  anleiten, die Elisabethkirche auf diese besondere Weise zu begehen.

Haben Sie Interesse? Im Internet und in der Kirche finden Sie weitere Informationen auf einem Extra-Flyer in dem roten Faltblatt.

Sibylle Euler verlässt Marburg und verabschiedet sich als Kirchenvorsteherin

Sibylle Euler wurde am 28.2. um 10 Uhr im Gottesdienst verabschiedet. Für sie rückt Frau Barbara Hesse in den Kirchenvorstand nach und wurde in dem Gottesdienst in ihr Amt eingeführt

Liebe Leserin, lieber Leser,

Ende April werde ich mit meiner Familie berufsbedingt eine lange „Reise“ antreten. Wir werden für voraussichtlich drei Jahre nach Melbourne ziehen und somit werde ich leider mein Amt als Kirchenvorsteherin niederlegen.

Ich fühle mich mit Marburg und der Elisabethkirche sehr verbunden. Unsere Kinder sind hier auf die Welt gekommen und letztlich haben unsere Gottesdienstbesuche im Michelchen diese Verbundenheit wachsen lassen. Darüber bin ich sehr dankbar und glücklich.

Im September 2013 wurde ich in den Kirchenvorstand gewählt und habe mich darüber sehr gefreut. Die Erfahrungen, die ich in dieser Zeit der Gemeindearbeit machen konnte, möchte ich nicht missen.
Gerne habe ich vor allem beim Team des Kirchencafés mitgewirkt.

Die Möglichkeit dort miteinander ins Gespräch zu kommen, sich zu begegnen und auszutauschen, hat mir besonders viel Freude gemacht.

Die Verbindung von Gemeinde zum Kirchenvorstand lag mir dabei sehr am Herzen. Das Kirchencafé trägt einerseits dazu bei, die Arbeit des Kirchenvorstandes transparenter zu machen und andererseits bietet es die Möglichkeit, Wünsche, Ideen, aber auch Kritik äußern zu können.

Ich bedauere sehr, dass ich beim Kirchenkiosk, der auch als wunderbare Begegnungsstätte dient, aus Zeitgründen nicht habe mithelfen können.Eine große Aufgabe wird hier sein, neue Mitarbeiter zu finden, damit die derzeitigen Kioskmitarbeiter entlastet werden und weiterhin unsere Besucher so einladend empfangen können.

Die bevorstehende Sanierung des Innenraumes der Elisabethkirche als nächstes Projekt wird spannend, so präsentiert uns die derzeitige Musterfläche im Hohen Chor die ursprüngliche mittelalterliche Erstausmalung der Elisabethkirche.

Einmal im Jahr werden wir nach Marburg kommen, voraussichtlich zu Weihnachten. Ich freue mich jetzt schon auf unseren Besuch in der Elisabethkirche und verabschiede mich sehr herzlich von Ihnen!

Ihre Ihre Sibylle Euler

Inge Reifenberg und Barbara Hesse stellen sich als neue Kirchenvorsteherinnen vor

Die neu eingeführte Kirchenvorsteherin Inge Reifenberg.
Die neu eingeführte Kirchenvorsteherin Barbara Hesse.

Am 28. Februar wurden Frau Inge Reifenberg (erstes Bild) und Frau Barbara Hesse (zweites Bild) als Kirchenvorsteherinnen in ihr Amt eingeführt. Sie waren nach dem Weggang von Julius Bardt und Sibylle Euler dem Wälervotum von 2013 entsprechend nachgerückt und sind bereit, sich der Verantwortung in der Leitung der Gemeinde zu stellen. Hier stellen sie sich Ihnen vor.

Kirchenvorsteherin Barbara Hesse

In der Elisabethkirchengemeinde bin ich aufgewachsen: ich wurde hier konfirmiert, besuchte die Jugendgruppe und nahm von Anfang an aktiv am Gemeindeleben teil. Schon meine Mutter war Kirchenvorsteherin, wo ich sie in jungen Jahren bei ihrer Arbeit unterstützte.

Ich bin 49 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Kinder (9 u. 11 J.). Wir sind regelmäßig im Kindergottesdienst im Michelchen.

Beruflich bin ich als Steuerberaterin selbständig tätig. Daneben bin in diversen Elterngremien und Wirtschaftsverbänden aktiv.

Im Kirchenvorstand möchte ich dieses Wissen und diese Kontakte in meiner Arbeit einsetzen und für die Belange der „kleinen Lichter“ immer ein offenes Ohr haben.

Kirchenvorsteherin Inge Reifenberg

Seit 1999 bin ich Mitglied der Elisabethkirchengemeinde: 63 Jahre alt, Mutter und Ehefrau, stark engagiert für das Projekt eines neuen Begegnungszentrums für Pilger und unsere eigene Gemeinde.

Dazu leite ich einen wöchentlichen Bücherflohmarkt im Kiosk neben der Kirche, dort bieten wir gebrauchte Bücher, Hörbücher, Schallplatten, CDs, alles gespendet aus Marburger Haushalten und zu geringen Preisen abzugeben - der gesamte Erlös geht auf ein Spendenkonto für das Begegnungszentrum.

Ausserdem kümmere ich mich um den Blumenschmuck in der Elisabethkirche und im Michelchen, und im Dienst als Kirchenführerin um auswärtige wie einheimische Besucher - vielleicht regt es Sie an, ausführlich in unserer Kirche herumzugehen und ihre Schätze wieder zu sehen?

Verschenken Sie mal eine Kirchenführung zum Geburtstag, viele Marburger haben schon Freude damit gehabt!

"Umsonst ist das Leben" ... solch eine Überschrift! - Ist das Christlich? Steht uns das gut als Kirche?

„Eingekleideter Opferstock“ in der Elisabethkirche für die Spenden während der eintrittsfeien Öffnungszeit

So haben wir es ja in den vergangenen Wochen gemacht: die Kirche war ohne Eintrittsgebühr zu besuchen. Geld war schon erwünscht, aber nicht als Eintritt, sondern als Spende. Hat es sich gelohnt?

Natürlich, so hoffe ich, für viele, die Freude und Lust hatten, wann immer sie wollten, in die Kirche zu gehen.

Das Interessante an einem Artikel aus der Süddeutschen Zeitung (17.2.16, von Catrin Lorch), von dem die obige Überschrift kommt, ist gerade eine überwältigende Zunahme der Besucherzahlen in Museen, die die Eintrittsgelder abgeschafft haben. Viele Menschen strömen in die Museen, die sonst einen Bogen um sie gemacht hatten, Führungen in türkischer Sprache wurden eingeführt (Folkwang Museum in Düsseldorf) und die ‚Struktur des Publikums habe sich erheblich verändert‘ (in der Kunsthalle Wien), und insgesamt konnte der Anteil der ethnischen Minderheiten erheblich verbessert werden – so in den britischen Museen, wo seit 2001 per Gesetz Eintrittsgebühren für Museen abgeschafft wurden.

Eine Befragung im Tate Modern (London) ergab, dass nicht nur das Publikum neu sei, es nutze auch das Museum anders. Die Hälfte der Besucher gab an, sie kämen nicht etwa, um sich intellektuell fordern oder ästhetisch bilden zu lassen, sondern einfach nur, um da zu sein, Freunde zu treffen und Zeit zu verbringen.
Freut das die Leiter der Museen? „Museen dürfen sich nicht länger als stille Schatztruhen empfinden“, sagt der Leiter des Folkwang Museums. „Wenn die Säle voll sind, sind die Kollegen hoch motiviert.“

Das hat etwas Euphorisches, Belebendes. Alte Schätze, die Lebendigkeit auslösen. Kann das auch für unsere Kirche gelten, die zwar kein Museum sein will, aber jede Menge Schätze beherbergt und als Raum selbst auch ein Kunstwerk ist? So wäre unser Ziel erreicht, Lebendigkeit zu fördern. Oder?

Also: Umsonst ist das Leben!

Ohne Geld.

Leben und Lebendigkeit ist doch das genuine Anliegen unseres Glaubens und ich denke auch unseres Gottes. Hoffen wir, dass das auch für unsere Kirche gilt, ein Haus voller Schätze und voller Lebendigkeit.

(Ich sag’s nicht ungern: für die Unterstützung dieses Projektes ‚offene Elisabethkirche‘ steht die Kontonummer hier unten auf jeder unserer Webseiten)

Besondere Termine und Veranstaltungen

Neben den regelmäßigen Veranstaltungshinweisen in der ökumenischen Zeitung KiM und hier auf unserer Webseite: www.Elisabethkirche.de möchten wir Ihnen hier einige besondere Veranstaltungen nahebringen:

Führungen

  • Sonntags nach dem Gottesdienst und werktags um 15.00 Uhr

Orgelführung

  • am Samstag, dem 14.5.; 26.6.: 23.7. jeweils um 12 Uhr, (Eintritt 5€)

Dachstuhlführungen

  • am Samstag, dem 14.5. + 21.5.; 11.6. + 18.6.; 9.7. + 16.7.; 13.8. + 20.8.2016 jeweils um 10 Uhr.
    ab 14 Jahre. (Eintritt: 5€) Bitte in der Küsterstube, Tel. 65573, anmelden.

Kinder führen Kinder

  • Sonntags jeweils um 12 Uhr am: 27.3., 24. 4., 29. 5., 26. 6. und am 31. 7.

Sonderführungen

  • Spirituelle Führung „Ich will mal schauen“: Sonntag 17.4. 16 Uhr
  • Die Fenster: Sonntag, 22.5. 16 Uhr
  • Pflanzen: Sonntag, 19.6. 16 Uhr
  • Michelchen: Sonntag, 17.7. 16 Uhr
  • Wappenschilde: Sonntag, 14.8. 16 Uhr

    Kirchenmusik

    • Sa. 11.5. 18 Uhr: Orgelkonzert
    • Sa. 11.6. + So. 12.6. 18 Uhr: Mozart C-Moll Messe
    • Sa. 18.6. 18 Uhr: Chorkonzert St. Remberti, Bremen
    • Fr. 1.7. 18 Uhr Orgelkonzert
    • Sa. 9.7. 19 Uhr: Sommerserenade
    • Do. 14.7. 19 Uhr: Jungbläserkonzert
    • Mo. 18.7. 18 Uhr: Chorkonzert der Jugendkantorei Dortmund

      Gottesdienste

      • 17.4. 10 Uhr Pilgersaisoneröffnungsgottesdienst mit persönlichem „Pilgersegen“
      • Meditative Gottesdienste am: 17.4., 22.5., 19.6. und am 10.7
      • 24.4. 10 Uhr Konfirmation
      • 5.5. 10 Uhr: Open Air Himmelfahrtgottesdienst der Innenstadtgemeinden auf dem Lutherischen Kirchhof
      • 15.5. 10 Uhr: Pfingstgottesdienst mit Kantorei
      • 12.6. 10 Uhr: Stegfest Gottesdienst am Ortenberg
      • 3.7. 10 Uhr: Bilsta - Jubiläumsgottesdienst
      • 17.7. 10 Uhr: Goldene und Diamantene Konfirmation

        Herausgegeben

        vom Kirchenvorstand der Elisabethkirche,
        dem Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit mit
        Dr. Falk Knüppel, Rolf Steubing, Bernhard Dietrich, Nicola Sandner, Prof. Dr. Harald Renz,
        Schützenstraße 39 | 35039 Marburg
        Elisabethbrief@Elisabethkirche.de
        www.Elisabethkirche.de