in loser Folge: 2014 / 02

Liebe Leserin, lieber Leser

„Seht, ich habe es doch gesagt, wir sollen die Menschen froh machen!“

So hat Elisabeth nach dem Zeugnis einer ihrer ­Dienerinnen anlässlich einer Armenspeisung in Marburg ausgerufen.

Von diesem Lebensmotto wollen auch wir uns inspirieren lassen bei den vielfältigen Herausforderungen, vor denen wir als Gemeinde stehen. Andere Menschen fröhlich zu machen, wird aber nur möglich sein, wenn wir selber froh und fröhlich gemacht werden. Das geschieht mit Pfingsten, dem Wunder, dass unterschiedlichste Menschen sich anfangen zu verstehen, zusammenrücken und Bestärkung und neue Kraft aus dem Heiligen Geist erfahren.

So greift auch dieser ElisabethBrief einige wichtige und aktuelle Themen aus der Gemeindearbeit auf, wie Einladungen zu Gemeindeversammlungen, die sich mit den Seelsorgebezirken und dem Gottesdienstprogramm auseinandersetzen werden, Aktuelles zur Kirchenmusik, die Situation in unserem Gemeindesekretariat und anderen Themen. Trotz aller materiellen Restriktionen, die wir auch in unserer Gemeinde schmerzlich erleben und auf die wir reagieren müssen, wollen wir dennoch und gerade auch in dieser Zeit frei nach dem Motto der Heiligen Elisabeth frohen Mutes an unsere Aufgaben gehen.

In diesem Sinne wünschen wir viel Freude beim Lesen, rege Diskussionen und einen intensiven Gedankenaustausch.

Viel Spaß beim Lesen
und herzliche Grüße,
Ihr Kirchenvorstand

Veränderungen im vielfältigen Gottesdienstprogramm

Gottesdienst zur Eröffnung der Pilgersaison 2014.
Foto: Bernahrd Dietrich

Die Elisabethkirchengemeinde erfreut sich seit vielen Jahrzehnten eines reichhaltigen Angebotes an verschiedenen Gottesdiensten. Dazu zählen die werktäglichen

  • Friedensgebete mittags um 12 Uhr,
  • samstags das Abendgebet zum Wochenschluss um 18 Uhr (1 x mtl. mit Liedern aus Taizé),
  • sonntags die 10 Uhr Gottesdienste in der Elisabethkirche und
  • um 10 Uhr in der Ortenbergkapelle,
  • der Familiengottesdienst um 11.15 im Michelchen,
  • der 18 Uhr Abendmahlsgottesdienst in der Elisabethkirche (1 x mtl. als Meditativer Gottesdienst) und der
  • 19 Uhr Gottesdienst im Missionshaus (alle 4 Wochen um 11.30 Uhr als Familiengottesdienst mit Mittagstisch)

Zählt man dazu noch die geistlich ausgerichtete Kirchenführung nach dem Gottesdienst, dann sind es allein 7 Gottesdienste am Wochenende, die von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen getragen werden. Das ist gut und wichtig, ist doch der Gottesdienst ein zentraler geistlicher Kraft- und Quellort, aus dem wir als Christen leben.

Allerdings haben sich die Rahmenbedingungen über die Zeit doch deutlich verändert. Hatte die Gemeinde vor 25 Jahren noch eine Mitgliederzahl von ca 8500, so steht sie inzwischen bei etwa 4700. Waren es früher 4 Gemeindepfarrstellen, so sind es heute 2,5 plus eine 0,5 Besucherpfarrstelle. Natürlich ist auch der Propst Pfarrer an der Elisabethkirche und hält schöne Gottesdienste, genauso wie sich viele Emeriti gerne ansprechen lassen und das Gottesdienstprogramm mittragen.

Dennoch scheint es jetzt an der Zeit zu sein, von üppiger Vielvalt im Gottesdienstprogramm zu schlichter Schönheit zu kommen.

Ausgehend von Überlegungen im Team der Pfarrerin und der Pfarrer soll auf den kommenden 2 Gemeindeversammlungen (siehe nächste Spalte) drei Vorschläge vorgestellt und mit der Gemeinde besprochen werden:

  • 14 tägiger 10 Uhr Gottesdienst in der Ortenbergkapelle
  • 14 tägiger Familiengottesdienst im Missionshaus um 11.30 Uhr und
  • das Mittragen des Abendgebetes zum Wochenschluss samstags um 18 Uhr von Ehrenamtlichen.

Diskutieren Sie mit und bringen Sie sich mit Ihren Ideen und Vorschlägen ein, dann kann der Kirchenvorstand im Herbst auf einer breiten Grundlage gute Entscheidungen für die Zukunft treffen.

Unsere Gemeinde braucht eine weitere Anpassung der Seelsorgebezirke

Bereits vor acht Jahren gab es eine Reform der Seelsorgebezirke in unserer Gemeinde. Von 4 wurde auf 3 Bezirke umgestellt. Neben der Neuverteilung der seelsorgerlichen Arbeit von 4 auf 3 Gemeindepfarrer war damit das Konzept verbunden, dass alle Bezirke möglichst nahe an die Elisabethkirche heranreichen sollten.

Nun wird eine weitere Anpassung  von 3 auf 2,5 Bezirke notwendig. Gründe dafür sind, dass aufgrund des demografischen Wandels und damit zurückgehender finanzieller Mittel sich die Bemessungszahlen für ganze Pfarrstellen verändern.

Mit den z.Z. 4669 Gemeindegliedern, den 5 Altenheimen, 2 Kindertagesstätten und einem umfangreichen Gottesdienstprogramm liegt die Bemessungszahl derzeit bei 299 Punkten. Bisher ergaben 100 Punkte eine volle Pfarrstelle. Nun werden werden 120 Punkte gebraucht. Das ergibt 2 volle und eine halbe Stelle. Pfarrer Hartmann arbeitet bereits seit 2 Jahren nur noch mit halber Stelle für die Gemeinde mit der anderen Hälfte arbeitet er als Vorsitzender des Gesamtverbandes. Im Team der Pfarrer ist bereits manches anders verteilt worden, aber nun steht auch eine Anpassung der Seelsorgebezirke an.

Ziel der Neuausrichtung soll es sein, eine gute Lösung zu finden, die den Ansprüchen der Gemeinde und dem Arbeitsspensum der Pfarrerin und Pfarrer entspricht.

Sie selbst haben sicherlich eigene Ideen, wie die neue Zuteilung aussehen könnte. Bereits jetzt gibt es einige offene Vorschläge, die wir mit Ihnen auf der

Gemeindeversammlung:

  • am 6.7. nach dem 10 Uhr Gottesdienst in der Elisabethkirche und
  • am 20.7. nach dem 19 Uhr Gottesdienst im Missionshaus

beraten möchten. In der Ortenbergkapelle fand am 25.5. bereits eine Gemeindeversammlung dazu statt.

Ihre Meinung ist uns wichtig und soll in die kommenden Beratungen des Kirchenvorstandes einfließen.
Hier drei mögliche Vorschläge:

Detailinformationen zu den drei Vorschlägen

Die Zurdnung der Straßen zu den neuen 2, 5 Bezirken nach den 3 Vorschlägen: Straßenlisten der 3 Vorschläge als PDF Datei

Sehen Sie die Gemeindeversammlungen als Chance und kommen Sie zahlreich!

Neubesetzung unseres Gemeindesekretariats

Das Gemeindebüro in der Schützenstraße 39 ist der Haupt-
arbeitsplatz unserer Gemeindesekretärin.
Foto: Bernhard Dietrich

Nicht zu glauben, aber doch wahr: nach 25 Jahren als Sekretärin unserer Elisabethkirchengemeinde geht Frau Hanna Kalb Ende September 2014 in den wohlverdienten Ruhestand. Wir bedanken uns sehr  für alle Herzlichkeit, Liebe, Zuverlässigkeit und Mühe, die sie in unsere Gemeindearbeit eingebracht hat.

Über 25 Jahre hat sie die Arbeit in unserer Gemeinde mit geprägt, hat vom jährlichen Weihnachtsmarkt bis zum Gemeindefest vieles und mehr organisiert und ins Rollen gebracht. Sie war oft die erste Ansprechpartnerin für Menschen, die eine Frage hatten, etwas Bestimmtes wollten oder einfach nach „dem Weg“ in unsere Gemeinde suchten.

Sie war Ansprechpartnerin für Pilger und Touristinnen, die unsere Kirche besuchen wollten. In der Zeit ihrer Arbeit hier haben sich die Aufgabe einer Sekretärin stark verändert, sagt sie im Rückblick selbst.

Waren es anfangs hauptsächlich Schreibaufgaben wie bsw. das Abtippen von Predigten und Liedblättern, sind im Laufe der Zeit die organisatorischen und kommunikativen Aufgaben mehr und entscheidender geworden.

So leid es uns tut, dass wir Hanna Kalb nun bald verabschieden müssen – sind wir auf der Suche nach einer Nachfolgerin/einem Nachfolger für ca. 16 Arbeitsstunden:

Wir suchen einen Menschen mit hohen kommunikativen Fähigkeiten und einem freundlichen Blick für Menschen im inneren Bereich der Kirche und für die, denen Kirche eher fremd ist.

  • Sie werden zu festen Zeiten am Vormittag  im Gemeindebüro, Schützenstraße 39 arbeiten.
  • Sie werden für unsere 3,5 Pfarrstellen Kirchenbucheintragungen und Schreibarbeiten erledigen.
  • Sie organisieren mit den Betreibern aus der Nordstadt Marburg, sowie kirchlichen und nichtkirchlichen Gruppen den jährlichen Weihnachtsmarkt.
  • Ihnen liegt Ihre Kirche am Herzen und Sie sind gespannt und flexibel im Umgang mit verschiedensten Menschen verschiedenster religiöser Prägung.

Dann sprechen Sie unsere Pfarrer/in an oder  melden sich im Gemeindebüro unter der Telefonnummer, MR 6200825 – und wundern Sie sich nicht, wenn sich da eine freundliche Stimme mit „Hanna Kalb“ meldet!

Veränderungen für die kirchenmusikalische Arbeit

Wandel bringt immer Veränderungen mit sich, mögen sie uns gefallen oder nicht. Verändert sich die kirchliche Landschaft, so verändern sich mit ihr auch liebgewordene Strukturen.

Die beiden hessischen Landeskirchen führen ihre religionspädagogischen Institute zu einem zentralen PTI zusammen. Das ermöglicht konzentrierte Arbeit, spart Ressourcen - und bedeutet für Marburg einen Zugewinn in vielfältiger Hinsicht.

Das neue PTI wird in die Räumlichkeiten der ESG in der Rudolf-Bultmann-Straße einziehen, doch müssen diese zuvor für die neuen Zwecke umgebaut werden. Für die Kirchenmusik bedeutet es, dass die von der ESG bisher zur Verfügung gestellten Räume, zumindest für die Zeit des Umbaus, leider nicht benutzt werden können.

Nach den Sommerferien,d.h. ab September, gilt für:

die Kantorei: Die Proben finden zur gewohnten Zeit (Di. 20.00 Uhr) im Gemeindesaal der katholischen Pfarrgemeinde St.Peter und Paul in der Biegenstraße 18 statt.

die Kinderchöre (Marburger Kinderchor, Kurrende): Die Proben finden auch hier zur gewohnten Zeit (Fr. 15.00, 16.00,17.00 Uhr) im Gemeindesaal des Martin-Luther-Hauses, Johannes-Müller-Straße 1, statt.

das Kirchenmusikbüro: Das Büro der Kirchenmusik bezieht dauerhaft einen Raum im Martin-Luther-Haus.

Wie es nach dem Umbau der ESG/PTI weitergehen wird, können wir heute noch nicht absehen, wir werden Sie aber zu gegebener Zeit informieren.

Geld für die Schönheit unserer Kirche - Antependien in weiteren Farben

Entwurf des violetten Antependiums von Margarete Keith.

Seit Januar diesen Jahres haben wir in der Elisabethkirche neue Antependien. Vom Altar und von der Kanzel erfreuen uns diese ‚Vorhänge‘ (von lat. ante „vor“ und pendere „hängen“), die nach dem Sonntag Trinitatis bis zum Ende des Kirchenjahres wieder in schönem Grün erscheinen: allein in dieser Farbe gibt es die neuen Antependien.

Unsere Kirche ist ja nur an wenigen Stellen farbig gestaltet, die Antependien sind ein sehr wichtiger Anteil hierbei. Die Blicke zentrieren sich immer wieder auf den Altar, beim Gehen und Schauen in der Kirche oder bei einem Gottesdienst. Die Schönheit von Form und Farbe der Antependien gibt diesem Zentrum Ausdruck.

In drei weiteren Farben werden die neuen Antependien hergestellt werden: Die Adventssonntage und die Passionszeit werden durch die Farbe Violett geprägt, in der Weihnachts- und Osterzeit wird es die Farbe Weiß sein. Rot ist die Farbe für Pfingsten.

Hier ist also eine Stelle, wo wir unsere Kirche schön machen können: für uns, für unser In-der-Kirche-sein. Die neuen Antependien können hergestellt werden, wenn die Bezahlung gesichert ist. Daher bitten wir um Spenden, um die nächste farbliche Einheit in Auftrag geben zu können. Wenn wir reichlich spenden - die Herstellung ist nicht billig - werden wir zum kommenden Advent und/oder zu Weihnachten von den Neuen erfreut werden.

Besondere Termine und Veranstaltungen,

Neben den regelmäßigen Veranstaltungshinweisen in der ökumenischen Zeitung KiM und hier auf unserer Webseite: www.Elisabethkirche.de möchten wir Ihnen hier einige besondere Veranstaltungen nahebringen:

Führungen

  • Sonntags nach dem Gottesdienst und So bis Fr  15 Uhr

Orgelführung

  • am Samstag, dem 14.6. um 12 Uhr und Samstag, 12.7. um 12 Uhr (Eintritt 3,50 €)

Dachstuhlführungen

  • Am Samstag, dem 14. + 21.6., dem 12. + 19.7. und dem 9. + 16.8. jeweils um 10 Uhr.
    Teilnehmen können Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahre. (Eintritt: 3,50 €) Bitte in der Küsterstube Tel. 65573 anmelden.

Sonderführungen

  • „Die vier Kapellen des Deutschen Ordens“ - 15.6. um 16 Uhr
  • „Der Deutsche Orden in der Elisabethkirche“ - 20.7. um 16 Uhr

Kirchenmusik

  • 4.7.   20 Uhr: Jubiläumskonzert 155 Jahre Ketzerbach mit dem Polizeichor und -orchester Marburg
  • 13.7. 18 Uhr: Bläserkonzert
  • 19.7. 18 Uhr Konzert?

Gottesdienste

  • 15.06. 10 Uhr Stegfestgottesdienst am Ortenberg (Familiengottesdienst)
  • 06.07. 10 Uhr Familiengottesdienst zum Ketzerbachfest, anschließend Gemeindeversammlung
  • 20.07. 19 Uhr Gottesdeinst im Missionshaus, anschließen Gemeindeversammlung
  • 03.08. 10 Gottesdienst zum Gedenken an den Ausbruch des 1. Weltkrieges

Wir freuen uns über Ihre Spende für unsere Gemeinde

Spenden Sie zum Beispiel für die in diesem Elisabethbrief erwähnten Projekte:

  • Neue Antependien Elisabethkirche (Violettes Kanzel- und Altarantependeium)
  • Kirchencafé nach dem Gottesdienst
  • Zukunft der Ortenbergkapelle
  • Öffentlichkeitsarbeit „Elisabethbrief“

Spendenkonto der:

Elisabethgemeinde im Gesamtverband ev. Kirchengemeinden Marburgs
IBAN:     DE81 5206 0410 0002 8001 01
BIC:     GENODEF1EK1
Verwendungszweck: Elisabethgemeinde - Projekt   _________________________

Hinweis:

Wenn Sie bei Ihrer Spende in der Küsterstube der Elisabethkirche oder bei Ihrer Überweisung Ihren Namen und Ihre Anschrift angeben, können wir Ihnen gerne eine Spendenquittung zusenden.